„In öffentlichen Verkehrsmitteln werden Innenbauteile oft ausgetauscht, obwohl ihre tragende Struktur noch intakt ist und nur die sichtbare Oberfläche abgenutzt, beschädigt oder nicht mehr dauerhaft zu reinigen ist“, erklärt Markus Wolfahrt vom Polymer Competence Center Leoben (PCCL). Damit sei ein hoher Material- und Ressourcenverbrauch verbunden. Gemeinsam mit Unternehmens- und Forschungspartnern entwickelt das PCCL im FFG-geförderten Projekt „surface4motion“ austauschbare Oberflächen für Innenbauteile von Schienenfahrzeugen und Flugzeugen. Wolfahrt: „Unser Ziel ist eine Oberflächenfolie, die sich gezielt ablösen lässt, ohne das darunterliegende Bauteil zu beschädigen.“
Ein reversibler Klebstoff verbindet die funktional beschichtete Folie mit dem Bauteil. Durch Erwärmen lässt sich die Verbindung wieder lösen. Die Folie kann anschließend einem Recyclingkreislauf zugeführt werden. „Eine besondere Herausforderung bestand darin, neben einer zuverlässigen Verbindung und einer kontrollierten Ablösbarkeit auch den Brandschutzanforderungen gerecht zu werden“, sagt Wolfahrt. Für die Herstellung ressourcenschonender Innenbauteile kombiniert das Projekt 3D-Druck mittels Pellet-Extrusion mit Organoblechen. Materialzusammensetzung und Strukturaufbau werden hinsichtlich mechanischer Eigenschaften und Brandbeständigkeit optimiert.
short & sweet
Im Projekt „surface4motion“ entstehen austauschbare Oberflächen, damit bei Verschleiß nicht das gesamte Innenbauteil vollständig ersetzt werden muss. Industriepartner übertragen das Konzept auf Innenbauteile für Schienenfahrzeuge und Flugzeuge.
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Fotos: PCCL/KI-generiert. Dieser Beitrag erschien in JUST Nº 46, Oktober 2026.




