Kontinuierliche Wirkstoff- und Arzneimittelproduktion, digitale Zwillinge, Simulation, regulatorische Agilität und Technologie-Workshops — beim ECCPM Forum vom 14. bis 16. September in Graz drehte sich alles um die Produktion von Medikamenten.
Im Rahmen der Veranstaltung kamen 130 Fach- und Führungskräfte aus Pharmaindustrie, Forschung, Technologieentwicklung und öffentlichen Institutionen zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie sich Europas Arzneimittelproduktion krisenfester machen lässt. Das Motto: Supply Chain Security & Fast Crisis Response in the Era of Continuous Manufacturing
Versorgungssicherheit beginnt bei der Produktion
Bei der Eröffnung in der historischen Aula der TU Graz diskutierten Ilaria Del Seppia von der EU-Generaldirektion HERA, Stephanie Jedner von Sandoz, Kasper Ernest vom europäischen Gesundheitsdistributionsverband GIRP, Brigadier Rudolf Zauner vom österreichischen Verteidigungsministerium und Johannes Khinast vom Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) über resiliente Arzneimittel-Lieferketten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Risiken früher erkannt, Produktionskapazitäten flexibler genutzt und Medikamente auch in Krisen zuverlässig zu den Patientinnen und Patienten gebracht werden können. Dabei geht es nicht nur um Technologie: Auch qualifizierte Teams, langfristige Investitionen und die Zusammenarbeit von Politik, Industrie, Forschung und Distribution spielen eine zentrale Rolle.
Forschung trifft Industrie
Das European Consortium for Continuous Pharmaceutical Manufacturing (ECCPM) bringt Unternehmen, Wissenschaft, Regulatorik und Technologieanbieter zusammen. Ziel ist es, kontinuierliche Herstellungsverfahren aus der Forschung in den industriellen Maßstab zu überführen.
Willibald Ehrenhöfer, Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung, und Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research und Vertreter eines Gesellschafters des RCPE, eröffneten das Forum
Das ECCPM-Forum zeigt: Krisenfeste Arzneimittelversorgung entsteht nicht erst im Ernstfall. Entscheidend ist, Technologien, Partnerschaften und Kompetenzen schon heute für die nächste Krise aufzubauen.





