Lisi Brandlmaier|

Con­stan­ze: Wo Mozart die Liebe fand, gibt’s jetzt Kaffee und Cham­pa­gner

Mozart, Constanze, Kaffee, Patisserie und ein Beinschinkensemmerl mit Champagner: Im Rosewood Vienna eröffnet mit „Constanze – a little love story“ eine neue Café- und Tagesbar.

Und die Adresse könnte für das Konzept kaum pas­sen­der sein – denn genau hier nahm vor fast 250 Jahren eine ziem­lich berühm­te Wiener Lie­bes­ge­schich­te ihren Anfang.

Manch­mal schreibt das Leben die besten Geschich­ten. Und manch­mal eröff­net man an genau jener Stelle knapp 250 Jahre später einfach eine Bar danach. Im Rose­wood Vienna am Peters­platz startet am 4. Sep­tem­ber 2026 offi­zi­ell „Con­stan­ze – a little love story“ – eine neue Café- und Tages­bar, die ihren Namen nicht zufäl­lig trägt.

Denn bevor an dieser Adresse Espres­so, Cham­pa­gner und Patis­se­rie ser­viert wurden, wohnte hier Wolf­gang Amadeus Mozart. 1781 lebte der Kom­po­nist im dama­li­gen Haus „Zum Auge Gottes“, lernte dort Con­stan­ze Weber kennen und arbei­te­te neben­bei an „Die Ent­füh­rung aus dem Serail“. Mul­ti­tas­king konnte man offen­bar schon im 18. Jahr­hun­dert: kom­po­nie­ren, sich ver­lie­ben und Musik­ge­schich­te schrei­ben.

Vom ersten Kaffee bis zum Rosé

Die neue Con­stan­ze befin­det sich im dop­pel­ge­schos­si­gen Atrium des Rose­wood Vienna und möchte eine zeit­ge­mä­ße Inter­pre­ta­ti­on des klas­si­schen Wiener Kaf­fee­hau­ses sein. Heißt: weniger ehr­fürch­ti­ges Flüs­tern über der Melange, mehr unkom­pli­zier­tes Vor­bei­schau­en. Reser­vie­run­gen braucht es keine, geöff­net ist täglich von 7 bis 18 Uhr.

Morgens gibt’s Kaffee, tags­über Patis­se­rie und kleine Gerich­te, später dürfen öster­rei­chi­scher Wein, Cham­pa­gner und sai­so­na­le Spe­zia­li­tä­ten über­neh­men. Und wer gerade keine Zeit für eine kleine Love Story hat, bekommt Kaffee und Klei­nig­kei­ten auch zum Mit­neh­men.

Beim Kaffee bleibt man bewusst in Wien. Gemein­sam mit der Naber Kaffee Manu­fak­tur, die seit 1908 röstet, wurde eine eigene Con­stan­ze-Kaf­fee­mi­schung ent­wi­ckelt, die man auch für zu Hause kaufen kann. Für das ent­spre­chen­de Rosa im Glas sorgt wie­der­um Bern­hard Ott vom Wagram: Sein Rosalie Rosé bekommt für die Con­stan­ze ein eigenes Etikett.

Perlen vor die Säue – aus­drück­lich erwünscht

Beson­ders sym­pa­thisch wird es auf der Spei­se­kar­te. Dort treffen Patis­se­rie und kleine Wiener Klas­si­ker auf durch­aus luxu­riö­se Beglei­tung. Bestes Bei­spiel: „Perlen vor die Säue“. Dahin­ter ver­steckt sich ein Wiener Bein­schink­ensem­merl mit Cham­pa­gner.

Man könnte sagen: ziem­lich viel Glamour für eine Wurst­sem­mel. Man könnte aber auch sagen: endlich bekommt sie die Beglei­tung, die sie ver­dient.

Über­haupt soll die Con­stan­ze kein klas­si­sches Hotel­re­stau­rant werden, sondern ein Treff­punkt, an dem Wiener genauso selbst­ver­ständ­lich vor­bei­schau­en wie Hotel­gäs­te. Auf einen schnel­len Kaffee am Morgen, etwas Süßes am Nach­mit­tag oder ein Glas Rosé, aus dem dann viel­leicht doch zwei werden.

Ein biss­chen Geschich­te darf bleiben

Auch gestal­te­risch wird die Ver­gan­gen­heit nicht unter den Teppich gekehrt. Das Wiener Studio Kroen­land, das bereits für die Neue Hoheit im Rose­wood Vienna ver­ant­wort­lich war, hat das Atrium rund um die zen­tra­le Bar gestal­tet. His­to­ri­sche Ansich­ten und Post­kar­ten des Peters­plat­zes treffen auf eine eigens für die Con­stan­ze geschaf­fe­ne Arbeit des Wiener Künst­lers Rudolf Fitz.

So bekommt eine der bekann­tes­ten Lie­bes­ge­schich­ten Wiens ein kleines kuli­na­ri­sches Nach­spiel. Mozart und Con­stan­ze hei­ra­te­ten übri­gens 1782. Ob es damals beim Ken­nen­ler­nen schon Cham­pa­gner und Bein­schink­ensem­meln gab, ist nicht über­lie­fert. Heute wäre zumin­dest dafür gesorgt.

Con­stan­ze – a little love story
Rose­wood Vienna, Peters­platz, 1010 Wien
Ab 4. Sep­tem­ber 2026
Täglich 7–18 Uhr

 

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