Sandro Ceroni|

Der Bär und der wilde Kaiser

Der Wilde Kaiser ist kein Postkartensujet. Er ist eine Ansage. Wer vom Infinitypool des Hotels Der Bär auf dieses Massiv blickt, versteht den Unterschied zwischen schöner Aussicht und echter Wirkung.

2.344 Meter Fels, die nichts beschö­ni­gen – und gerade deshalb so viel bewir­ken.

Ursula und Andreas Win­disch haben hier ein Haus geschaf­fen, das sich nicht erklä­ren muss – es zeigt sich. In den Mate­ria­li­en: Tiroler Loden, Altholz und Glas. Im Service: ein Team, das weiß, wann es präsent sein muss und wann Dis­kre­ti­on die größere Auf­merk­sam­keit ist.

Ursula Win­disch, auf­ge­wach­sen in Namibia und geprägt von Jahren in London sowie einem Leben zwi­schen den Kon­ti­nen­ten, bringt eine Welt­läu­fig­keit ins Haus, die man spürt, ohne dass sie jemals insze­niert wirkt. Man merkt: Hier emp­fängt jemand, der die Welt kennt – und trotz­dem weiß, warum er nach Ellmau zurück­kehrt.

In der Küche kocht Herbert Wieser, aus­ge­zeich­net mit drei Fal­staff-Gabeln. Seine Hand­schrift ist regio­nal ver­wur­zelt und zugleich offen für inter­na­tio­na­le Ein­flüs­se. Som­me­lier Robert Lechner hat dazu eine Wein­kar­te zusam­men­ge­stellt, die ein Menü nicht bloß beglei­tet, sondern den Abend ver­län­gert.

Tags­über locken die Golf­plät­ze rund um den Wilden Kaiser – eine der schöns­ten Golf­re­gio­nen der Alpen. Abends kehrt man zurück und der Berg steht noch immer da. Unver­rück­bar. Viel­leicht liegt genau darin das Geheim­nis dieses Hauses: Es ver­sucht nicht, größer zu sein als seine Umge­bung. Es ver­steht sich als Teil davon.

Hotel Der Bär
6352 Ellmau
hotelbaer.com

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