Ein Jubiläum ist im Luxussegment schnell mit Champagner beantwortet. Anantara Hotels & Resorts wählt zum 25. Geburtstag die interessantere Variante: Die Häuser öffnen Türen, wechseln die Perspektive und laden ihre Gäste ein, ein wenig tiefer in die jeweilige Destination einzutauchen.
Die Idee folgt einem zeitgemäßen Verständnis von Luxus. Entscheidend ist weniger, was im Zimmer steht, sondern welcher Zugang sich daraus ergibt. Zu Menschen, Orten und Geschichten, die sich nicht immer im klassischen Reiseführer finden lassen.
Luxus beginnt dort, wo der Stadtplan endet
Die Geschichte von Anantara begann 2001 im thailändischen Hua Hin. Heute umfasst das Portfolio mehr als 50 Hotels und Resorts in 24 Ländern – von europäischen Metropolen über Küstenregionen bis zu Häusern im Dschungel, in der Wüste und auf Inseln.
Zum 25-jährigen Bestehen entwickelten die Gastgeber der einzelnen Häuser besondere Experiences mit lokalem Bezug. Vier davon führen nach Amsterdam, Nizza, Rom und Marbella. Es sind Reisen im Kleinen: eine Behandlung, eine Ausfahrt, eine Bootstour oder ein Abendessen. Doch gerade in dieser Konzentration liegt ihr Reiz.
Amsterdam: Die Tulpe zeigt ihre zweite Begabung
Amsterdam pflegt die Tulpe traditionell im Museum, auf dem Markt und in der Vase. Im Anantara Grand Hotel Krasnapolsky bekommt das niederländische Nationalsymbol nun einen Auftritt im Spa.
Gemeinsam mit der Beauty-Marke Bloomeffects, deren Geschichte auf vier Generationen Tulpenanbau zurückgeht, bietet das Haus zwei Gesichtsbehandlungen auf Basis heimischer Tulpenextrakte an. Antioxidantien und Aminosäuren sollen die Haut pflegen und ihr neue Frische verleihen.
Die 30-minütige Behandlung „Glow to Go“ kombiniert Reinigung, Peeling und Maske. Ausführlicher wird es beim 60-minütigen „Black Tulip Radiance Facial“ mit schwarzen Tulpenblüten, Kopf- und Schultermassage sowie Kryotherapie.
Eine durchaus überzeugende Karriere für eine Blume, die sich bislang vor allem mit dekorativen Aufgaben zufriedengegeben hatte.
Nizza: Drei Stunden Côte d’Azur im Triumph von 1968
Manche Küstenstraßen verlangen nach einem Mietwagen. Die Côte d’Azur verlangt nach etwas mehr Stilgefühl.
Das Anantara Plaza Nice Hotel schickt seine Gäste deshalb in einem Triumph aus dem Jahr 1968 auf Reisen. Ein Chauffeur führt von Saint-Jean-Cap-Ferrat über Beaulieu-sur-Mer und Villefranche-sur-Mer bis zum Mont Boron.
Dort wartet ein Aperitif-Picknick mit Panoramablick. Die Route dauert rund drei Stunden und ist für zwei Personen konzipiert. Das Fahrzeug übernimmt dabei weit mehr als den Transport: Es liefert den passenden Rhythmus für eine Landschaft, die seit jeher davon lebt, dass man sich für sie ein wenig Zeit nimmt.
Der Preis für die private Tour beträgt laut Presseaussendung 600 Euro.
Rom: Die Ewige Stadt wechselt die Perspektive
Rom wird meist zu Fuß entdeckt. Schritt für Schritt, Piazza für Piazza – und gelegentlich mit dem leisen Gefühl, dass zweitausend Jahre Stadtgeschichte für einen Nachmittag etwas ambitioniert sein könnten.
Das Anantara Palazzo Naiadi Rome verlegt die Erkundung deshalb auf den Tiber. Eine private Bootsfahrt führt entlang historischer Fassaden und weniger bekannter Winkel der Stadt. Vom Wasser aus tritt die Monumentalität Roms etwas zurück. Dafür werden Linien, Übergänge und Stadtlandschaften sichtbar, die vom Ufer leicht übersehen werden.
Den Abschluss bildet ein Aperitivo auf einer Panoramaterrasse mit Blick über die Dächer. Die halbtägige Experience ist für zwei bis vier Personen vorgesehen und kann um ein Mittag- oder Abendessen ergänzt werden.
Mit einem Preis von 2.600 Euro gehört sie zu den exklusiveren Wegen, Rom kennenzulernen. Doch vermutlich auch zu jenen, bei denen die Stadt noch lange nach der Rückkehr im Gedächtnis bleibt.
Marbella: Vom Garten direkt an die festlich gedeckte Tafel
Im Anantara Villa Padierna Palace Benahavís Marbella Resort beginnt das Abendessen dort, wo seine Zutaten wachsen.
Für den Chef’s Tasting Garden entwickelt Executive Chef Manuel Navarro ein saisonales Menü rund um die Ernte aus dem hauseigenen Garten. Serviert wird an einem abgeschiedenen Platz im Grünen, mit individuell gestalteten Menükarten, hausgemachtem Brot und einer festlich gedeckten Tafel.
Bis zu zwölf Gäste können an diesem privaten Dinner teilnehmen. Die Inszenierung besitzt genügend Eleganz für einen besonderen Anlass, während der Garten für jene angenehme Selbstverständlichkeit sorgt, die große Abende oft erst wirklich schön macht.
Der Ort kostet laut Presseaussendung 500 Euro, das Menü 250 Euro pro Person. Eine Weinbegleitung kann für 70 Euro pro Person ergänzt werden. Das Dinner ist von Saison und Wetter abhängig – zwei Küchenchefs, die sich bekanntlich nur bedingt von Reservierungssystemen beeindrucken lassen.
Vier Häuser, eine gemeinsame Idee
Die Jubiläumserlebnisse zeigen, wie sich die Rolle eines Hotels verändert hat. Das Haus ist Ausgangspunkt, Gastgeber und gelegentlich auch Regisseur. Es vermittelt zwischen Gast und Destination und schafft Zugänge, die sich individuell anfühlen.
Eine Tulpe wird zum Schönheitsritual. Ein Oldtimer zum Reiseführer. Ein Fluss zur Loge auf die Stadt. Ein Garten zum privaten Restaurant.
Anantara feiert damit nicht allein 25 Jahre Hotellerie. Die Marke feiert jene Form des Reisens, bei der aus einem Aufenthalt eine Geschichte wird – und aus einer Reise eine Erinnerung, die ihren Platz im eigenen Leben behält.







