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25 Jahre Anant­ara: Wenn ein Hotel zum Schlüs­sel einer Stadt wird

Von schwarzen Tulpen in Amsterdam über einen Triumph an der Côte d’Azur bis zum Aperitivo über den Dächern Roms: Anantara feiert sein Jubiläum mit Erlebnissen, die eine Destination aus einer neuen Perspektive erzählen.
Rom vom Wasser aus: Das Anantara Palazzo Naiadi eröffnet eine neue Perspektive auf die Ewige Stadt. Credit: Gian Luigi Fornari Lanzetti
Mit Baujahr 1968 und Chauffeur führt die Jubiläumstour von Cap Ferrat bis zum Mont Boron. Credit: Minor Hotels
Vom Beet auf die Tafel: Executive Chef Manuel Navarro serviert ein saisonales Menü im Hotelgarten. Credit: Minor Hotels
Niederländische Identität für den Spa-Bereich: Tulpenextrakte bilden die Basis der Jubiläumsbehandlungen. Credit: Minor Hotels

Ein Jubi­lä­um ist im Luxus­seg­ment schnell mit Cham­pa­gner beant­wor­tet. Anant­ara Hotels & Resorts wählt zum 25. Geburts­tag die inter­es­san­te­re Vari­an­te: Die Häuser öffnen Türen, wech­seln die Per­spek­ti­ve und laden ihre Gäste ein, ein wenig tiefer in die jewei­li­ge Desti­na­ti­on ein­zu­tau­chen.

Die Idee folgt einem zeit­ge­mä­ßen Ver­ständ­nis von Luxus. Ent­schei­dend ist weniger, was im Zimmer steht, sondern welcher Zugang sich daraus ergibt. Zu Men­schen, Orten und Geschich­ten, die sich nicht immer im klas­si­schen Rei­se­füh­rer finden lassen.

Luxus beginnt dort, wo der Stadt­plan endet

Die Geschich­te von Anant­ara begann 2001 im thai­län­di­schen Hua Hin. Heute umfasst das Port­fo­lio mehr als 50 Hotels und Resorts in 24 Ländern – von euro­päi­schen Metro­po­len über Küs­ten­re­gio­nen bis zu Häusern im Dschun­gel, in der Wüste und auf Inseln.

Zum 25-jäh­ri­gen Bestehen ent­wi­ckel­ten die Gast­ge­ber der ein­zel­nen Häuser beson­de­re Expe­ri­en­ces mit lokalem Bezug. Vier davon führen nach Ams­ter­dam, Nizza, Rom und Mar­bel­la. Es sind Reisen im Kleinen: eine Behand­lung, eine Aus­fahrt, eine Boots­tour oder ein Abend­essen. Doch gerade in dieser Kon­zen­tra­ti­on liegt ihr Reiz.

Ams­ter­dam: Die Tulpe zeigt ihre zweite Bega­bung

Ams­ter­dam pflegt die Tulpe tra­di­tio­nell im Museum, auf dem Markt und in der Vase. Im Anant­ara Grand Hotel Kras­na­pol­sky bekommt das nie­der­län­di­sche Natio­nal­sym­bol nun einen Auf­tritt im Spa.

Gemein­sam mit der Beauty-Marke Bloom­ef­fects, deren Geschich­te auf vier Gene­ra­tio­nen Tul­pen­an­bau zurück­geht, bietet das Haus zwei Gesichts­be­hand­lun­gen auf Basis hei­mi­scher Tul­pen­ex­trak­te an. Anti­oxi­dan­ti­en und Ami­no­säu­ren sollen die Haut pflegen und ihr neue Frische ver­lei­hen.

Die 30-minü­ti­ge Behand­lung „Glow to Go“ kom­bi­niert Rei­ni­gung, Peeling und Maske. Aus­führ­li­cher wird es beim 60-minü­ti­gen „Black Tulip Radi­ance Facial“ mit schwar­zen Tul­pen­blü­ten, Kopf- und Schul­ter­mas­sa­ge sowie Kryo­the­ra­pie.

Eine durch­aus über­zeu­gen­de Kar­rie­re für eine Blume, die sich bislang vor allem mit deko­ra­ti­ven Auf­ga­ben zufrie­den­ge­ge­ben hatte.

Nizza: Drei Stunden Côte d’Azur im Triumph von 1968

Manche Küs­ten­stra­ßen ver­lan­gen nach einem Miet­wa­gen. Die Côte d’Azur ver­langt nach etwas mehr Stil­ge­fühl.

Das Anant­ara Plaza Nice Hotel schickt seine Gäste deshalb in einem Triumph aus dem Jahr 1968 auf Reisen. Ein Chauf­feur führt von Saint-Jean-Cap-Ferrat über Beau­lieu-sur-Mer und Vil­le­fran­che-sur-Mer bis zum Mont Boron.

Dort wartet ein Ape­ri­tif-Pick­nick mit Pan­ora­ma­blick. Die Route dauert rund drei Stunden und ist für zwei Per­so­nen kon­zi­piert. Das Fahr­zeug über­nimmt dabei weit mehr als den Trans­port: Es liefert den pas­sen­den Rhyth­mus für eine Land­schaft, die seit jeher davon lebt, dass man sich für sie ein wenig Zeit nimmt.

Der Preis für die private Tour beträgt laut Pres­se­aus­sendung 600 Euro.

Rom: Die Ewige Stadt wech­selt die Per­spek­ti­ve

Rom wird meist zu Fuß ent­deckt. Schritt für Schritt, Piazza für Piazza – und gele­gent­lich mit dem leisen Gefühl, dass zwei­tau­send Jahre Stadt­ge­schich­te für einen Nach­mit­tag etwas ambi­tio­niert sein könnten.

Das Anant­ara Palazzo Naiadi Rome verlegt die Erkun­dung deshalb auf den Tiber. Eine private Boots­fahrt führt entlang his­to­ri­scher Fas­sa­den und weniger bekann­ter Winkel der Stadt. Vom Wasser aus tritt die Monu­men­ta­li­tät Roms etwas zurück. Dafür werden Linien, Über­gän­ge und Stadt­land­schaf­ten sicht­bar, die vom Ufer leicht über­se­hen werden.

Den Abschluss bildet ein Ape­ri­tivo auf einer Pan­ora­ma­ter­ras­se mit Blick über die Dächer. Die halb­tä­gi­ge Expe­ri­ence ist für zwei bis vier Per­so­nen vor­ge­se­hen und kann um ein Mittag- oder Abend­essen ergänzt werden.

Mit einem Preis von 2.600 Euro gehört sie zu den exklu­si­ve­ren Wegen, Rom ken­nen­zu­ler­nen. Doch ver­mut­lich auch zu jenen, bei denen die Stadt noch lange nach der Rück­kehr im Gedächt­nis bleibt.

Mar­bel­la: Vom Garten direkt an die fest­lich gedeck­te Tafel

Im Anant­ara Villa Padier­na Palace Bena­ha­vís Mar­bel­la Resort beginnt das Abend­essen dort, wo seine Zutaten wachsen.

Für den Chef’s Tasting Garden ent­wi­ckelt Exe­cu­ti­ve Chef Manuel Navarro ein sai­so­na­les Menü rund um die Ernte aus dem haus­ei­ge­nen Garten. Ser­viert wird an einem abge­schie­de­nen Platz im Grünen, mit indi­vi­du­ell gestal­te­ten Menü­kar­ten, haus­ge­mach­tem Brot und einer fest­lich gedeck­ten Tafel.

Bis zu zwölf Gäste können an diesem pri­va­ten Dinner teil­neh­men. Die Insze­nie­rung besitzt genü­gend Eleganz für einen beson­de­ren Anlass, während der Garten für jene ange­neh­me Selbst­ver­ständ­lich­keit sorgt, die große Abende oft erst wirk­lich schön macht.

Der Ort kostet laut Pres­se­aus­sendung 500 Euro, das Menü 250 Euro pro Person. Eine Wein­be­glei­tung kann für 70 Euro pro Person ergänzt werden. Das Dinner ist von Saison und Wetter abhän­gig – zwei Küchen­chefs, die sich bekannt­lich nur bedingt von Reser­vie­rungs­sys­te­men beein­dru­cken lassen.

Vier Häuser, eine gemein­sa­me Idee

Die Jubi­lä­ums­er­leb­nis­se zeigen, wie sich die Rolle eines Hotels ver­än­dert hat. Das Haus ist Aus­gangs­punkt, Gast­ge­ber und gele­gent­lich auch Regis­seur. Es ver­mit­telt zwi­schen Gast und Desti­na­ti­on und schafft Zugänge, die sich indi­vi­du­ell anfüh­len.

Eine Tulpe wird zum Schön­heits­ri­tu­al. Ein Old­ti­mer zum Rei­se­füh­rer. Ein Fluss zur Loge auf die Stadt. Ein Garten zum pri­va­ten Restau­rant.

Anant­ara feiert damit nicht allein 25 Jahre Hotel­le­rie. Die Marke feiert jene Form des Reisens, bei der aus einem Auf­ent­halt eine Geschich­te wird – und aus einer Reise eine Erin­ne­rung, die ihren Platz im eigenen Leben behält.

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