JUST-Redaktion|

72 Stunden in Istrien: Die Schatz­in­sel

Drei Tage von Novigrad bis Rovinj: Trüffel, gereifte Malvazija, frisches Olivenöl und Gastgeber, die es mit den Portionen ausgesprochen gut meinen.

Von Sandro Ceroni 

Um halb zehn steht bei Prodan schon ein Glas Mal­va­zi­ja auf dem Tisch. Und die Trüf­fe­lei­er­spei­se ist erst der Anfang. Drei Tage führt unsere Route von Novi­grad über Buzet und Momjan bis Rovinj und Vodnjan. Wir besu­chen Trüf­fel­su­cher, Winzer, Ölmül­ler und Wirts­fa­mi­li­en. Eines haben sie gemein­sam: Beim Essen wird nicht gespart. Am Ende der Reise ist auch der Kof­fer­raum gut gefüllt.

Die Sta­tio­nen

Die Route in Google Maps öffnen: Novi­grad – Buzet – Momjan – Rovinj – Vodnjan


STATION 1 · NOVI­GRAD – DIE STADT

Novi­grad am Hafen­damm und in den Alt­stadt­gas­sen

Istrien Reise: Sonnenuntergang über dem Hafendamm von Novigrad
Der Abend beginnt am Hafen­damm.

Novi­grad ist eine Stadt, die man nicht erobern muss. Man umrun­det die Alt­stadt auf der Halb­in­sel in einem gemüt­li­chen Spa­zier­gang, und spä­tes­tens beim zweiten Mal kennt man den Weg, ohne aufs Telefon zu schauen. Der Glo­cken­turm zeigt die Rich­tung, das Wasser ist nie weiter als ein paar Gassen ent­fernt.

Klein, über­schau­bar und ange­nehm unauf­ge­regt: Hier fühlt man sich nach einer Stunde zu Hause. In einer Gasse hängen bunte Schirme über dem Pflas­ter, vor den Läden stehen Tafeln, die in sieben Begrif­fen das ganze Hin­ter­land zusam­men­fas­sen: Oli­ven­öl, Schnaps, Wein, Honig, Trüffel, Gin Tonic, Natur­kos­me­tik. Man sitzt am Hafen, schaut den Booten zu und stellt fest, dass man eigent­lich nichts vorhat. Genau das ist der Plan.

Der Abend in Novi­grad beginnt am Hafen­damm. Der Himmel spielt alle Pas­tell­tö­ne durch, und die Lichter der Stadt spie­geln sich im Wasser. Wer früh auf­steht, erlebt das Gegen­stück: Bei Son­nen­auf­gang wird der kleine Leucht­turm ange­strahlt, und dann erwacht das Meer.

Tipp: Für den Son­nen­un­ter­gang recht­zei­tig am Hafen­damm sein. Die Vor­stel­lung beginnt pünkt­lich.


STATION 2 · PRODAN TARTUFI, BUZET

Prodan Tartufi: Ein Hund, ein Wald und ein Früh­stück für sechs

Istrien Reise: Višnja Prodan bereitet in der Küche die Trüffeleierspeise zu
So funk­tio­niert Trüf­fe­lei­er­spei­se.

Um Viertel vor neun bin ich in einem Wald bei Buzet und laufe einem Hund hin­ter­her. Der Hund hat dabei ein­deu­tig mehr Spaß als ich, und das will etwas heißen, denn ich habe sehr viel Spaß. Igor Prodan, ein aus­ge­spro­chen kluger und freund­li­cher Mann, führt die Suche, sein Hund Sky gibt das Tempo vor. Es ist eine Freude zuzu­se­hen, mit wie viel Begeis­te­rung Sky bei der Sache ist. Und wir waren erfolg­reich. Wer das einmal mit­er­lebt hat, sieht den Trüffel auf dem Teller anders.

Prodan Tartufi ist ein Fami­li­en­be­trieb in dritter Gene­ra­ti­on, der seit den 1960er-Jahren im Trüf­fel­ge­schäft ist. Die Familie sucht selbst, bildet ihre Hunde selbst aus und ver­ar­bei­tet die Funde zu Auf­stri­chen, Ölen, Salz und Käse.

Zurück im Haus hat Igors Frau Višnja, äußerst lie­bens­wür­dig und char­mant, bereits eine kleine Kost­plat­te ange­rich­tet: Salami, Käse, Crosti­ni mit Trüffel, alles so präzise gesetzt, als würde gleich ein Inspek­tor mit rotem Führer kommen. Dazu ein Glas Mal­va­zi­ja. Um 9.30 Uhr ist das eine Her­aus­for­de­rung, aber da muss man durch.

Dann folgt das Gericht, für das man eigent­lich gekom­men ist: die Trüf­fe­lei­er­spei­se, im Istri­schen Fritaja s tartuf­i­ma. Gordon Ramsay war schon hier auf Trüf­fel­su­che, und durch Zufall sitze ich genau auf seinem Platz am Tisch. Das Urteil fällt schnell und ein­stim­mig. Die Portion ist wohl für sechs Per­so­nen gedacht; ich habe sie nahezu allein geschafft. Abge­schmeckt wird nicht nur mit frisch geho­bel­tem Trüffel, sondern auch mit dem haus­ei­ge­nen Trüf­fel­pul­ver, schwarz und weiß.

Freund­li­cher­wei­se darf ich danach einen starken Espres­so bestel­len. Er kommt nicht allein, sondern mit Vanil­le­eis mit Trüf­fel­ho­nig. Eigent­lich nicht mehr zu schaf­fen, aber Eis geht immer.

Die Pro­duk­te sind tadel­los. Was aber bleibt, ist etwas anderes: die Fröh­lich­keit einer Familie, die ihren Betrieb gemein­sam führt und dabei so wirkt, als hätte sie Gäste wirk­lich gern. Das schmeckt man bei jedem Gang mit.

Auf einen Blick


STATION 3 · UNTER­WEGS · DURCH DAS MIRNA­TAL

Von den Trüf­feln ans Meer: eine Fahrt durchs Auen­land

Istrien Reise: Weiter Blick über das Mirnatal
Der Mirna entlang zurück ans Meer

Von Buzet zurück nach Novi­grad lohnt sich die Strecke durch das Mirna­tal. Die Straße folgt der Mirna, dem längs­ten Fluss Istri­ens. Sie ent­springt nahe Buzet, fließt an Motovun vorbei und mündet bei Novi­grad in die Adria. Man fährt also buch­stäb­lich mit dem Fluss vom Trüf­fel­wald ans Meer.

Das Tal ist breit und grün, an den Rändern stehen Fels­wän­de, dazwi­schen Wiesen, Wald und der Fluss, der sich Zeit lässt. Es sieht aus wie eine Fahrt durchs Auen­land, nur auf Asphalt­stra­ße. Gott sei Dank. Wer kann, hält an, steigt aus und schaut einfach eine Weile. Nach einem Vor­mit­tag bei Prodan ist das ohnehin eine gute Idee.

Gut zu wissen

In den feuch­ten Böden des Moto­vu­ner Waldes im Mirna­tal wachsen die weißen und schwar­zen Trüffel, für die die Region bekannt ist. Die Mündung bei Novi­grad ist ein geschütz­tes Rück­zugs­ge­biet für Was­ser­vö­gel.


STATION 4 · BLU MARE, NOVI­GRAD

Blu Mare: Wohnen in der ersten Reihe der Alt­stadt

Istrien Reise: Leuchtturm von Novigrad im Morgenlicht
Bei Son­nen­auf­gang wird der kleine Leucht­turm ange­strahlt.

Das Blu Mare liegt so nah am Wasser, wie es in der Alt­stadt von Novi­grad nur geht, und von meinem Zimmer ging der Blick direkt aufs Meer. 27 Zimmer und Suiten, jedes mit Meer­blick. Man kommt an und ist sofort da.

Tereza und ihr Team emp­fan­gen höflich, freund­lich und herz­lich. Eine schöne Idee des Hauses: „Share a Sunset“. Die Rezep­ti­on erstellt per­sön­li­che Post­kar­ten des eigenen Son­nen­un­ter­gangs­fo­to der Gäste, ergänzt um ein paar Zeilen, und ver­schickt die Grüße mit der Post. Eine kleine Geste, die in Zeiten von Sprach­nach­rich­ten fast alt­mo­disch wirkt – um den Emp­fän­ger so sicher doppelt beglückt.

Mein Zimmer: sehr geschmack­voll ein­ge­rich­tet, in ange­neh­men, ruhigen Farben. Ein Raum, in dem man nach einem Tag mit Trüf­feln am Vor­mit­tag und Fisch am Abend gern ankommt.

Am Morgen: sehr guter Kaffee und ein großes Früh­stücks­an­ge­bot. Nach dem Abend bei Čok eigent­lich schon zu viel. Aber das weiß man um sieben Uhr noch nicht.

Auf einen Blick

  • Blu Mare Bou­tique Hotel, Ulica Zidine / Via delle Mura 14, 52466 Novi­grad
  • 27 Zimmer und Suiten, alle mit Meer­blick
  • Tel. +385 52 356 700 · blumarehotel.com
  • Tipp: Park­platz und Gepäck­trans­port vorab abstim­men, etwa zehn Minuten vor Ankunft anrufen

STATION 5 · KONOBA ČOK, NOVI­GRAD

Konoba Čok: Ein Padrone mit Schmäh und ein Branz­ino, über den man nicht reden soll

Istrien Reise: Familie Jugovac in der Konoba Čok
Sergio, Vilma und Viljan: Bei Čok ist die ganze Familie am Werk.

Manche Lokale ver­lässt man zufrie­den. Aus anderen wird man hin­aus­ge­rollt.

Čok ist ein Wirts­haus, das ganz von der Familie getra­gen wird. Sergio Jugovac ist der Padrone, ein humor­vol­ler Senior mit Schmäh und Augen­zwin­kern. Seine Frau Vilma ist so herz­lich, wie man es sich von einer Gast­ge­be­rin nur wün­schen kann. Und in der Küche zaubert Sohn Viljan.

Los geht es mit einer Auswahl Oli­ven­öle, fünf Tage nach der Pres­sung. Dazu einfach Brot, sonst nichts. Ich hätte am liebs­ten das ganze Brot­kör­berl geges­sen. Memo an mich: Das mit dem Brot sollte ich lassen. Dazu eine Wein­emp­feh­lung des Hauses, die wieder einmal positiv über­rascht. Sie machen das gut in Istrien.

Als Gruß aus der Küche kommt Thun­fisch­ta­tar, zart und cremig. Der erste Gang: Branz­ino-Car­pac­cio, rohe Scampi aus der Kvarner Bucht und ein groß­ar­ti­ges Tatar von der Gold­bras­se. Alles mit Oli­ven­öl und Salz abge­schmeckt. Die Frische des Meeres braucht keine weitere Würze.

Dann der gedämpf­te Branz­ino. Sergio meint, den solle ich gar nicht erwäh­nen, den bestell­ten ohnehin alle, und er habe schon Tau­sen­de file­tiert. Dafür gibt es einen ein­fa­chen Grund: Es ist das Signa­tu­re-Gericht des Hauses. Zart, leicht, zer­flie­ßend am Gaumen, wieder nur ein Hauch Oli­ven­öl und ein paar Salz­flo­cken. Dazu Gemüse, Karotte, Kar­tof­fel, Fenchel, denen man ihre eigenen Aromen lässt.

Zum Schluss zwei Des­serts, anschei­nend war geplant, mich aus der Konoba zu rollen. Eine Panna cotta mit Beeren, in per­fek­ter Kon­sis­tenz und nicht wie Pudding. Und ein Cheeseca­ke. Warum eine Konoba Cheeseca­ke macht, weiß ich nicht, aber leider war auch der her­vor­ra­gend: leicht und ange­nehm, keine kom­pri­mier­te Bombe.

Trotz allem musste ich mich über die Über­ver­sor­gung beschwe­ren. Sergio reagier­te mit zwei Grappa. Ich war ver­söhnt.

Auf einen Blick

  • Konoba Čok, Sv. Antona 2, 52466 Novi­grad · Tel. +385 52 757 643 · Mitt­woch Ruhetag
  • Fami­li­en­be­trieb: Sergio Jugovac (Padrone), Vilma (Gast­ge­be­rin), Viljan (Küche)
  • Unbe­dingt pro­bie­ren: gedämpf­ter Branz­ino, rohe Kvarner-Scampi, Tatar von der Gold­bras­se
  • Tipp: Tisch reser­vie­ren. Und beim Brot Zurück­hal­tung üben.

STATION 6 · WEINGUT KOZ­LO­VIĆ, MOMJAN

Koz­lo­vić: Warum Mal­va­zi­ja mehr Zeit ver­dient, als man ihr lässt

Istrien Reise: Weingärten im Tal Vale mit dem Turm von Momjan
Das Tal Vale mit dem Turm von Momjan

Gian­fran­co Koz­lo­vić steckt an diesem Vor­mit­tag mitten in den Assem­bla­gen. Er ver­kos­tet, ver­gleicht und ist kon­zen­triert bei der Sache. Er nimmt sich trotz­dem Zeit für meinen Besuch.

Wir sitzen auf der Ter­ras­se über dem Tal Vale, gegen­über thront der mit­tel­al­ter­li­che Turm von Momjan, und begin­nen mit einem ein­fa­chen Mal­va­zi­ja. Wir plau­dern. Zuerst über seine Ideen, wie alles ent­stan­den ist, über seine Phi­lo­so­phie. Dann über die Region, den Boden, das Klima, all das, was einen Wein am Ende aus­macht. Mit jedem Satz wird er offener, und irgend­wann sind wir bei der großen Frage: Wo soll der istri­sche Wein eigent­lich stehen?

Dann holt er einen gereif­ten Mal­va­zi­ja, Jahr­gang 2021. Meine Begeis­te­rung ist offen­sicht­lich, und Gian­fran­co lächelt. Feu­er­stein, leichte Zitrus­no­ten, etwas Salz. Genau so, wie ich die Weine aus dem Burgund liebe. Eine weitere gereif­te Flasche folgt, sehr bur­gun­disch aus­ge­baut.

Für mich war Mal­va­zi­ja bis dahin ein netter Beglei­ter zu Fisch und Co., easy am Pier. Weit gefehlt. Mit der Reife ent­fal­tet die Reb­sor­te ihren Cha­rak­ter, und Koz­lo­vić gehört zu den Pio­nie­ren, die mit diesem Poten­zi­al her­vor­ra­gend umgehen. Das sieht nicht nur der Gast aus Graz so: Das bri­ti­sche Wein­ma­ga­zin Decan­ter schrieb, Gian­fran­co Koz­lo­vić habe die istri­sche Mal­va­zi­ja beinahe im Allein­gang als Qua­li­täts­reb­sor­te zurück auf die Land­kar­te gebracht, die Weine seien komplex, elegant und sehr lager­fä­hig.

Aus­ge­rech­net die Reife ist aber das Problem. Koz­lo­vić füllt zwi­schen 200.000 und 250.000 Fla­schen im Jahr und würde seine Weine am liebs­ten erst mit einem gewis­sen Rei­fe­grad ver­kau­fen. Nur ist er meis­tens aus­ver­kauft, bevor er Vorrat für die Reife anlegen kann. Es gibt schlim­me­re Sorgen für einen Winzer, aber nur wenige, die mehr über die Qua­li­tät seiner Weine ver­ra­ten.

Span­nend ist auch sein Blick auf die Region. Istri­scher Wein, sagt er sinn­ge­mäß, kann seinen Stel­len­wert nur bewei­sen, wenn sich die Winzer gemein­sam für die beste Qua­li­tät ent­schei­den und mit­ein­an­der statt neben­ein­an­der arbei­ten. Ich kenne viele Winzer. Die span­nends­ten sind irgend­wie Phi­lo­so­phen, mit einem klaren Bekennt­nis zum Hand­werk. Gian­fran­co Koz­lo­vić ist einer von ihnen. Mit der Zeit wird aus der Ver­kos­tung ein aus­führ­li­ches Gespräch über Wein und Istrien.

Gut zu wissen

  • Seit 1904: Antonio Koz­lo­vić kaufte im Tal Vale unter Momjan ein Häus­chen und einen Hektar Wein­gar­ten. Anfang der 1990er-Jahre über­nahm Gian­fran­co von seinem Vater Armando, heute ist Tochter Gianna, Öno­lo­gin, mit im Betrieb.
  • Lagen: über 30 Hektar eigene Wein­gär­ten in Vale und in Santa Lucia bei Buje, der bekann­tes­ten Grand-Cru-Lage Istri­ens.
  • Weine: vier Linien, Mal­va­zi­ja und Teran von frisch bis gereift, dazu die Bor­deaux-Cuvée Santa Lucia Noir. Der Santa Lucia Mal­va­zi­ja reift zwölf Monate im großen Eichen­fass.
  • Archi­tek­tur: Das neue Kel­ler­ge­bäu­de von 2012 schmiegt sich an das alte Haus und den Hang. Der Som­me­lier-Welt­meis­ter 2013 Paolo Basso nahm Koz­lo­vić als ein­zi­ges Weingut Kroa­ti­ens in seinen Bild­band über die 66 schöns­ten Wein­kel­ler der Welt auf.
  • Rarität: Der erste Santa Lucia Teran, Jahr­gang 2017, kam erst im Dezem­ber 2025 auf den Markt, nach acht Jahren Reife, in rund 1.000 Fla­schen.

Auf einen Blick

  • Weingut Koz­lo­vić, Vale 78, 52460 Momjan
  • Tel. +385 52 779 177 · kozlovic.hr
  • Ver­kos­tun­gen in meh­re­ren For­ma­ten, vorab reser­vie­ren. Bei Schön­wet­ter auf der Ter­ras­se mit Blick auf den Turm von Momjan und die Wein­gär­ten im Tal.
  • Tipp: Nach dem gereif­ten Mal­va­zi­ja fragen. Und einen Fahrer orga­ni­sie­ren.

STATION 7 · KONOBA STARI PODRUM, MOMJAN

Stari Podrum: Wo die Nona kocht und man besser aufisst

Istrien Reise: Tagliata mit Rucola, Parmesan und knusprigem Kartoffelfladen
Taglia­ta mit Par­me­san, Rucola und Erd­äp­fel­fla­den

Vom Weingut Koz­lo­vić sind es nur ein paar Minuten bergab, und doch ist es eine andere Welt. Der Stari Podrum, der „alte Keller“, liegt unter­halb der Burg von Momjan in einem Gebäude, in dem früher Likör gebrannt wurde. Heute kocht hier die ganze Familie. Ein heller Win­ter­gar­ten mit hohen Fens­tern lehnt sich an das alte Haus, drinnen fühlt man sich sofort wohl.

Die Rollen sind klar ver­teilt. In der Küche steht Nona Mira, im Service führt ihre Tochter Ingrid Regie. Herz­lich, lustig, amikal. Die Gast­ge­be­rin­nen nehmen sich Zeit für ihre Gäste.

Natür­lich beginnt alles wieder mit Oli­ven­öl. Ich hatte mir bei Čok vor­ge­nom­men, mich beim Brot zurück­zu­hal­ten. Die Selbst­war­nung hat nicht funk­tio­niert. Fri­sches Öl ist einfach unglaub­lich gut, und Istrien macht es einem in diesen Wochen nach der Ernte wirk­lich schwer.

Was dann folgt, ist eine kuli­na­ri­sche Reise durch Istrien, Gang für Gang, und jeder davon her­vor­ra­gend. Toast mit Trüf­fel­creme zum Ankom­men. Eine Brok­ko­li­sup­pe, die deut­lich besser schmeckt als man Brok­ko­li jemals zutrau­en würde. Car­pac­ci vom Rind und von Zuc­chi­ni und dazu sen­sa­tio­nell gute Pilze. Teig­ta­scherl, gefüllt mit Käse und Speck, darüber Gra­nat­ap­fel. Fuži mit Trüf­feln, von denen ein großer Löffel unge­fähr so viel Trüffel trägt wie anders­wo ein ganzer Teller. Dann Taglia­ta mit Par­me­san, Rucola und einem knusp­ri­gen Erd­äp­fel­fla­den. Und zum Schluss Tira­mi­su mit Quitte, das man so schnell nicht ver­gisst. Die Küche ist ehrlich, regio­nal und so, wie man sich istri­sche Haus­manns­kost wünscht, wenn sie jemand mit sehr viel Können macht. Gekocht wird nach Tages­kar­te, je nachdem, was gerade frisch ist.

Eine Regel sollte man kennen: Gewisse Dinge isst man auf. Sonst gibt es Stress mit Nona Mira. Sie gibt sich in der Küche viel Mühe und steckt viel Liebe in jeden Teller, und das gehört gewür­digt. Ich habe mich daran gehal­ten. Es war nicht schwer, nur viel.

Gut zu wissen

  • Mira Zrnić gilt als eine der Pio­nie­rin­nen der gepfleg­ten Konoba-Küche in Istrien und führt den Stari Podrum gemein­sam mit ihren Töch­tern.
  • Das Haus war früher die erste Likör­fa­brik Istri­ens, daher der Name „alter Keller“.
  • Tages­kar­te je nach Saison

Auf einen Blick

  • Konoba Stari Podrum, Most 52, 52462 Momjan
  • Tel. +385 52 779 152
  • Reser­vie­rung unbe­dingt nötig · 12–22 Uhr, Mitt­woch Ruhetag
  • Wenige Minuten vom Weingut Koz­lo­vić, die beiden ergeben zusam­men einen per­fek­ten Tag
  • Tipp: Hunger mit­brin­gen. Und auf­es­sen.

STATION 8 · HOTEL LONE, ROVINJ

Hotel Lone: Geschwun­ge­ne Ter­ras­sen zwi­schen Pinien und Meer

Istrien Reise: Hotel Lone mit Terrassen über dem Pinienpark Zlatni Rt
Geschwun­ge­ne Ter­ras­sen zwi­schen Pinien und Meer

Nach den Konobas und Fami­li­en­be­trie­ben der ersten Tage wech­selt im Lone der Maßstab. Das Hotel liegt im Wald­park Zlatni Rt, dem Gol­de­nen Kap, zwi­schen alten Pinien und dem Meer. Und es ist ein Haus, bei dem man zuerst stehen bleibt und schaut.

Als das Lone 2011 eröff­ne­te, war es das erste Design­ho­tel Kroa­ti­ens und das erste kroa­ti­sche Mit­glied der Design Hotels. Ent­wor­fen hat es das Zagre­ber Archi­tek­tur­bü­ro 3LHD: ein weißer, geschwun­ge­ner Bau­kör­per, dessen Flügel sich zur Bucht hin auf­fä­chern, mit Ter­ras­sen wie die Decks eines Schif­fes. Innen öffnet sich ein großes ovales Atrium mit Ober­licht, die Möbel stammen von kroa­ti­schen Desi­gnern, Kunst und Licht sind Teil der Archi­tek­tur. Es lohnt sich, beim Gang durchs Haus genauer hin­zu­se­hen.

Vom Balkon geht der Blick über die Baum­kro­nen des Parks, am Abend zieht sich der Himmel in Pastell über die Pinien. Morgens geht es direkt vom Hotel zum Spa­zier­gang in den Park. Und die Alt­stadt von Rovinj liegt nur eine Vier­tel­stun­de zu Fuß ent­fernt, immer am Wasser entlang.

Gut zu wissen

  • Eröff­net 2011, Archi­tek­tur: 3LHD, Zagreb; Möbel und Inte­ri­eur von kroa­ti­schen Desi­gnern
  • Erstes kroa­ti­sches Mit­glied der Design Hotels
  • Lage im Wald­park Zlatni Rt, rund 15 Geh­mi­nu­ten von der Alt­stadt

Auf einen Blick

  • Hotel Lone, Luje Ada­mo­vića 31, 52210 Rovinj
  • maistra.com · Tel. +385 52 632 000
  • Tipp: Ein Zimmer mit Blick auf den Park buchen und den Morgen im Zlatni Rt begin­nen.

STATION 9 · TEKKA BY LONE, ROVINJ

Tekka: Wenn japa­ni­sches Hand­werk auf istri­sche Zutaten trifft

Istrien Reise: Nigiri und Maki auf einer blauen Platte
Nigiri und Maki, frisch und klar

Nach zwei Tagen Konoba, Trüffel und Nona-Küche ist das Tekka, das japa­ni­sche Restau­rant des Lone, der bewuss­te Gegen­pol: Es treffen japa­ni­sches Hand­werk und regio­na­le Qua­li­tät auf­ein­an­der, und das Ergeb­nis ist eine Fusion im besten Sinn: Die Tech­ni­ken und Rezepte sind japa­nisch, die Zutaten und ihre Inter­pre­ta­ti­on kommen aus der Region: Fisch aus der Adria, Gemüse aus dem Hin­ter­land.

Der Abend beginnt mit einem Ape­ri­tif, der gleich klar­stellt, wohin die Reise geht: japa­ni­scher Whisky mit Pilz. Umami trifft Whisky, das ist lustig und gut zugleich. Dann ein Gruß aus der Küche. Dann Nigiri und Maki, frisch und klar. Die Sen­sa­ti­on des Abends ist aber aus­ge­rech­net ein Karfiol. Ein vege­ta­ri­scher Gang, und groß­ar­tig: So einen wun­der­ba­ren Karfiol hatte ich noch nie. Danach Enten­brust mit Pflaume, auf den Punkt, süß und herz­haft im per­fek­ten Gleich­ge­wicht. Zum Schluss ein Dessert und die Erkennt­nis, dass Istrien auch auf Japa­nisch her­vor­ra­gend schmeckt.

Der Guide Miche­lin emp­fiehlt das Tekka und lobt genau diese Ver­bin­dung aus japa­ni­scher Technik und über­wie­gend istri­schen Zutaten. Wir können das bestä­ti­gen. Und der Küchen­chef Saša Pri­biče­vić hat sicht­lich Freude an seinem Hand­werk.

Auf einen Blick

  • Tekka by Lone, im Hotel Lone, Luje Ada­mo­vića 31, 52210 Rovinj
  • Japa­nisch-istri­sche Küche, emp­foh­len im Guide Miche­lin
  • Abends geöff­net, Reser­vie­rung emp­foh­len; im Sommer mit Garten
  • Tipp: die Karfiol-Krea­ti­on bestel­len. Unbe­dingt.

STATION 10 · ROVINJ – DIE STADT

Rovinj: Ein Stück Venedig, das an der istri­schen Küste geblie­ben ist

Istrien Reise: Hafen von Rovinj mit Fischerbooten und Glockenturm
Ein Stück Venedig an der istri­schen Küste

Rovinj sieht aus, als hätte Venedig hier ein Stück von sich ver­ges­sen. Das ist kein Zufall: Rund fünf Jahr­hun­der­te lang, vom 13. bis zum Ende des 18. Jahr­hun­derts, gehörte die Stadt zur Repu­blik Venedig, und man sieht es an jeder Ecke. Bunte Fas­sa­den drängen sich am Hafen, die Gassen sind von Gene­ra­tio­nen glatt gelau­fen, die Orts­schil­der sind bis heute zwei­spra­chig, Kroa­tisch und Ita­lie­nisch, Rovinj und Rovigno.

Über allem steht der Glo­cken­turm der Kirche der hei­li­gen Euphe­mia, mit rund 60 Metern der höchste Istri­ens, nach dem Vorbild des Cam­pa­ni­le von San Marco gebaut. Ganz oben dreht sich eine Statue der Stadt­hei­li­gen mit dem Wind. Die Alt­stadt war übri­gens bis 1763 eine Insel, erst dann wurde der Kanal zum Fest­land zuge­schüt­tet. Wer durch den Balbi-Bogen hin­auf­steigt, merkt es noch heute: Hier ist alles ein biss­chen enger, steiler und schöner als nötig.

Am besten lässt man sich treiben. Am Hafen schau­keln die Fischer­boo­te, in der steilen Grisia hinauf zur Kirche reihen sich Ate­liers und Gale­rien. Und irgend­wann sitzt man mit einem Kaffee am Wasser und stellt fest, dass man in Rovinj gern länger bleiben würde als nur einen Nach­mit­tag.

Gut zu wissen

  • Vom Hotel Lone sind es rund 15 Minuten zu Fuß entlang der Küste in die Alt­stadt.
  • Der Glo­cken­turm von St. Euphe­mia kann über eine schmale Holz­trep­pe bestie­gen werden, oben wartet der Blick über Dächer, Hafen und Inseln.
Blick über Lavendel auf die Altstadt von Rovinj
Rovinj vom Lone aus betrach­tet

STATION 11 · CHIA­VA­LON, VODNJAN

Chia­va­lon: Wie aus 150 Oli­ven­bäu­men eine Idee wurde, bei der nichts ver­lo­ren geht

Frisch gepresstes Olivenöl in der Ölmühle
Frisch aus der Mühle

Auch diese Geschich­te beginnt mit einer Familie, und mit einem Verlust. Inner­halb von nur zwei Monaten starben der Vater und der Groß­va­ter von Tedi und Sandi Chia­va­lon. Zu den 50 alten Oli­ven­bäu­men der Familie pflanz­te der damals 13-jährige Sandi zu Ehren der beiden je 50 neue. Das war der Anfang: 150 Bäume und ein Drei­zehn­jäh­ri­ger, der sich um sie küm­mer­te.

Von Anfang an haben sich die Brüder der Qua­li­tät ver­schrie­ben. Sie ern­te­ten die Oliven schon im Oktober statt im Novem­ber, weniger Menge, dafür eine groß­ar­ti­ge Qua­li­tät. Man habe sie deshalb für ver­rückt erklärt, erzählt Tedi. Heute ernten viele in Istrien im Oktober. Aus den 150 Bäumen sind 15.000 eigene gewor­den, ebenso viele sind gepach­tet. Dazu kam eine eigene Land­wirt­schaft, und mit den Bauern der Umge­bung eine Zusam­men­ar­beit nach dem Prinzip Futter gegen Produkt. So gibt es bei Chia­va­lon heute auch Fleisch, Käse und Mehl.

Beson­ders span­nend ist aber, wie die beiden ihr Haupt­ge­schäft ver­ste­hen: Öl in bester Qua­li­tät her­zu­stel­len, und es so zu zeigen, wie es das ver­dient. Dafür suchten sie früh eine Design­agen­tur. Das Angebot: 30.000 Euro. Damals eine unfass­ba­re Summe, und weil sie nicht liquide waren, wollten sie dafür einen Kredit auf­neh­men. Daran sieht man, wie ernst sie Design und Qua­li­tät nahmen. Die Agentur war von diesem Willen so beein­druckt, dass sie einen anderen Weg der Zusam­men­ar­beit fand. Daraus wurde eine Freund­schaft, die der Agentur zahl­rei­che Preise ein­brach­te und dem Öl ein Design, das seiner Qua­li­tät und seiner Idee ent­spricht. Die Agentur: Bruketa&Žinić aus Zagreb.

Ange­steckt von dieser Krea­ti­vi­tät haben die Chia­va­lons ihre ganze Wert­schöp­fungs­ket­te neu gedacht. Die Blätter der Oli­ven­bäu­me werden zu Tee. Oli­ven­ker­ne füllen Wärme- und Käl­te­kis­sen, so wie wir sie von Kirsch­ker­nen kennen. Ver­mah­le­ne Kerne werden zum Peeling. Und, genial: Die Ölfil­ter werden zu Anzün­dern für den Kamin zuge­schnit­ten. Der neueste Cue von Tedis Frau Ema­nue­la: Aus dem Press­ku­chen, der viele wert­vol­le Inhalt­stof­fe enthält, ent­stand gemein­sam mit einem Kos­me­tik­la­bor in Mailand in mehr­jäh­ri­ger Ent­wick­lung die eigene, exklu­si­ve Kos­me­tik­li­nie Olive Theory. Was übrig bleibt, wird kom­pos­tiert und kehrt als Dünger in den Oli­ven­hain zurück. Und die Chia­va­lons haben immer neue Ideen.

Ich bin mitten in der Ern­te­zeit gekom­men, wenn hier der größte Stress herrscht. Trotz­dem haben sich die Chia­va­lons richtig Zeit genom­men, waren der­ma­ßen herz­lich und freund­lich, dass ich ganz hin und weg war. Das frisch gepress­te Öl war natür­lich groß­ar­tig: grün, frisch, mit diesem leich­ten Kratzen im Hals, an dem man gutes Öl erkennt. Und auch hier durfte ich ein Fla­scherl mit­neh­men – und eine kleine Kos­me­tik­aus­wahl. Ver­mut­lich damit man mir die Stra­pa­zen der Reise nicht ansieht.

Gut zu wissen

  • Sorten: Chia­va­lon setzt auf die sieben auto­chtho­nen Sorten der Region Vodnjan, dar­un­ter Buža, Bjelica und Rosulja/Rožinjola.
  • Aus­zeich­nun­gen: Das Öl Ex Albis zählt laut Flos Olei zu den besten Oli­ven­ölen der Welt (Top 15), bei der New York Inter­na­tio­nal Olive Oil Com­pe­ti­ti­on gab es Gold in Serie (seit 2019), dazu „Hall of Fame Istria“.
  • Design: Die Ver­pa­ckun­gen von Bruketa&Žinić wurden unter anderem mit Pen­ta­wards-Bronze und Graphis-Gold aus­ge­zeich­net. Tedi Chia­va­lon nannte den Cropak-Preis aus­drück­lich auch die Feier einer lang­jäh­ri­gen Freund­schaft mit der Agentur.
  • Kreis­lauf: Blätter → Tee · Press­ku­chen → Kos­me­tik (Olive Theory) · Reste → Kompost und Dünger · Kerne → Wär­me­sa­ckerl und Peeling · Ölfil­ter → Kami­n­an­zün­der

Auf einen Blick

  • Chia­va­lon, Ölmühle und Ver­kos­tung: Salvela 50, 52215 Vodnjan
  • chiavalon.hr · visit@chiavalon.hr
  • Ver­kos­tun­gen in meh­re­ren For­ma­ten, vorab buchen.
  • Tipp: im Oktober kommen, wenn das frische Öl aus der Mühle läuft. Und Platz im Kof­fer­raum lassen.

STATION 12 · STEAK HOUSE RANCH FORTUNA, ROVINJ

Ranch Fortuna: Istri­sches Rind, sieben Stunden Geduld und eine Schatz­in­sel

Stanislav Briškoski zeigt ein Stück gereiftes Rind
Sta­nis­lav Briš­ko­ski (re) und sein Boš­ka­rin

Der letzte Abend gehört der Ranch Fortuna, kurz vor der Ein­fahrt nach Rovinj, hinter Glas­wän­den mit Blick auf Oli­ven­bäu­me, die Alt­stadt und den Glo­cken­turm der hei­li­gen Euphe­mia. Der Name erzählt die Fami­li­en­ge­schich­te: Sta­nis­lav Briš­koskis Vater Ljupče kaufte das Grund­stück Anfang der 1980er-Jahre und baute hier einen Pfer­de­hof auf. Die Pferde sind längst weg, die Ranch ist geblie­ben, und mit ihr ein Sohn, der heute eine sehr klare Vor­stel­lung von gutem Essen hat.

Sta­nis­lav Briš­ko­ski hat ein Ziel: gute Küche mit Pro­duk­ten aus der Region. In der Ranch Fortuna wird aus­schließ­lich istri­sches Rind ver­ar­bei­tet: Boš­ka­rin, das graue Rind mit den großen Hörnern. Im eigenen Dry Ager reift es so lange, wie er es für richtig hält.

Unge­wöhn­lich ist schon das Car­pac­cio. Es wird nicht gegen die Faser geschnit­ten, sondern mit ihr. Damit ist es nicht so extrem zart, wie man es kennt, dafür hat es eine Kon­sis­tenz, in der man die Aromen anders wahr­nimmt. Es ist mehr Fleisch, und zwar gutes Fleisch. Zeit nimmt man sich auch bei der Zube­rei­tung: Geschmort wird über sieben Stunden, und bei den Zutaten wird nicht gespart. Wie auch, alles gehört zusam­men. Das Steak auf meinem Foto sei übri­gens „für eine Person“. Es reicht für zwei.

Am meisten bleibt aber, wie Sta­nis­lav über seine Region spricht. Für ihn ist Istrien eine Schatz­in­sel. Überall sind Fami­li­en, die ihr Bestes geben, um Pro­duk­te von her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät her­zu­stel­len. Natür­lich Oli­ven­öl, jede Familie macht hier ihr eigenes. Aber auch Wein wie Mal­va­zi­ja und Teran, Gemüse, Schaf­kä­se, den luft­ge­trock­ne­ten istri­schen Pršut, wilden Spargel im Früh­jahr. Und dazu das Glück, dass der istri­sche Trüffel zu den besten der Welt gehört. Darum ver­dient jedes Produkt die ent­spre­chen­de Wert­schät­zung. Und genau diese Wert­schät­zung bringt Sta­nis­lav seinen Lie­fe­ran­ten und Part­nern ent­ge­gen, dafür setzt er sich ein.

Nach drei Tagen mit Igor und Višnja, Sergio, Gian­fran­co, Nona Mira, Tedi und Sandi kann man ihm nur recht geben. Istrien ist tat­säch­lich eine Schatz­in­sel. Man muss nur wissen, an welche Türen man klopft.

Gut zu wissen

  • Sta­nis­lav Briš­ko­ski kam als Baby aus Make­do­ni­en nach Rovinj, sein Vater grün­de­te hier in den 1980er-Jahren einen Pfer­de­hof. Heute ver­bin­det die Küche istri­sche Tra­di­ti­on mit make­do­ni­schen Spe­zia­li­tä­ten.
  • Sein Satz dazu, sinn­ge­mäß aus einem Inter­view: Luxus müsse nicht immer irgend­wo draußen sein, er könne auch hier in Rovinj sein, in kleinen, warmen Fami­li­en­be­trie­ben.
  • Der Boš­ka­rin, das graue istri­sche Rind mit den großen Hörnern, war fast aus­ge­stor­ben und gilt heute als Deli­ka­tes­se.

Auf einen Blick

  • Steak House Ranch Fortuna, Rato di Ren 3, 52210 Rovinj
  • Tel. +385 52 208 644 · Insta­gram @ranch_fortuna
  • Täglich ab Mittag geöff­net, Ruhetag Montag
  • Tipp: das Car­pac­cio pro­bie­ren, das gegen alle Regeln geschnit­ten wird. Und das Steak „für eine Person“ zu zweit bestel­len.

Alle Adres­sen auf einen Blick

Route: Novi­grad – Buzet – Momjan – Rovinj – Vodnjan. Drei volle Tage plus An- und Abreise. Auto fürs Hin­ter­land; zu Wein­ver­kos­tun­gen Fahrer oder Trans­fer ein­pla­nen. Restau­rants und Ver­kos­tun­gen vorab reser­vie­ren.

Über­nach­ten

Essen

  • Konoba Čok · Sv. Antona 2, 52466 Novi­grad · Tel. +385 52 757 643 · 12–15 und 18–23 Uhr, Mitt­woch Ruhetag
  • Konoba Stari Podrum · Most 52, 52462 Momjan · Tel. +385 52 779 152 · 12–22 Uhr, Mitt­woch Ruhetag · Tisch reser­vie­ren
  • Tekka by Lone · im Hotel Lone, Rovinj
  • Steak House Ranch Fortuna · Rato di Ren 3, 52210 Rovinj (an der Straße Rovinj–Bale) · Tel. +385 52 208 644 · 12–23 Uhr, Montag Ruhetag

Ver­kos­ten & mit­neh­men

Text: Sandro Ceroni · Fotos: JUST

Weitere Beiträge
Frau am Laptop mit Symbolen für KI, Recycling und Energie – digitale Transformation für KMU

Wie KI kleinen Firmen helfen kann

Weniger Emis­sio­nen, eine bessere Nutzung der Res­sour­cen: Wie Klein- und Mit­tel­be­trie­be das mit­hil­fe digi­ta­ler Tech­no­lo­gien schaf­fen können, zeigt der Digital Inno­va­ti­on Hub (DIH) Süd mit seinen Koope­ra­ti­ons­part­nern auf.

Story lesen
Musikabende

Haydn, Auer­bach & Brahms im Con­gress Graz

Ein außer­ge­wöhn­li­cher Kam­mer­mu­sik­abend wird am Mitt­woch, 2. Dezem­ber 2026 im Con­gress Graz erwar­tet. Die musik­aben­de­GRAZ prä­sen­tie­ren ein facet­ten­rei­ches Kon­zert­pro­gramm mit Werken von Joseph Haydn, Lera Auer­bach und Johan­nes Brahms.

Story lesen