JUST-Redaktion|

Mon­tan­uni­ver­si­tät Leoben treibt Europas Unab­hän­gig­keit bei Sel­te­nen Erden voran

Die Montanuniversität Leoben spielt eine zentrale Rolle in einem strategisch bedeutenden europäischen Rohstoffprojekt. Gemeinsam mit Rare Earths Norway (REN) arbeitet die Universität an der Weiterentwicklung der größten bekannten Lagerstätte für Seltene Erden in Europa.

Dieses Vor­ha­ben gewinnt ange­sichts stei­gen­der Nach­fra­ge nach kri­ti­schen Roh­stof­fen zuneh­mend an Bedeu­tung für die indus­tri­el­le Zukunft Europas.

Massive Auf­wer­tung der Lager­stät­te in Nor­we­gen

Das nor­we­gi­sche Unter­neh­men REN hat eine aktua­li­sier­te Mine­ral­res­sour­cen­schät­zung für den Fen Car­bo­na­ti­te Complex in Tele­mark vor­ge­legt. Die Ergeb­nis­se sind bemer­kens­wert: Der Gesamt­ge­halt an Sel­ten­er­d­oxi­den (TREO) stieg von 8,8 Mil­lio­nen Tonnen im Jahr 2024 auf 15,9 Mil­lio­nen Tonnen im Jahr 2026. Das ent­spricht einer Auf­wer­tung der Lager­stät­te um rund 80 Prozent inner­halb kurzer Zeit.

Diese Ent­wick­lung hat weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen für Europa. Seltene Erden sind essen­zi­ell für Schlüs­sel­tech­no­lo­gien wie Elek­tro­mo­bi­li­tät, erneu­er­ba­re Ener­gien und moderne Ver­tei­di­gungs­sys­te­me. Eine stär­ke­re Eigen­ver­sor­gung redu­ziert die Abhän­gig­keit von Impor­ten und erhöht die stra­te­gi­sche Auto­no­mie der Euro­päi­schen Union.

Inno­va­ti­ve Berg­bau­tech­no­lo­gie aus Leoben

Raise-Mining als nach­hal­ti­ge Lösung

Im Zentrum des Pro­jekts steht das soge­nann­te Raise-Mining-Abbau­ver­fah­ren, das maß­geb­lich von For­schen­den der Mon­tan­uni­ver­si­tät Leoben mit­ent­wi­ckelt wurde. Dieses inno­va­ti­ve Ver­fah­ren ermög­licht einen voll­stän­dig unter­tä­gi­gen Abbau, wodurch Ein­grif­fe in die Land­schaft mini­miert werden.

Das Konzept der „unsicht­ba­ren Mine“ steht dabei für einen beson­ders umwelt­scho­nen­den Ansatz. Im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Metho­den ist Raise Mining kos­ten­ef­fi­zi­en­ter und redu­ziert gleich­zei­tig den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck des Berg­baus erheb­lich.

Ver­bin­dung von For­schung und Indus­trie

Die Koope­ra­ti­on zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft bringt klare Vor­tei­le. Neueste For­schungs­er­geb­nis­se fließen direkt in die indus­tri­el­le Anwen­dung ein, während gleich­zei­tig pra­xis­na­he Aus­bil­dungs- und Inno­va­ti­ons­mög­lich­kei­ten für zukünf­ti­ge Fach­kräf­te ent­ste­hen.

Stra­te­gi­scher Mei­len­stein für Europa

Das lang­fris­ti­ge Ziel des Pro­jekts ist der Aufbau einer nach­hal­ti­gen euro­päi­schen Wert­schöp­fungs­ket­te für Seltene Erden. Damit leistet das Vor­ha­ben einen wich­ti­gen Beitrag zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit und zur tech­no­lo­gi­schen Wett­be­werbs­fä­hig­keit Europas.

Die Part­ner­schaft zwi­schen der Mon­tan­uni­ver­si­tät Leoben und Rare Earths Norway unter­streicht die Bedeu­tung inter­na­tio­na­ler Zusam­men­ar­beit. Gleich­zei­tig stärkt sie die Posi­ti­on der Uni­ver­si­tät als füh­ren­der Akteur im Bereich inno­va­ti­ver und nach­hal­ti­ger Berg­bau­lö­sun­gen.

Die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen rund um die Fen-Lager­stät­te zeigen deut­lich, wie ent­schei­dend For­schung und Inno­va­ti­on für die Zukunft der Roh­stoff­ver­sor­gung sind. Mit ihrem Know-how trägt die Mon­tan­uni­ver­si­tät Leoben aktiv dazu bei, Europas Unab­hän­gig­keit bei kri­ti­schen Roh­stof­fen zu sichern und nach­hal­ti­ge Lösun­gen für kom­men­de Gene­ra­tio­nen zu ent­wi­ckeln.

https://www.unileoben.ac.at/

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