JUST-Redaktion|

Exper­ten­brunch bei der Schoel­ler­bank Graz

Die Schoellerbank Graz lud am Mittwoch, dem 10. Juni 2026, Kund und Partner zu einem Expertenbrunch in das Restaurant „nullneun“ ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten sowie die Frage, welche Lehren Anleger aus vergangenen Krisen für ihre heutigen Investmententscheidungen ziehen können.

Ange­sichts geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen, wirt­schaft­li­cher Unsi­cher­hei­ten und einer zuneh­mend kom­ple­xen Nach­rich­ten­la­ge suchen viele Anleger nach Ori­en­tie­rung. Unter dem Titel „Die Börsen im Sog der Geo­po­li­tik – welche Lehren aus ver­gan­ge­nen Krisen können Anleger heute helfen?“ beleuch­te­ten die Schoel­ler­bank Exper­ten Jakob Frau­en­schuh, Leiter des Akti­en­teams, und Thomas Kößler, Leiter des Anlei­hen- und Wäh­rungs­teams, die aktu­el­le Markt­si­tua­ti­on aus his­to­ri­scher und stra­te­gi­scher Per­spek­ti­ve.

Martin Klauzer, Vor­stands­mit­glied der Schoel­ler­bank, sowie Philipp Boruta, Direk­tor des Stand­orts Graz, eröff­ne­ten die Ver­an­stal­tung und begrüß­ten die rund 50 Gäste herz­lich.

His­to­ri­sche Krisen als Ori­en­tie­rung für Anleger

Die zen­tra­le Erkennt­nis des Vor­trags lautete: Geo­po­li­ti­sche Krisen führen zwar regel­mä­ßig zu kurz­fris­ti­gen Ver­wer­fun­gen an den Börsen, beein­flus­sen die lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung der Kapi­tal­märk­te jedoch meist deut­lich weniger als oft ange­nom­men. Ent­schei­dend bleiben die wirt­schaft­li­chen Fun­da­men­tal­da­ten, ins­be­son­de­re die Ertrags­kraft der Unter­neh­men und die Stärke der jewei­li­gen Volks­wirt­schaf­ten.

Unter­neh­mens­ge­win­ne und KI-Inves­ti­tio­nen treiben das globale Wachs­tum

Aktuell wird die Welt­wirt­schaft ins­be­son­de­re durch die starke Gewinn­ent­wick­lung inter­na­tio­na­ler Unter­neh­men gestützt. Eine wich­ti­ge Rolle spielen dabei die großen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, die massiv in den Ausbau von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) und ent­spre­chen­der Infra­struk­tur inves­tie­ren.

USA bleiben wich­ti­ger Wachs­tums­mo­tor der Welt­wirt­schaft

Nach Ein­schät­zung der Schoel­ler­bank Exper­ten prä­sen­tie­ren sich die USA wei­ter­hin als zen­tra­le Trieb­kraft einer ins­ge­samt robus­ten Welt­wirt­schaft. Die posi­ti­ve Gewinn­ent­wick­lung der Unter­neh­men sowie die Inno­va­ti­ons­kraft des Tech­no­lo­gie­sek­tors schaf­fen eine solide Basis für wei­te­res Wirt­schafts­wachs­tum und sorgen für Zuver­sicht an den Kapi­tal­märk­ten.

Diver­si­fi­ka­ti­on als Schlüs­sel zur Kri­sen­be­wäl­ti­gung

Trotz der posi­ti­ven wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen bleiben geo­po­li­ti­sche Risiken bestehen. Beson­ders die Kon­flik­te im Nahen Osten stellen nach Ansicht von Jakob Frau­en­schuh ein poten­zi­el­les sys­te­mi­sches Risiko dar.

„Die Gefahr einer neuen Infla­ti­ons­wel­le besteht wei­ter­hin. Ein solches Sze­na­rio würde nicht nur den pri­va­ten Konsum belas­ten, sondern auch die Bewer­tun­gen am Akti­en­markt unter Druck bringen“, erklär­te Frau­en­schuh.

Schwel­len­län­der gewin­nen für Anleger an Bedeu­tung

Um geo­po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Unsi­cher­hei­ten erfolg­reich zu begeg­nen, emp­feh­len die Exper­ten eine globale und breit diver­si­fi­zier­te Ver­mö­gens­al­lo­ka­ti­on. Beson­ders Schwel­len­län­der rücken dabei zuneh­mend in den Fokus, da sie attrak­ti­ve Wachs­tums­chan­cen mit ver­gleichs­wei­se mode­ra­ten Bewer­tun­gen ver­bin­den.

Anlei­hen bleiben wich­ti­ger Bestand­teil einer aus­ge­wo­ge­nen Ver­mö­gens­stra­te­gie

Auch im Anlei­hen­be­reich gewinnt Diver­si­fi­ka­ti­on zuneh­mend an Bedeu­tung. Durch die gestie­ge­ne Kor­re­la­ti­on zwi­schen euro­päi­schen Anlei­hen und Aktien ver­lie­ren klas­si­sche EUR-Ren­ten­pa­pie­re bei Infla­ti­ons­schocks teil­wei­se ihre tra­di­tio­nel­le Schutz­funk­ti­on im Port­fo­lio.

Fremd­wäh­rungs­an­lei­hen stärken die Sta­bi­li­tät im Port­fo­lio

Thomas Kößler betonte die Vor­tei­le inter­na­tio­na­ler Anlei­hen­in­vest­ments: „Zur Sta­bi­li­sie­rung in glo­ba­len Kri­sen­zei­ten bieten Fremd­wäh­rungs­an­lei­hen aus hoch indus­tria­li­sier­ten Wirt­schafts­räu­men einen nach­weis­lich starken Diver­si­fi­ka­ti­ons­ef­fekt und ver­rin­gern die Abhän­gig­keit vom euro­päi­schen Zins­um­feld.“

Lang­fris­ti­ges Denken zahlt sich aus

Die Exper­ten der Schoel­ler­bank ziehen ein klares Fazit: Lang­fris­ti­ge Anla­ge­stra­te­gien, eine kon­se­quen­te Diver­si­fi­ka­ti­on sowie eine stra­te­gi­sche Ver­mö­gens­al­lo­ka­ti­on bleiben die wirk­sams­ten Instru­men­te zur Bewäl­ti­gung geo­po­li­ti­scher Unsi­cher­hei­ten.

Unter­neh­mens­ge­win­ne und wirt­schaft­li­ches Wachs­tum setzen sich lang­fris­tig in der Regel gegen geo­po­li­ti­sche Risiken durch. Anleger sollten daher auch in vola­ti­len Markt­pha­sen an ihrer Stra­te­gie fest­hal­ten und Markt­kor­rek­tu­ren gezielt für selek­ti­ve Zukäufe nutzen.

Im Anschluss an die Prä­sen­ta­ti­on nutzten die Gäste die Gele­gen­heit, Fragen zu stellen und sich mit den Expert der Schoel­ler­bank per­sön­lich aus­zu­tau­schen. Der Exper­ten­brunch bot dafür den pas­sen­den Rahmen in ent­spann­ter Atmo­sphä­re und för­der­te den direk­ten Dialog rund um aktu­el­le Ent­wick­lun­gen an den Finanz­märk­ten.

Weitere Beiträge