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Som­mer­fest der IV-Stei­er­mark: Zukunft pro­du­zie­ren

Beim Sommerfest der Industriellenvereinigung Steiermark stand eine zentrale Botschaft im Mittelpunkt: Zukunft entsteht nicht von selbst – Zukunft wird produziert. Dafür braucht es leistungsfähige Unternehmen, verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine Gesellschaft, die Innovation, Leistung und Unternehmertum wertschätzt.
v.l. Vizepräsident Alfred Marchler, Vizepräsident Franz Mayr-Melnhof-Saurau, Präsident Kurt Maier, Vizepräsident Markus Ritter. Credit: Kanizaj, Luef
v.l. Geschäftsführer Christoph Robinson, stv. Geschäftsführerin Nina Zechner. Credit: Kanizaj, Luef

Aus dem Plä­doy­er des IV-Stei­er­mark Prä­si­den­ten Kurt Maier geht fol­gen­des hervor:

Die Indus­trie ist weit mehr als ein Wirt­schafts­zweig. Sie schafft Inno­va­tio­nen, ent­wi­ckelt neue Tech­no­lo­gien und sichert Wohl­stand weit über die Werks­to­re hinaus. Mit ihren Inves­ti­tio­nen, Expor­ten und hoch­qua­li­fi­zier­ten Arbeits­plät­zen leistet sie einen ent­schei­den­den Beitrag zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit Öster­reichs und ins­be­son­de­re der Stei­er­mark.

Inno­va­ti­on, Wert­schöp­fung und Arbeits­plät­ze

Indus­trie­un­ter­neh­men pro­du­zie­ren Zukunft durch:

  • inno­va­ti­ve Pro­duk­te und Tech­no­lo­gien für inter­na­tio­na­le Märkte,
  • regio­na­le Wert­schöp­fung und nach­hal­ti­gen Wohl­stand,
  • hoch­wer­ti­ge Aus­bil­dungs- und Arbeits­plät­ze,
  • soziale Sicher­heit und gesell­schaft­li­che Sta­bi­li­tät.

Diese Leis­tun­gen sind jedoch keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Sie setzen wirt­schaft­li­che Wett­be­werbs­fä­hig­keit und unter­neh­me­ri­sche Frei­heit voraus.

Der Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich steht unter Druck

Stei­gen­de Ener­gie­prei­se, hohe Lohn­kos­ten und zuneh­men­de Regu­lie­rung belas­ten die Indus­trie seit Jahren. Gleich­zei­tig ver­schlech­tert sich die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit Öster­reichs. Sin­ken­de Export­zah­len und schwa­che Wachs­tums­pro­gno­sen zeigen deut­lich, dass neben glo­ba­len Krisen auch haus­ge­mach­te Stand­ort­pro­ble­me bestehen.

Wett­be­werbs­fä­hig­keit braucht Refor­men

Damit Öster­reich und die Stei­er­mark als Indus­trie­stand­ort attrak­tiv bleiben, sind umfas­sen­de Refor­men not­wen­dig:

  • weniger Büro­kra­tie,
  • schnel­le­re Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren,
  • wett­be­werbs­fä­hi­ge Ener­gie­prei­se,
  • geziel­te Ent­las­tung von Unter­neh­men,
  • kon­se­quen­te Umset­zung der Indus­trie­stra­te­gie.

Nur mit ver­läss­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen können Unter­neh­men lang­fris­tig inves­tie­ren und Arbeits­plät­ze sichern.

Europa braucht eine starke Indus­trie­po­li­tik

Die euro­päi­sche Indus­trie steht im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb mit den USA und Asien. Deshalb braucht Europa eine Indus­trie­po­li­tik, die Inno­va­ti­on fördert statt behin­dert.

Weniger Büro­kra­tie, mehr Frei­han­del

Eine zukunfts­ori­en­tier­te Wirt­schafts­po­li­tik setzt auf:

  • neue Frei­han­dels­ab­kom­men,
  • faire inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­be­din­gun­gen,
  • tech­no­lo­gi­sche Offen­heit,
  • weniger über­bor­den­de Regu­lie­rung.

Unter­neh­men benö­ti­gen Pla­nungs­si­cher­heit statt zusätz­li­cher Berichts­pflich­ten und kom­ple­xer Ver­wal­tungs­pro­zes­se.

Bildung, Digi­ta­li­sie­rung und Inno­va­ti­on als Erfolgs­fak­to­ren

Die Zukunft des Indus­trie­stand­orts ent­schei­det sich nicht allein in den Betrie­ben, sondern auch im Bil­dungs­we­sen und in der öffent­li­chen Ver­wal­tung.

Fach­kräf­te für die Indus­trie von morgen

Ein moder­nes Bil­dungs­sys­tem ver­mit­telt neben Fach­wis­sen auch Leis­tungs­be­reit­schaft, Eigen­ver­ant­wor­tung und Zukunfts­kom­pe­ten­zen. Gleich­zei­tig müssen Kinder und Jugend­li­che früh­zei­tig für Natur­wis­sen­schaf­ten, Technik und MINT-Berufe begeis­tert werden.

Ebenso wichtig sind digi­ta­le Ver­wal­tungs­pro­zes­se. Schnel­le­re und digi­ta­le Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren können Inves­ti­tio­nen beschleu­ni­gen und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts nach­hal­tig ver­bes­sern.

Die Stei­er­mark als Inno­va­ti­ons­stand­ort stärken

Die Stei­er­mark zählt zu den bedeu­tends­ten Indus­trie­re­gio­nen Europas. Damit dies auch künftig so bleibt, müssen Politik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Sozi­al­part­ner eng zusam­men­ar­bei­ten.

Graz als Inno­va­ti­ons­haupt­stadt posi­tio­nie­ren

Gerade Graz verfügt über enormes Poten­zi­al als Forschungs‑, Tech­no­lo­gie- und Indus­trie­stand­ort. Tau­sen­de Arbeits­plät­ze hängen direkt oder indi­rekt von der Indus­trie ab. Um dieses Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen, braucht es wirt­schafts­freund­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, Inves­ti­tio­nen in Inno­va­ti­on sowie eine kon­se­quen­te Stand­ort­po­li­tik.

Zukunft braucht die rich­ti­gen Werte

Neben wirt­schaft­li­chen Refor­men ent­schei­det auch die gesell­schaft­li­che Haltung über den Erfolg eines Indus­trie­stand­orts.

Leis­tung, Unter­neh­mer­tum und Ver­ant­wor­tung stärken

Eine erfolg­rei­che Volks­wirt­schaft basiert auf Werten wie:

  • Leis­tungs­be­reit­schaft,
  • Inno­va­ti­ons­freu­de,
  • Eigen­ver­ant­wor­tung,
  • Offen­heit gegen­über neuen Tech­no­lo­gien,
  • Ver­trau­en in Unter­neh­mer­tum und Markt­wirt­schaft.

Nur wenn diese Werte gelebt werden, können Unter­neh­men inves­tie­ren, Inno­va­tio­nen ent­wi­ckeln und lang­fris­tig Wohl­stand schaf­fen.

Zukunft ent­steht durch gemein­sa­mes Handeln

Die Zukunft des Indus­trie­stand­orts Öster­reich und der Stei­er­mark ist gestalt­bar. Dafür braucht es den Schul­ter­schluss von Politik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Gesell­schaft. Wett­be­werbs­fä­hi­ge Rah­men­be­din­gun­gen, weniger Büro­kra­tie, moderne Bildung und eine Kultur der Inno­va­ti­on bilden das Fun­da­ment für nach­hal­ti­gen Erfolg.

Die zen­tra­le Bot­schaft bleibt: Zukunft kommt nicht vom Zuschau­en. Zukunft ent­steht durch Inno­va­ti­on, Inves­ti­tio­nen, Leis­tung und den gemein­sa­men Mut, Ver­än­de­run­gen aktiv zu gestal­ten. Nur so kann die Indus­trie auch künftig Wohl­stand, Arbeits­plät­ze und Fort­schritt für kom­men­de Gene­ra­tio­nen pro­du­zie­ren.

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