Aus dem Plädoyer des IV-Steiermark Präsidenten Kurt Maier geht folgendes hervor:
Die Industrie ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie schafft Innovationen, entwickelt neue Technologien und sichert Wohlstand weit über die Werkstore hinaus. Mit ihren Investitionen, Exporten und hochqualifizierten Arbeitsplätzen leistet sie einen entscheidenden Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und insbesondere der Steiermark.
Innovation, Wertschöpfung und Arbeitsplätze
Industrieunternehmen produzieren Zukunft durch:
- innovative Produkte und Technologien für internationale Märkte,
- regionale Wertschöpfung und nachhaltigen Wohlstand,
- hochwertige Ausbildungs- und Arbeitsplätze,
- soziale Sicherheit und gesellschaftliche Stabilität.
Diese Leistungen sind jedoch keine Selbstverständlichkeit. Sie setzen wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerische Freiheit voraus.
Der Wirtschaftsstandort Österreich steht unter Druck
Steigende Energiepreise, hohe Lohnkosten und zunehmende Regulierung belasten die Industrie seit Jahren. Gleichzeitig verschlechtert sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Sinkende Exportzahlen und schwache Wachstumsprognosen zeigen deutlich, dass neben globalen Krisen auch hausgemachte Standortprobleme bestehen.
Wettbewerbsfähigkeit braucht Reformen
Damit Österreich und die Steiermark als Industriestandort attraktiv bleiben, sind umfassende Reformen notwendig:
- weniger Bürokratie,
- schnellere Genehmigungsverfahren,
- wettbewerbsfähige Energiepreise,
- gezielte Entlastung von Unternehmen,
- konsequente Umsetzung der Industriestrategie.
Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen können Unternehmen langfristig investieren und Arbeitsplätze sichern.
Europa braucht eine starke Industriepolitik
Die europäische Industrie steht im internationalen Wettbewerb mit den USA und Asien. Deshalb braucht Europa eine Industriepolitik, die Innovation fördert statt behindert.
Weniger Bürokratie, mehr Freihandel
Eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik setzt auf:
- neue Freihandelsabkommen,
- faire internationale Wettbewerbsbedingungen,
- technologische Offenheit,
- weniger überbordende Regulierung.
Unternehmen benötigen Planungssicherheit statt zusätzlicher Berichtspflichten und komplexer Verwaltungsprozesse.
Bildung, Digitalisierung und Innovation als Erfolgsfaktoren
Die Zukunft des Industriestandorts entscheidet sich nicht allein in den Betrieben, sondern auch im Bildungswesen und in der öffentlichen Verwaltung.
Fachkräfte für die Industrie von morgen
Ein modernes Bildungssystem vermittelt neben Fachwissen auch Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung und Zukunftskompetenzen. Gleichzeitig müssen Kinder und Jugendliche frühzeitig für Naturwissenschaften, Technik und MINT-Berufe begeistert werden.
Ebenso wichtig sind digitale Verwaltungsprozesse. Schnellere und digitale Genehmigungsverfahren können Investitionen beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig verbessern.
Die Steiermark als Innovationsstandort stärken
Die Steiermark zählt zu den bedeutendsten Industrieregionen Europas. Damit dies auch künftig so bleibt, müssen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sozialpartner eng zusammenarbeiten.
Graz als Innovationshauptstadt positionieren
Gerade Graz verfügt über enormes Potenzial als Forschungs‑, Technologie- und Industriestandort. Tausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Industrie ab. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, braucht es wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, Investitionen in Innovation sowie eine konsequente Standortpolitik.
Zukunft braucht die richtigen Werte
Neben wirtschaftlichen Reformen entscheidet auch die gesellschaftliche Haltung über den Erfolg eines Industriestandorts.
Leistung, Unternehmertum und Verantwortung stärken
Eine erfolgreiche Volkswirtschaft basiert auf Werten wie:
- Leistungsbereitschaft,
- Innovationsfreude,
- Eigenverantwortung,
- Offenheit gegenüber neuen Technologien,
- Vertrauen in Unternehmertum und Marktwirtschaft.
Nur wenn diese Werte gelebt werden, können Unternehmen investieren, Innovationen entwickeln und langfristig Wohlstand schaffen.
Zukunft entsteht durch gemeinsames Handeln
Die Zukunft des Industriestandorts Österreich und der Steiermark ist gestaltbar. Dafür braucht es den Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, moderne Bildung und eine Kultur der Innovation bilden das Fundament für nachhaltigen Erfolg.
Die zentrale Botschaft bleibt: Zukunft kommt nicht vom Zuschauen. Zukunft entsteht durch Innovation, Investitionen, Leistung und den gemeinsamen Mut, Veränderungen aktiv zu gestalten. Nur so kann die Industrie auch künftig Wohlstand, Arbeitsplätze und Fortschritt für kommende Generationen produzieren.






