JUST-Redaktion|

For­schungs­team stellt syn­the­ti­sches Erdgas her

Das COMET K1-Zentrum BEST forscht derzeit zusammen mit der ÖVGW und der TU Wien im Rahmen des Projekts BIG-GreenGas an einem Verfahren zur Herstellung von synthetischem Erdgas (SNG).
Fotocredit: BEST, Wolfgang Bledl

ZIEL DES PRO­JEK­TES ist es, aus bio­ge­nen Rest­stof­fen lan­des­weit grünes Gas her­zu­stel­len. Der For­schungs­schwer­punkt liegt auf den ver­fah­rens­tech­ni­schen Pro­zes­sen, die diese Umwand­lung ermög­li­chen.

Erste Erfolge wurden mit der Her­stel­lung eines Syn­the­se­ga­ses aus Rinde in der Syngas Plat­form Vienna ver­zeich­net. Die erreich­te Aus­beu­te war ver­gleich­bar mit jener von Refe­renz­ver­su­chen mit Hack­schnit­zeln. Mit einigen Opti­mie­run­gen – diese wurden mit­hil­fe von Simu­la­tio­nen bestimmt – kann der Kalt­gas­wir­kungs­grad der Syngas-Anlage, das Kern­stück der Syngas Plat­form Vienna, auf über 68 Prozent erhöht werden. Und das ganz ohne die Nutzung von fos­si­len Zusatz­brenn­stof­fen.

Die ÖVGW hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erd­gas­netz bis 2040 kom­plett auf kli­ma­neu­tra­le Gase umzu­stel­len. Berech­nun­gen zeigen, dass nach heu­ti­gen Annah­men zirka 15 Prozent des öster­rei­chi­schen Gas­be­darfs 2040 mit dem Ver­fah­ren aus bio­ge­nen Rest­stof­fen gedeckt werden können. Das tech­ni­sche Poten­zi­al für in Öster­reich pro­du­zier­ten grüne Gase liegt sogar bei 50 Prozent.

Pro­jekt­lei­te­rin Katha­ri­na Fürsatz betont die Signi­fi­kanz ihrer For­schung: „Das Projekt ist ein wich­ti­ger Schritt in Rich­tung einer grünen Bio­öko­no­mie. Die Erzeu­gung von syn­the­ti­schem Erdgas ist beson­ders attrak­tiv, da sich dieses che­misch nicht von fos­si­lem
Erdgas unter­schei­den lässt.“

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