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Exo­ske­let­te im Einsatz – Studie der TU Graz zeigt, bei welchen Arbei­ten sie wirk­lich helfen

Eine neue Studie der TU Graz unter­sucht, wie Exo­ske­let­te die kör­per­li­che Belas­tung bei ver­schie­de­nen Arbei­ten ver­rin­gern können. Beson­ders bei stan­dar­di­sier­ten Tätig­kei­ten bieten sie eine spür­ba­re Ent­las­tung, doch nicht alle Arbeits­pro­zes­se pro­fi­tie­ren davon glei­cher­ma­ßen.

Exo­ske­let­te als Unter­stüt­zung für kör­per­lich anstren­gen­de Arbei­ten

Die Unter­su­chung der TU Graz im Rahmen des Pro­jekts Exo­FitS­ty­ria zeigte, dass Exo­ske­let­te bei bestimm­ten Tätig­kei­ten helfen können, die Mus­kel­be­las­tung zu redu­zie­ren. Geför­dert durch die Arbei­ter­kam­mer Stei­er­mark, testete das For­schungs­team passive Exo­ske­let­te in elf stei­ri­schen Klein- und Mit­tel­be­trie­ben. Diese Exo­ske­let­te sind mit Federn und Dämp­fern aus­ge­stat­tet, um die Belas­tung des Körpers zu mini­mie­ren.

Wo Exo­ske­let­te am meisten Ent­las­tung bieten:

Laut der Studie pro­fi­tie­ren beson­ders stan­dar­di­sier­te Arbei­ten von der Unter­stüt­zung durch Exo­ske­let­te. Maler­ar­bei­ten über Kopf und Metall­ver­ar­bei­tun­gen zeigten die besten Ergeb­nis­se in Bezug auf die Ver­rin­ge­rung der Arbeits­last. Die elek­tri­sche Mus­kel­ak­ti­vi­tät wurde mittels Elek­tro­m­yo­gra­phie (EMG) gemes­sen, und die sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung der Proband*innen bestä­tig­te die posi­ti­ven Effekte.

Grenzen der Exo­ske­let­te – Nicht jede Tätig­keit wird erleich­tert

Trotz der Vor­tei­le bei stan­dar­di­sier­ten Arbeits­ab­läu­fen zeigte die Studie auch, dass Exo­ske­let­te bei fle­xi­ble­ren Tätig­kei­ten wie Lager­ar­bei­ten mit großen Bewe­gungs­ra­di­en oder Pul­ver­be­schich­tun­gen von großen Flächen weniger effek­tiv sind. Hier behin­der­ten die Exo­ske­let­te die Bewe­gungs­frei­heit und stell­ten mehr ein Hin­der­nis dar.

ExoLab – Unter­neh­men können Exo­ske­let­te testen

Das ExoLab der TU Graz bietet Unter­neh­men die Mög­lich­keit, Exo­ske­let­te selbst zu testen und zu eva­lu­ie­ren, wie diese in ihre Arbeits­pro­zes­se inte­griert werden können. Mat­thi­as Wolf vom Insti­tut für Inno­va­ti­on und Indus­trie Manage­ment betont die Bedeu­tung von Exo­ske­let­ten in bestimm­ten Berei­chen, vor allem im Hin­blick auf den Fach­kräf­te­man­gel und den demo­gra­fi­schen Wandel.

Fazit: Exo­ske­let­te haben Poten­zi­al, aber nicht bei jeder Arbeit

Exo­ske­let­te können die Gesund­heit und Leis­tungs­fä­hig­keit von Mit­ar­bei­ten­den fördern, beson­ders bei kör­per­lich belas­ten­den und gleich­för­mi­gen Tätig­kei­ten. Unter­neh­men sollten jedoch genau prüfen, ob diese Tech­no­lo­gie zu ihren spe­zi­fi­schen Arbeits­an­for­de­run­gen passt.

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