Heike Götz|

Son Bun­yo­las erster Wein ist da

Zwischen den schroffen Gipfeln der Serra de Tramuntana und dem tiefblauen Mittelmeer liegt das Anwesen Son Bunyola, durch dessen Trockensteinterrassen die salzige Meeresluft weht und auf dessen an Kalk und Buntsandstein reichen Böden an mehr als 300 Sonnentagen im Jahr die Sonne scheint.
Credit: Son Bunyola Hotel
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Genau hier hat eine Reb­sor­te antiken grie­chi­schen Ursprungs ihren Weg zurück in die Hände erfah­re­ner Winzer gefun­den: Mal­va­sía.

Die Rück­kehr des Wein­an­baus auf Son Bunyola

Bereits im 19. Jahr­hun­dert war Serra de Tra­m­un­ta­na für ihren Weinbau bekannt und Son Bunyola wich­ti­ger Wein­pro­du­zent. Nachdem die Wein­ber­ge rund um die Finca seit 1891 brach­la­gen, wurde die für die Küs­ten­re­gi­on typi­sche Mal­va­sía-Traube nun erfolg­reich wie­der­be­lebt. Geschmack­lich spie­gelt die cha­rak­ter­vol­le Weiß­wein­sor­te den Geschmack Mal­lor­cas wider – mine­ra­lisch, leben­dig und mit einer feinen salinen Note. Die Wie­der­auf­nah­me des Wein­baus stellt einen bedeu­ten­den Mei­len­stein und eine Remi­nis­zenz an die land­wirt­schaft­li­chen Tra­di­tio­nen des Anwe­sens dar und knüpft an die his­to­ri­sche Bedeu­tung der Region als Wein­pro­du­zent an.

Auf den Spuren der Mal­va­sía Traube

Auf Son Bunyola wird die Geschich­te des Weins für Gäste erleb­bar. Gemein­sam mit einem Som­me­lier des Hauses können Gäste die Wein­ber­ge des Anwe­sens touren und erhal­ten Ein­bli­cke in die his­to­ri­schen Ter­ras­sen­la­gen, die Beson­der­hei­ten des Ter­ro­irs und die Wie­der­be­le­bung der Mal­va­sía-Rebe in der Tra­m­un­ta­na Region. Zum Abschluss werden der erste Jahr­gang des haus­ei­ge­nen Weins sowie weitere lokale Weine ver­kos­tet – ein Moment, in dem sich kuli­na­ri­scher Genuss, die beson­de­re Kulisse und reiche Wein­ge­schich­te des Anwe­sens ver­bin­den.

Pedro Balda: Ein Winzer mit inter­na­tio­na­ler Exper­ti­se

Im Zentrum des Pro­jekts steht der spa­ni­sche Winzer Pedro Balda, dessen beruf­li­cher Weg ihn in einige der renom­mier­tes­ten Wein­re­gio­nen der Welt führte. Im nord­ka­li­for­ni­schen Russian River Valley arbei­te­te er mit den von den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen des Pazi­fiks beein­fluss­ten Reb­sor­ten Pinot Noir und Char­don­nay und im chi­le­ni­schen Colchagua Valley mit inter­na­tio­na­len Rot­wein­reb­sor­ten. In Aus­tra­li­en beschäf­tig­te er sich gemein­sam mit Stephen und Prue Henschke mit einigen der bedeu­tends­ten Syrah-Weine des Landes und ent­wi­ckel­te dort auch sein Inter­es­se an bio­dy­na­mi­schem Weinbau und natur­na­hen Vini­fi­ka­ti­ons­me­tho­den. Die Ver­bin­dung des gebür­ti­gen Rio­ja­ners zu Mal­lor­ca ent­stand zunächst im Zuge seiner Dok­tor­ar­beit. „Ich kam für zwei Jahre an die Uni­ver­si­tät der Balea­ren, um seltene Reb­sor­ten der Insel zu erfor­schen. Dort begann ich zunächst aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht, später als Winzer im Norden der Insel den mal­lor­qui­ni­schen Wein und die ein­zig­ar­ti­gen Eigen­schaf­ten der Insel ken­nen­zu­ler­nen“, erklärt Pedro Balda.

Wein­tra­di­ti­on über sechs Gene­ra­tio­nen

Die Lei­den­schaft für den Wein beglei­tet Pedro Balda bereits seit seiner Kind­heit. Keine große Über­ra­schung, denn seine Familie widmet sich seit Jahr­hun­der­ten dem Weinbau in Rioja. „Die ersten schrift­li­chen Auf­zeich­nun­gen meiner Familie als Winzer in San Vicente de la Son­sier­ra reichen bis ins Jahr 1580 zurück. Die Wein­le­se, Gärung und Arbeit im Wein­berg beglei­ten mich, solange ich denken kann. Die Erin­ne­run­gen an das Zer­stamp­fen der Trauben als Kind werden mir immer im Gedächt­nis bleiben. Heute ver­su­che ich, diese Kultur und Tra­di­ti­on als Pro­fes­sor an neue Gene­ra­tio­nen wei­ter­zu­ge­ben und gleich­zei­tig unsere Wein­ber­ge weiter zu bewirt­schaf­ten, so wie es bereits mein Vater und mein Groß­va­ter getan haben.“

Ein Terroir zwi­schen Meer und Bergen

Die Arbeit in der Serra de Tra­m­un­ta­na unter­schei­det sich grund­le­gend von den Wein­re­gio­nen, die Pedro Balda aus seiner Heimat Rioja kennt: „Mikro­ter­ras­sen, die Nähe zum Meer und die Mal­va­sía-Traube – das ist ganz anders, als das was ich aus meiner Kind­heit kenne. Gerade die Her­aus­for­de­rung, eine lokale Reb­sor­te unter solch beson­de­ren kli­ma­ti­schen und geo­lo­gi­schen Bedin­gun­gen zu inter­pre­tie­ren, ist fas­zi­nie­rend. Die unter­schied­li­chen Aus­rich­tun­gen der Wein­ber­ge, der Ein­fluss der Mee­res­luft, die Bio­di­ver­si­tät des Anwe­sens und ganz beson­ders der in der Erde vor­kom­men­de Bunt­sand­stein, schaf­fen eine Kom­ple­xi­tät, die wir in jeder Flasche zum Aus­druck bringen möchten.“

Weitere Infor­ma­tio­nen unter www.virginlimitededition.com/son-bunyola.

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