JUST-Redaktion|

Eli­sa­beth Häusler

Elisabeth Häusler, Houskapreis 2023 Gewinnerin –  ist Leiterin der Forschungsgruppe „Human Motion Analytics“ bei Salzburg Research und war damit Koordinatorin jenes Forschungsprojekts, das den „Connected Boot“ entwickelte.

Dabei handelt es sich um einen Schi­schuh, auf den Win­ter­sport­fans beson­ders abfah­ren könnten, weil er in der Lage ist, die Technik bei den Schwün­gen im Schnee und damit das Schi­er­leb­nis zu ver­bes­sern. Sen­so­ren messen Fak­to­ren wie Geschwin­dig­keit oder Auf­k­ant­win­kel, eine spe­zi­el­le Soft­ware wertet diese aus und macht das Ergeb­nis über das Smart­phone abruf­bar. Der Schi­fah­rer erfährt daher noch auf der Piste, was er tun muss, um noch lust­vol­ler tal­wärts zu kurven. Letzt­lich soll eine smarte Schi­aus­rüs­tung den Schi­läu­fer und dessen Bewe­gungs­ab­läu­fe beob­ach­ten und zum Bei­spiel bei Ermü­dungs­an­zei­chen zur Hüt­ten­pau­se raten, noch bevor es auch mit der Kon­zen­tra­ti­on bergab geht und es zu Stürzen und Ver­let­zun­gen kommt. Häusler ist selbst lei­den­schaft­li­che Schi­fah­re­rin, spielt aber auch Tennis und Klavier. Daneben findet sie Zeit für die Familie mit drei Kindern.

2009 wurde Eli­sa­beth Häusler vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für zur FemTech-Exper­tin des Monats gekürt, kürz­lich schloss sie neben dem Beruf ein Dok­to­rats­stu­di­um an der Pri­vat­uni­ver­si­tät Schloss Seeburg ab. Auch dabei ging es um die Ent­wick­lung smarter Pro­duk­te. „Bei Salz­burg Rese­arch ana­ly­sie­ren meine Gruppe und ich Bewe­gungs­da­ten aus einer Viel­zahl von Quellen“, erklärt die 43-Jährige. Mit Ver­fah­ren aus der Signal­ver­ar­bei­tung und der Sta­tis­tik sowie mit­hil­fe künst­li­cher Intel­li­genz werden auf Basis dieser Daten Bewe­gungs­mus­ter iden­ti­fi­ziert und Modelle ent­wi­ckelt. „Das ermög­licht neu­ar­ti­ge Anwen­dun­gen, die nicht nur die Gesund­heit, die Leis­tung und die Sicher­heit erhöhen, sondern auch die Freude an der Bewe­gung stei­gern.“

 

 

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