JUST-Redaktion|

Es werde Licht!

Klanglicht verzaubert Graz seit 2015. Das magische Festival kehrt nach Ausflügen an die Peripherie heuer vom 25. bis 27. Oktober zurück ins Herz der Stadt – mit einem Blick aus dem All auf die Erde, aber mitten in Graz.
v.l. Bernhard Rinner (Geschäftsführer der Bühnen Graz), Birgit Lill-Schnabl (Klanglicht-Intendantin), Günter Riegler (Grazer Kulturstadtrat.), Fotocredit: Verena Koch

Der blaue Planet wird heuer im his­to­ri­schen Zie­gel­rot der Kase­mat­ten-Bühne auf dem Schloß­berg sanft rotie­ren – heiter bis bewölkt: Gerade so, wie wir ihn vom All aus sehen könnten, würde uns Elon Musk auf den Mond schie­ßen. Fas­zi­na­ti­on hat einen Namen. Seit 2015 hüllt das Klang­licht-Fes­ti­val Grazer Nächte in Farb- und Ton-Instal­la­tio­nen. Nach Aus­flü­gen zum Schloss Eggen­berg und nach Rei­ning­haus gehen die magi­schen Lichter wieder im Stadt­zen­trum an.

Auf dem Schloß­berg dreht sich eben alles um eine über­di­men­sio­na­le Kugel, die mittels Pro­jek­tio­nen realer, visu­el­ler Daten vom Deut­schen Zentrum für Luft- und Raum­fahrt atmo­sphä­risch umhüllt vom Sound­track des öster­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten Rupert Huber unser Uni­ver­sum wider­spie­geln wird. Kunst küsst Wis­sen­schaft. Das kann sich hören und sehen lassen.

Während die meisten der 15 Klang­licht-Instal­la­tio­nen frei zugäng­lich sind, muss man für diese krea­ti­ve Rake­ten­wis­sen­schaft auf dem Schloß­berg und drei weitere Pro­jek­te den Fes­ti­val­pass zum Preis von 15 Euro (Kinder ab 7 Jahren: 7,50 Euro) lösen. Eine Inves­ti­ti­on in eine Hori­zont­er­wei­te­rung, die „ein­drucks­vol­le und nach­hal­ti­ge Spuren in den Herzen der Men­schen hin­ter­las­sen“ wird, ver­si­chert Bühnen-Graz-Geschäfts­füh­rer Bern­hard Rinner, der das Klang­licht-Fes­ti­val initi­iert hat.

Klang­licht-Kura­to­rin Birgit Lill-Schnabl hat die Künst­ler ein­ge­la­den, sich des Themas Spuren anzu­neh­men: Spuren, die „die Kunst, der Mensch und die Natur auf unserem Pla­ne­ten hin­ter­las­sen“, sagt sie. Klang­licht-Besu­cher führt diese Spu­ren­su­che heuer etwa vom Frei­heits­platz, über den Alfred Bar­su­glia einen Lich­ter­re­gen­bo­gen spannen wird, bis hin zur Stadt­pfarr­kir­che, deren Schiff das Künst­ler­kol­lek­tiv Quiet Ensem­ble in die leuch­ten­de Ster­nen­wol­ke „Star­dust“ hüllen wird.

Klang­licht, das heuer erst­mals auch als „Green Event“ über die Bühne geht, spürt nicht nur bei der Instal­la­ti­on des blauen Pla­ne­ten den Her­aus­for­de­run­gen für unsere Umwelt nach. Báll & Brand etwa bringen für „The Ice is Melting at the Pøules“ beim Volks­kun­de­mu­se­um Schmelz­was­ser und Ton­auf­nah­men aus dem Dach­stein­glet­scher zum Einsatz.

Im Herzen der Stadt gibt es zum Fes­ti­val auch in aus­ge­wähl­ten Schau­fens­tern Licht­kunst zu bewun­dern, verriet Kultur- und Wirt­schafts­stadt­rat Günter Riegler bei der Pro­gramm­prä­sen­ta­ti­on. Zumin­dest einen kleinen Ausflug an die Peri­phe­rie gibt es aber auch heuer: Denn auch auf die Fassade des MedUni-Campus wird diesmal Kunst pro­ji­ziert. Vom 25. bis 27. Oktober, jeweils ab 18 Uhr heißt es in Graz also wieder: Es werde Licht!

www.klanglicht.at

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