Annette Zierer|

Die Galerie Andreas Baum­gartl feiert mit der Aus­stel­lung „Marilyn 100“

Die Münchner Sonderausstellung „MARILYN 100“ präsentiert unveröffentlichte Werke von Milton Greene, Allan Grant und Elliot Erwitt sowie das neuen „Marylin Triptych 2026“ von Pop-Art Legende James Francis Gill. 29. Mai bis 11. Juli 2026.

Marilyn Monroe wäre am 1.Juni 2026 ein­hun­dert Jahre alt gewor­den. Noch heute, Jahr­zehn­te nach ihrem Tod, zeugt ihre iko­ni­sche Strahl­kraft von einer Ära, die maß­geb­lich von der schil­lern­den Welt Hol­ly­woods geprägt wurde. Zu diesem Jubi­lä­um prä­sen­tiert die Galerie Andreas Baum­gartl in München die Aus­stel­lung „MARILYN 100“ mit Werken der Foto­gra­fen Milton Greene, Allan Grant und Elliot Erwitt. Diese Chro­nis­ten der Ikone waren weit mehr als bloße Weg­ge­fähr­ten. Mit ihrem Gespür für den Moment fingen sie teils unbe­kann­te Facet­ten der Hol­ly­wood-Ikone ein.

Milton Greene: (1922–1985)

Der illus­tre Mode­fo­to­graf der 1940er und 1950er Jahre por­trä­tier­te Stars wie Eliza­beth Taylor, Frank Sinatra, Audrey Hepburn, Grace Kelly, Ava Gardner, Sammy Davis Jr., Cathe­ri­ne Deneuve, Marlene Diet­rich, und Judy Garland. Eine beson­de­re Freund­schaft pflegte er mit Marilyn Monroe, die nicht nur teil­wei­se bei ihm wohnte, sondern mit der er auch eine Film­pro­duk­ti­on grün­de­te.

Rund 53 Foto­pro­duk­tio­nen, dar­un­ter die berühm­te Serie “The Black Sitting”, ent­stan­den in dieser Zeit. Das Time Life Magazin wählte sogar eines von Greene‘s Marilyn-Fotos zu einem der drei popu­lärs­ten Fotos des 20.
Jahr­hun­derts.

Elliot Erwitt (1928–2023):

Erwitt prägte das Bild­ge­dächt­nis unserer Zeit über fünf Jahr­zehn­te.

Seine Auf­nah­men von den Dreh­ar­bei­ten zu „Das ver­flix­te 7. Jahr“ (1954) fangen den Humor und die Mensch­lich­keit der Schau­spie­le­rin ein und sind längst zeit­lo­se Klas­si­ker der Foto­ge­schich­te gewor­den. Die Arbei­ten des US-ame­ri­ka­ni­schen Magnum-Pho­to­gra­phen haben das visu­el­le Gedächt­nis unserer Zeit maß­geb­lich mit­ge­stal­tet.

Seine welt­be­rühm­ten Por­träts von Ikonen wie Marilyn Monroe, Marlene Diet­rich und Jac­que­line Kennedy sowie seine his­to­ri­schen Auf­nah­men von Fidel Castro und Che Guevara sind heute fester Bestand­teil inter­na­tio­na­ler Museen und bedeu­ten­der Samm­lun­gen. Erwitts viel­schich­ti­ges Werk, das über vier Jahr­zehn­ten hinweg in renom­mier­ten Maga­zi­nen wie LIFE, LOOK und Holiday erschien, umfasst neben jour­na­lis­ti­schen Essays und Illus­tra­tio­nen auch zahl­rei­che Foto­bü­cher.

Allan Grant (1919–2008)

Der renom­mier­te LIFE-Foto­graf wurde durch sein letztes Foto­shoo­ting mit Marilyn nur wenige Wochen vor ihrem Tod im Jahr 1962 welt­be­rühmt. Die Aus­stel­lung zeigt Auszüge aus „Marilyn: The Lost Last Photos & Inter­view“, die Monroes Nah­bar­keit und Herz­lich­keit in flüch­ti­gen Augen­bli­cken am Rande der Geschich­te fest­hal­ten.

Bekannt wurde Grant für seine Foto­se­ri­en der Atom­ex­plo­si­ons­tests in der Wüste von Nevada, die die Schre­cken des neuen Atom­zeit­al­ters auf­zeig­ten, den legen­dä­ren Flug von Howard Hughe‘s 1947 mit der „Spruce Goose“ und Richard Nixon beim im Kampf gegen die Flammen in seinem Haus während des ver­hee­ren­den Bel-Air-Feuers von 1961.

Für seinen Doku­men­tar­film „Welche Farbe hat der Wind“ erhielt er drei Emmy-Nomi­nie­run­gen.

James Francis Gill

Ein High­light der Aus­stel­lung sind die neuen Marilyn-Monroe-Werke des 91-jäh­ri­gen US-Pop-Art-Künst­ler. Gill, der bereits 1962 Foto­gra­fien von Allan Grant für sein iko­ni­sches Marilyn Tri­pty­chon in der Samm­lung des MoMA nutzte, schuf nun mit unver­öf­fent­lich­ten Auf­nah­men ein neues „Marylin Tryp­tich 2026“ der Ikone.

Neben einer streng limi­tier­ten Edition werden auch neue Unikate des Künst­lers gezeigt. Als einer der letzten leben­den Pio­nie­re der Pop-Art-Bewe­gung erlang­te Gill bereits in den 1960er Jahren inter­na­tio­na­le Berühmt­heit, unter anderem durch die Auf­nah­me seiner Werke in die stän­di­ge Samm­lung des Museums of Modern Art (MoMA) in New York. Seine Kunst ver­bin­det auf ein­zig­ar­ti­ge Weise zeit­ge­nös­si­sche Foto-Vor­la­gen mit einer expres­si­ven, farb­ge­wal­ti­gen Malerei, die die Zer­brech­lich­keit des Ruhms the­ma­ti­siert.

Die Aus­stel­lung „MARILYN 100“ bietet einen intimen Blick hinter die Fassade des Welt­stars und würdigt Marilyn Monroe als Mensch sowie unsterb­li­ches Symbol der Pop­kul­tur.

Galerie Andreas Baum­gartl
Pran­ner­stra­ße 5
80333 München
Tel.: +49 89 2289242
E‑Mail: ab@g‑ab.de

 

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