JUST-Redaktion|

Stei­ri­scher Grün­der­geist ist unge­bro­chen

Mit Stichtag 1.1.2023 waren 95.354 Steirerinnen und Steirer als selbstständig gemeldet, was einem Zuwachs von 852 Personen oder +0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Von diesem Zuwachs waren 61,5 Prozent Gründerinnen.
Soziallandesrätin Doris Kampus und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (v.l.) stehend am Gang des Grazer Landhauses. Fotocredit: Land Steiermark/Drechsler

Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der größte abso­lu­te Zuwachs bei den Gewer­be­trei­ben­den mit +744 bzw. +1,2 Prozent, wodurch sie mit 63.359 selbst­stän­di­gen Per­so­nen auch die größte Berufs­grup­pe stellen.

Stei­ri­scher Grün­der­geist und Inno­va­ti­ons­kraft

Wirt­schafts­lan­des­rä­tin Barbara Eib­in­ger-Miedl kom­men­tier­te den aktu­el­len Bericht der Lan­des­sta­tis­tik zur Situa­ti­on der Selbst­stän­di­gen in der Stei­er­mark 2023 wie folgt: “Die aktu­el­le Bilanz der Selbst­stän­di­gen zeigt, dass der stei­ri­sche Grün­der­geist unge­bro­chen ist. Der neue Rekord zeugt von großer Dynamik und Inno­va­ti­ons­kraft in unserem Bun­des­land. Diese treffen auf ein her­vor­ra­gen­des Öko­sys­tem, in dem Ideen und Visio­nen auch erfolg­reich umge­setzt werden können.” Sie betonte auch die zuneh­men­de weib­li­che Präsenz in der stei­ri­schen Wirt­schaft und freute sich über den wach­sen­den Anteil an Frauen, die den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit wagen.

Die Rolle der Selbst­stän­dig­keit für Frauen

Sozi­al­lan­des­rä­tin Doris Kampus hob hervor, dass die Erhö­hung der Erwerbs­quo­te von Frauen ein wich­ti­ges poli­ti­sches Ziel sei. Sie betonte, dass die Selbst­stän­dig­keit für viele Frauen ein geeig­ne­ter Weg sei, um Familie und Beruf in Ein­klang zu bringen und wieder ins Arbeits­le­ben ein­zu­stei­gen. Die Analyse der Sta­tis­tik Stei­er­mark bietet somit ein plas­ti­sches Bild der beruf­li­chen Selbst­stän­dig­keit in der Stei­er­mark und liefert wich­ti­ge Grund­la­gen für poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen.

Stei­gen­der weib­li­cher Anteil an Selbst­stän­di­gen

Laut dem aktu­el­len Bericht der Lan­des­sta­tis­tik waren von den ins­ge­samt 95.354 selbst­stän­dig Beschäf­tig­ten in der Stei­er­mark zum Stich­tag 1.1.2023 61,5 Prozent Frauen. Dies bedeu­tet einen Zuwachs von 524 Frauen oder +1,2 Prozent im Ver­gleich zum Vorjahr. Aktuell sind 54 Prozent der Selbst­stän­di­gen Männer und 46 Prozent Frauen. Die Berufs­grup­pe der Zivil­tech­ni­ker ver­zeich­net den höchs­ten Män­ner­an­teil mit 86,5 Prozent, während Heb­am­men eine rein weib­li­che Berufs­grup­pe dar­stel­len. Die Gewer­be­trei­ben­den weisen den höchs­ten abso­lu­ten Zuwachs von +744 bzw. +1,2 Prozent auf und stellen mit 63.359 Selbst­stän­di­gen auch die größte Berufs­grup­pe dar.

Graz führt bei der Anzahl der Selbst­stän­di­gen

Die Stadt Graz ver­zeich­net mit 18.027 die größte Zahl an selbst­stän­dig Tätigen, gefolgt von den anderen stei­ri­schen Bezir­ken. Der Bezirk Murau weist mit 2.727 die gerings­te Anzahl an Selbst­stän­di­gen auf. Fast alle Bezirke in der Stei­er­mark konnten einen Anstieg bei den Selbst­stän­di­gen ver­zeich­nen, mit Aus­nah­me des Bezirks Deutsch­lands­berg, der einen leich­ten Rück­gang von 86 Per­so­nen oder ‑1,6 Prozent ver­zeich­ne­te. Der Bezirk Murtal ver­zeich­ne­te den größten rela­ti­ven Zuwachs mit +2,6 Prozent, was einem abso­lu­ten Zuwachs von 146 Per­so­nen ent­spricht.

Alters­struk­tur der Selbst­stän­di­gen in der Stei­er­mark

Das Durch­schnitts­al­ter der Selbst­stän­di­gen in der Stei­er­mark beträgt 47,1 Jahre. Die Berufs­grup­pe der Notare ist mit einem Durch­schnitts­al­ter von 55,4 Jahren die älteste, während Heb­am­men mit einem Durch­schnitts­al­ter von 42,6 Jahren die jüngste Berufs­grup­pe stellen.

Unter­schie­de und Daten­quel­len

Die Stei­ri­sche Lan­des­sta­tis­tik betrach­tet ins­ge­samt 13 Berufs­grup­pen bei der Erhe­bung der Selbst­stän­di­gen: Apo­the­ker, Ärzte, Gewer­be­trei­ben­de, Heb­am­men, Land- und Forst­wir­te, Notare, Psy­cho­lo­gen, Psy­cho­the­ra­peu­ten, Rechts­an­wäl­te, Tier­ärz­te, Wirt­schafts­treu­hän­der, Zahn­ärz­te und Zivil­tech­ni­ker. Es ist wichtig anzu­mer­ken, dass die Zählung der Lan­des­sta­tis­tik nur Ein­zel­per­so­nen umfasst und keine juris­ti­schen Per­so­nen ein­schließt. Daher können diese Daten von anderen Berich­ten abwei­chen.

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