JUST-Redaktion|

Sind Ver­an­la­gun­gen in Immo­bi­li­en noch sinn­voll?

Die aktuelle Stimmung am Immobilienmarkt ist ausgelöst durch das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse eingetrübt.
Friedrich Möstl ist Geschäftsführer der Deloitte Styria, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Präsident der KSW Steiermark. Fotocredit: Barbara Majcan

Die Bau­kos­ten sind gestie­gen, die Kosten der Finan­zie­rung ebenso und der Druck der Öffent­lich­keit die Mieten niedrig zu halten wächst. Bekann­ter­wei­se hat aber jede Medail­le zwei Seiten und jede schwie­ri­ge Phase auch beson­de­re Chancen. Bei Immo­bi­li­en­ver­an­la­gun­gen sollte man sich stets gewahr sein, dass es sich um eine lang­fris­ti­ge Ver­an­la­gung handelt. Mit ein wenig Opti­mis­mus kann man anneh­men, dass sich die guten Zeiten wieder ein­stel­len werden.

Gerade die Zurück­hal­tung der Anleger bedingt, dass man derzeit jene Immo­bi­li­en zu ver­nünf­ti­gen Preisen erhält, um die sich in den ver­gan­ge­nen Jahren viele Anleger ange­stellt haben. Den die drei berühm­ten L (Lage, Lage, Lage) für das Immo­bi­li­en­in­vest­ment gelten nach wie vor als goldene Regel.

Durch den Anstieg der Fremd­fi­nan­zie­rungs­kos­ten kommen Pro­jek­te in attrak­ti­ver Lage wieder auf den Markt, die zuletzt kaum leist­bar waren. Für alle, die noch über liquide Reser­ven ver­fü­gen und in der Lage sind einen etwas höheren Eigen­ka­pi­tal­an­teil zu leisten, ist der Zeit­punkt für Immo­bi­li­en­in­vest­ments daher durch­aus günstig. Eine anti­zy­kli­sche Ver­an­la­gungs­stra­te­gie kann in diesem Falle Sinn machen und helfen aus den schwie­ri­gen Zeiten bessere zu machen.

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