Rund 60 Prozent der Betriebe blicken optimistisch auf ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren. Gleichzeitig bleiben hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und der Fachkräftemangel zentrale Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Österreich.
Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds planen viele Unternehmen gezielte Investitionen in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Innovation, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Optimismus wächst – wirtschaftliche Rahmenbedingungen bleiben schwierig
Die Ergebnisse der KMU-Studie zeigen, dass sich die Stimmung unter den steirischen Unternehmen verbessert hat. 60 Prozent der befragten KMU beurteilen die Zukunft ihres eigenen Unternehmens als „sehr“ oder „eher optimistisch“.
Gleichzeitig berichten 48 Prozent der Betriebe, dass sich ihr Marktumfeld in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert hat. Zu den größten Belastungsfaktoren zählen steigende Energie- und Personalkosten, zunehmender Wettbewerbsdruck sowie eine verhaltene Nachfrage.
Bürokratie und Standortbedingungen bremsen Unternehmen
Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen sehen viele Unternehmen auch Handlungsbedarf bei den politischen Rahmenbedingungen. 57 Prozent der steirischen KMU bewerten den Wirtschaftsstandort Österreich im Vergleich zu anderen EU-Ländern schlechter. Zudem halten 74 Prozent die bestehenden Regulierungen und bürokratischen Vorgaben für zu umfangreich.
Mario Korditsch, Leitung Corporate Banking der Steiermärkischen Sparkasse, betont:
„Die Ergebnisse bestätigen, dass Unternehmen weiterhin bereit sind zu investieren – vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind verlässlich. Als Finanzierungspartnerin begleiten wir unsere Kund:innen bei diesen Transformations- und Wachstumsprozessen.“
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz treiben Investitionen
Trotz der bestehenden Herausforderungen wollen 55 Prozent der steirischen KMU in den kommenden zwei bis drei Jahren investieren. Als wichtigste Zukunftsthemen nennen die Unternehmen:
- Digitalisierung und Automatisierung (63 %)
- Forschung und technologische Weiterentwicklung (62 %)
- Nachhaltigkeit und Energieeffizienz (57 %)
KI wird zum festen Bestandteil des Unternehmensalltags
Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt weiter zu. Bereits 58 Prozent der Unternehmen nutzen KI im Marketing. Rund ein Drittel setzt KI außerdem für administrative Aufgaben, interne Prozesse oder die Kommunikation mit Kund:innen und Geschäftspartner:innen ein.
Andreas Leskosek, Leitung Firmenkunden der Steiermärkischen Sparkasse, sieht darin großes Potenzial:
„Die hohe Investitionsbereitschaft zeigt, dass viele Unternehmen aktiv an ihrer Zukunft arbeiten. Besonders die Digitalisierung und der gezielte Einsatz von KI eröffnen neue Möglichkeiten, Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz nachhaltig zu stärken.“
Steirische KMU investieren in ihre Zukunft
Die KMU-Studie 2026 macht deutlich: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und herausfordernder Standortbedingungen setzen steirische Unternehmen auf Innovation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die hohe Investitionsbereitschaft zeigt, dass viele Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit aktiv ausbauen und die Chancen der digitalen Transformation nutzen wollen.




