JUST-Redaktion|

Finan­zi­el­le Gesun­den­un­ter­su­chung mit Froots

Finanzielle Bildung ist entscheidend für das eigene Wohl und die ganze europäische Wirtschaft. David Mayer-Heinisch von Froots gibt Einblicke zu diesem Thema.
David Mayer-Heinisch, Mitbegründer und CEO des heimischen Start-up-Unternehmens Froots, berät zum Thema Finanzwissen.

David Mayer-Hei­nisch, Mit­be­grün­der und CEO des hei­mi­schen Start-up-Unter­neh­mens Froots, gibt Ein­bli­cke zum Thema Finanz­wis­sen.

Finan­zi­el­le Bildung in jungen Jahren ist nicht nur für das eigene Wohl, sondern die gesamte euro­päi­sche Wirt­schaft essen­zi­ell. Um die Staa­ten­ge­mein­schaft wei­ter­hin zu einem leben­di­gen Kapi­tal­markt umzu­ge­stal­ten, bedarf es an einem groß­flä­chi­gen Umdenk­pro­zess. Ob eine Gesell­schaft dazu fähig ist, sozial mobil zu sein, ent­schei­det sich am Grad der finan­zi­el­len Gesund­heit der Indi­vi­du­en. Diese setzt sich wie­der­um aus den ver­schie­dens­ten Fak­to­ren zusam­men.

 

Euro­päi­sches Forum Alpbach 2022

Das dies­jäh­ri­ge “High Level Retreat on Finan­cial Liter­acy” im Rahmen des Euro­päi­schen Forum Alp­bachs 2022 (www.alpbach.org) the­ma­ti­sier­te mög­li­che Lösungs­an­sät­ze und Ursa­chen der in den west­li­chen Ländern feh­len­den finan­zi­el­len Bildung. Eröff­net mit einer Rede von Nobel­preis­trä­ger Joseph E. Stig­litz (www.twitter.com/JosephEStiglitz), dis­ku­tier­te die hoch­ka­rä­ti­ge Exper­ten­run­de im Rahmen des drei­tä­gi­gen Sym­po­si­ums mög­li­che Initia­ti­ven zur Lösung der Pro­ble­ma­tik:

  1. Finan­zi­el­le Gesund­heits­kon­trol­len: Während es üblich ist, sich regel­mä­ßi­gen gesund­heit­li­chen Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen zu unter­zie­hen, wäre der gleiche Ansatz auch für die finan­zi­el­le Gesund­heit nötig. Ein gesun­der Haus­halts­plan, der Grad der Ver­schul­dung, die Spar­si­tua­ti­on und das Spar­ver­hal­ten spielen eine große Rolle und könnten im Rahmen eines “Finan­cial Health Check” unter­sucht werden, um in wei­te­rer Folge auf feh­len­de, nicht erlern­te Ele­men­te der Finanz­bil­dung ein­zu­ge­hen.
  2. Stär­kung der 2. Pen­si­ons­säu­le: Was die Pen­si­ons­vor­sor­ge betrifft, sind Betriebs­pen­sio­nen ein wesent­li­ches Stand­bein für die finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit im Alter. Däne­mark, Nie­der­lan­de und Groß­bri­tan­ni­en sind in diesem Bereich die Vor­rei­ter­län­der und Öster­reich um einiges voraus: Nicht nur bekom­men dort Bürger und Bür­ge­rin­nen in über­durch­schnitt­lich vielen Situa­tio­nen die Chance, sich an den Ent­schei­dun­gen am Kapi­tal­markt zu betei­li­gen, ebenso wird dadurch aktiv Finanz­bil­dung betrie­ben.
  3. Eig­nungs­prü­fung für Poli­ti­ke­rIn­nen: Es ist enorm wichtig, dass Poli­ti­ker und Poli­ti­ke­rin­nen ein Grund­ver­ständ­nis von Finan­zen haben. Nur so können sie wirt­schaft­lich agieren. Hierfür könnte eine ver­pflich­ten­de Eig­nungs­prü­fung zum finan­zi­el­len Ver­ständ­nis dazu führen, dass in der Politik das Thema rele­van­ter wird und in wei­te­rer Folge auch wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen mit gesun­dem finan­zi­el­len Haus­ver­stand getrof­fen werden.

Die Qual der Wahl

Ob nun in ETFs, Gold oder Aktien inves­tiert werden soll, oder doch der klas­si­sche Bau­spa­rer die rich­ti­ge Ent­schei­dung ist, um im Pen­si­ons­al­ter finan­zi­ell unab­hän­gig zu sein, darauf kon­zen­triert sich David Mayer-Hei­nisch, Co-Gründer und CEO vom hei­mi­schen Start-Up Froots (www.froots.io), einem moder­nen, teil-auto­ma­ti­sier­ten Anbie­ter von ETF-basier­ten Spar­plä­nen. Er sieht die all­ge­mei­ne Finanz­bil­dung und das aktive Erler­nen vom Geld‑, Kapital- und Kre­dit­markt als Schlüs­sel für den wirt­schaft­li­chen Erfolg.

Vom Sparen zum Inves­tie­ren

Mit Froots (www.froots.io) ver­sucht David Mayer-Hei­nisch den wich­ti­gen Schritt vom Sparen zum Inves­tie­ren zu the­ma­ti­sie­ren. „Wenn wir uns den aktu­el­len Stand der finan­zi­el­len Bildung ansehen, befin­den wir uns in vielen euro­päi­schen Ländern in der Stein­zeit. Jeder geht zum Arzt, um die Gesund­heit zu über­prü­fen und Krank­hei­ten vor­zu­beu­gen — aber niemand kümmert sich um die finan­zi­el­le Gesund­heit. Diese ist aber eine Vor­aus­set­zung für soziale Mobi­li­tät, Unab­hän­gig­keit und einen klugen Umgang mit Kapital. Was steht dem im Wege? Es ist defi­ni­tiv die Ideo­lo­gie, dass die Finanz­märk­te schlecht sind.“, erklärt David Mayer-Hei­nisch.

Eine bessere finan­zi­el­le Bildung könnte außer­dem noch größere Aus­wir­kun­gen haben: Das inves­tier­te Geld könnte oder wird zu einem stär­ke­ren Kapi­tal­markt, zu mehr Finanz­mit­teln für Unter­neh­mer und zu mehr Druck auf poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger führen, lang­fris­tig das Rich­ti­ge zu tun. „Ich bin der festen Über­zeu­gung, dass wir uns nicht aus­schließ­lich auf den Staat ver­las­sen, sondern uns selbst um unsere finan­zi­el­le Zukunft kümmern sollten. Leider ist gleich­zei­tig der Unter­schied zwi­schen Finanz­pro­duk­ten für Wohl­ha­ben­de und solchen für Jeder­mann unnötig groß.“, wie Mayer-Hei­nisch das län­der­über­grei­fen­de Problem kom­men­tiert.

www.alpbach.org

www.froots.io

www.twitter.com/JosephEStiglitz

Quelle: Froots (PR);

Bild­cre­dit: Froots

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