JUST-Redaktion|

Thea­ter­abend mit Stre­eru­witz und von Kleist

Schauspielerin und Kabarettistin Beatrix Doderer bietet eine theatralische Gegenüberstellung eines Streeruwitz-Romans und einem der Dramen von Heinrich von Kleist.
Fotocredit: Ruiz-Cruz

Hein­rich von Kleist erzählt in seinem Drama von 1808 die Geschich­te der unmög­li­chen Liebe zwi­schen der krie­ge­ri­schen Ama­zo­nen­kö­ni­gin Pen­the­si­lea und dem grie­chi­schen Krieger Achill. Dieser Geschich­te stellt Regis­seur Franz-Xaver Mayr Aus­schnit­te der zeit­ge­nös­si­schen Erzäh­lung „Der Abend nach dem Begräb­nis der besten Freun­din.“ von Marlene Stre­eru­witz gegen­über. In Form eines inneren Mono­lo­ges berich­tet eine namen­lo­se Erzäh­le­rin über ihre gerade ver­stor­be­ne Freun­din, der sie jah­re­lang als Alibi für deren Affären gedient hat. Beide Texte behan­deln wort­ge­wal­tig die Rolle der Frau und das Ver­hält­nis vom Indi­vi­du­um zur Gesell­schaft.

“Der Abend nach dem Begräb­nis der besten Freun­din” von Marlene Stre­eru­witz

Der Roman von Marlene Stre­eru­witz dreht sich the­ma­tisch um die Prot­ago­nis­tin Marie. Nach dem Tod ihrer besten Freun­din Theresa wird Marie mit ihrer eigenen Ver­gan­gen­heit und Iden­ti­tät kon­fron­tiert. Auf der Suche nach Ant­wor­ten und einem Ort zum Trauern begibt sich Marie auf eine Reise in die Ver­gan­gen­heit. Diese führt sie zu ihrer Mutter, ihrer Ex-Freun­din und schließ­lich zu sich selbst.

Auf der Reise muss sie sich mit den schmerz­haf­ten Wahr­hei­ten ihrer Bezie­hun­gen und ihrer eigenen Gefühle befas­sen. Stre­eru­witz gelingt es auf beein­dru­cken­de Weise, Maries emo­tio­na­le Zer­ris­sen­heit und die kom­ple­xen mensch­li­chen Bezie­hun­gen dar­zu­stel­len. Der Leser bekommt einen tiefen Ein­blick in die Gedan­ken­welt der Prot­ago­nis­tin.

Rezen­sio­nen:

„Der schau­spie­le­ri­sche Einsatz des Ensem­bles mit einer den streeruwitz’schen Sprach­duk­tus gleich anfangs eiskalt ser­vie­ren­den Beatrix Doderer soll man sich nicht ent­ge­hen lassen. Sehet und Höret!“ (FAZIT)

„Penthesilea/Der Abend nach dem Begräb­nis der besten Freun­din von Marlene Stre­eru­witz bietet einen glei­cher­ma­ßen sinn­li­chen wie tief­grün­di­gen Thea­ter­abend. Mit gut plat­zier­ten Effek­ten über­rascht ubd ent­zückt dieser auf meh­re­ren Ebenen.“ (KUMA)

Nächste Vor­stel­lun­gen: 14.04. und – zum letzten Mal – am 01.06., jeweils 19.30 Uhr, HAUS EINS.

Weitere Infos und Tickets unter www.schauspielhaus-graz.com

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