Kärnten hat sich kulinarisch nämlich längst vom Toast-Hawaii-Image verabschiedet – und startet mit den „See.Ess.Spielen 2026“ jetzt endgültig in die Genuss-Champions-League.
Der Auftakt fand am 12. Mai in der Villa Bulfon statt und hatte alles, was ein Kärntner Society-Abend braucht: prominente Gäste, gutes Essen, eine eindrucksvolle Tänzerin und Menschen, die spätestens nach dem dritten Glas Wein anfangen zu sagen: „Der Wörthersee ist halt schon etwas Besonderes.“ Unter den Gästen: Marika Lichter, Otto Retzer, Landesrat Sebastian Schuschnig und mehr als 100 Menschen, die sehr genau wissen, wie man richtig gut und gerne genießt.
Vom See auf den Teller
Bis Jänner 2027 verwandeln die See.Ess.Spiele die Region Wörthersee-Rosental in eine kulinarische Dauerinszenierung. Mehr als 15 Partnerbetriebe – darunter renommierte Restaurants und Hotels – laden zu exklusiven Dinnerformaten, Gastkoch-Abenden und kreativen Kooperationen. Mit dabei sind bekannte Namen wie Hubert Wallner, Richard Hessl oder Thomas Eichwald, die den Wörthersee kulinarisch einmal quer durchdeklinieren: von Fine Dining bis Seeterrassenromantik.
Das Prinzip dahinter klingt einfach: Spitzenküche trifft Urlaubskulisse. Oder anders gesagt: Man sitzt mit Blick aufs Wasser, bekommt perfekt gegarten Fisch serviert und überlegt kurz, ob man nicht doch alles hinschmeißt und Sommelière in Velden wird.
Kärnten boomt – und plötzlich reisen alle freiwillig außerhalb des Sommers an
Dass Kulinarik mittlerweile ein echter Wirtschaftsfaktor geworden ist, zeigen auch die aktuellen Tourismuszahlen. Die Region Wörthersee-Rosental verzeichnete im ersten Quartal ein Nächtigungsplus von 14 Prozent – das beste Ergebnis seit 15 Jahren. Besonders stark legten Pörtschach mit plus 57 Prozent und Velden mit plus 27 Prozent zu. Schuld daran sind unter anderem die Koralmbahn, Firmenkunden und offenbar die Erkenntnis, dass Kärnten auch außerhalb von Juli und August existiert.
Region-Geschäftsführer Peter Peschel denkt deshalb längst nicht mehr in Saisonzeiten, sondern in Ganzjahrestourismus. Verständlich: Wer einmal im Herbst mit Blick auf den ruhigen Wörthersee ein mehrgängiges Menü gegessen hat, weiß, dass Kärnten auch ohne Flamingo-Luftmatratze funktioniert.




































