JUST-Redaktion|

Starke For­schung

Mehr als 2,2 Mil­li­ar­den Euro werden in der Stei­er­mark in For­schung & Ent­wick­lung inves­tiert. Das bedeu­tet eine euro­päi­sche Top-For­schungs­quo­te von 5,14 Prozent des Brut­to­re­gio­nal­pro­dukts. Den Löwen­an­teil davon, fast 1,7 Mil­li­ar­den, steuern Unter­neh­men bei. Davon pro­fi­tie­ren auch die Uni­ver­si­tä­ten.

Die Stei­er­mark ist – zu Recht – stolz auf ihre her­aus­ra­gen­de For­schungs­quo­te. 5,14 Prozent des Brut­to­re­gio­nal­pro­dukts gehen in For­schung & Ent­wick­lung. Das ist top in Europa, wie nicht nur hei­mi­sche Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker immer wieder betonen. Was aber weniger bekannt ist: 75 von 100 Euro für die stei­ri­sche For­schung inves­tie­ren die Indus­trie­un­ter­neh­men. Ohne deren Enga­ge­ment läge die For­schungs­quo­te bei nicht mehr als 5 Prozent, sondern nur bei rund 1,3 Prozent. Das spie­gelt sich auch in den Arbeits­plät­zen wider: Mehr als 10.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter (Voll­zeit­äqui­va­len­te) stei­ri­scher Indus­trie­un­ter­neh­men sind in der betrieb­li­chen For­schung tätig.

Der Pro­jekt­be­richt „Stär­ke­feld­ma­trix Stei­er­mark 2018“ der Inno­re­gio Styria (in Koope­ra­ti­on mit der IV Stei­er­mark, Joan­ne­um Rese­arch Poli­ci­es und der Uni­ver­si­tät Graz) kommt zu einem ganz ein­fa­chen Schluss: „Die Inves­ti­ti­on in F&E ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der unter­neh­me­ri­schen Zukunfts­stra­te­gie stei­ri­scher Betrie­be.“

Diese Behaup­tung hin­ter­legt die Studie mit kon­kre­ten Zahlen: Knapp 1,7 Mil­li­ar­den Euro der For­schungs­in­ves­ti­tio­nen in der Stei­er­mark kommen vom Unter­neh­mens­sek­tor, 543 Mil­lio­nen vom öffent­li­chen bzw. vom privat gemein­nüt­zi­gen Bereich. Wobei die Sek­to­ren in einer sym­bio­ti­schen Bezie­hung leben: „Die betrieb­li­che For­schungs­land­schaft der Stei­er­mark ist in ein dichtes Netz­werk uni­ver­si­tä­rer und hoch­schu­li­scher (5 Uni­ver­si­tä­ten, 2 Fach­hoch­schu­len, 2 päd­ago­gi­sche Hoch­schu­len) sowie außer­uni­ver­si­tä­rer (u. a. Joan­ne­um Rese­arch, Insti­tut für Elek­tro­nen­mi­kro­sko­pie, Gie­ße­rei-Insti­tut, ÖAW, 25 COMET-Kom­pe­tenz­zen­tren, Doppler-Labors, Ludwig-Boltz­mann-Insti­tu­te) Insti­tu­tio­nen ein­ge­bun­den“, befin­det der „Stärkefeldmatrix“-Bericht. Die stärks­ten Felder sind die tech­ni­schen Wis­sen­schaf­ten (54 Prozent der gesam­ten F&E‑Ausgaben), die Natur­wis­sen­schaf­ten (14 Prozent) und die Human­me­di­zin (12 Prozent).

Bei einem öster­rei­chi­schen Ranking zum Anteil der F&E‑Einnahmen an den Umsatz­er­lö­sen (Dritt­mit­tel) der öster­rei­chi­schen Hoch­schu­len haben – wenig erstaun­lich – zwei stei­ri­sche Uni­ver­si­tä­ten die Nase vorn: die Mon­tan­uni­ver­si­tät Leoben und die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Graz. Bei beiden liegt dieser Anteil bei mehr als 30 Prozent der Umsatz­er­lö­se. Erst am dritten Platz folgt eine Wiener Uni­ver­si­tät, nämlich die für Boden­kul­tur, mit einem Anteil von rund 29,7 Prozent. Unter­neh­men machen also auch Uni­ver­si­tä­ten stärker.

Infos & mehr Daten:
www.dieindustrie.at

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