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Nano­tech­no­lo­gie gegen Morbus Fabry

Das Institut HEALTH der JOANNEUM RESEARCH ist Forschungspartner im EU-Projekt Smart4Fabry. Ziel ist es, ein neues Medikament zur Behandlung von Morbus Fabry zu entwickeln.
Fotocredit: JOANNEUM RESEARCH/Bergmann

MORBUS FABRY ist eine seltene Erb­krank­heit, die eine von 40.000 Per­so­nen betrifft. „Die Stoff­wech­sel­er­kran-kung führt zu Abla­ge­run­gen in den Blut­ge­fä­ßen, was Schäden in Organen wie etwa Herz, Lunge, Nieren oder dem zen­tra­len Ner­ven­sys­tem ver­ur­sacht“, berich­tet Thomas Birn­gru­ber, Leiter der For­schungs­grup­pe „Bio­me­di­zi­ni­sches Gewebe Moni­to­ring“.

Neue Wirk­stoff­for­mu­lie­run­gen basie­rend auf Nano­kap­seln

Bisher wird die Fabry-Krank­heit mittels Enzym-Ersatz­the­ra­pie behan­delt: Erkrank­te Per­so­nen erhal­ten intra­ve­nö­se Infu­sio­nen mit dem gen­tech­nisch ver­än­der­ten Enzym GLA. Das ist eine teure Behand­lung, die zudem häufig wie­der­holt werden muss. „Der im Projekt Smart4Fabry ver­folg­te Ansatz ver­wen­det eine For­mu­lie­rung, die das Enzym in Nano­kap­seln ver­packt in den Körper bringt. So kann der Wirk­stoff länger im Blut zir­ku­lie­ren und effek­ti­ver im Gewebe ver­teilt werden“, so Birn­gru­ber. Forscher*innen am Insti­tut HEALTH haben ver­schie­de­ne Nano­for­mu­lie­run­gen ver­gli­chen, die für eine bessere Auf­nah­me im Gewebe sorgen sollen. Zum anderen wurde erforscht, inwie­weit es möglich ist, den Wirk­stoff über die Blut-Hirn-Schran­ke ins Gehirn zu trans­por­tie­ren. Im Rahmen der Studien kam die von JOAN­NE­UM RESE­ARCH ent­wi­ckel­te und paten­tier­te zere­bra­le Offene Mikro­per­fu­si­ons­me­tho­de (cOFM) zum Einsatz.

Das Ergeb­nis: Der Wirk­stoff bleibt nach­weis­lich länger im Blut, eine bessere Auf­nah­me im Gehirn wurde noch nicht erreicht.

Info: thomas.birngruber@joanneum.at, www.joanneum.at

 

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