JUST-Redaktion|

Model­lie­rung und Rege­lung von Kunst­stoff­ex­tru­si­ons­ma­schi­nen

Pro²Future gemeinsam mit Partnern aus der Industrie (Soplar.sa), dem Institute of Polymer Processing and Digital Transformation sowie dem Institut für Regelungstechnik und Prozessautomatisierung, beide JKU Linz, eine neue modelbasierte Regelung entwickelt.
Fotocredit: Pro²Future

Das Extru­si­ons­ver­fah­ren ist ein essen­zi­el­ler Schritt in der Her­stel­lung von Kunst­stoff­pro­duk­ten wie Ver­pa­ckun­gen und Rohren. In diesem Prozess wird Kunst­stoff­gra­nu­lat in eine Extru­si­ons­ma­schi­ne, den Extru­der, geführt.

Hier erfolgt die Auf­schmel­zung durch Druck und Wärme, erzeugt durch eine kom­ple­xe Schne­cke im Extru­der­zy­lin­der. Dieser Text wird die Ent­wick­lung eines inno­va­ti­ven modell­ba­sier­ten Kon­zepts für die effi­zi­en­te und ener­gie­ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­on von Kunst­stoff­ar­ti­keln durch die Rege­lung von Kunst­stoff­ex­tru­si­ons­ma­schi­nen beleuch­ten.

Ein inno­va­ti­ves modell­ba­sier­tes Konzept

Das Herz­stück dieser Inno­va­ti­on ist ein modell­ba­sier­tes Konzept, das darauf abzielt, den Extru­si­ons­pro­zess zu opti­mie­ren und gleich­zei­tig Energie zu sparen. Ein zen­tra­les Ziel ist die Errei­chung vor­de­fi­nier­ter Werte für Druck, Mass­estrom und Tem­pe­ra­tur der Schmel­ze am Extru­si­ons­aus­gang. Dabei wird die erfor­der­li­che Wärme durch Reibung und Heiz­ele­men­te erzeugt, während die Schne­cke im Extru­der den erfor­der­li­chen Druck erzeugt. Dieser Ansatz ermög­licht eine schnel­le­re, effi­zi­en­te­re und umwelt­freund­li­che­re Durch­füh­rung des Extru­si­ons­pro­zes­ses, ohne die Qua­li­tät der End­pro­duk­te zu beein­träch­ti­gen.

Effi­zi­en­te und umwelt­scho­nen­de Pro­duk­ti­on

Die Her­stel­lung von Kunst­stoff­pro­duk­ten sollte nicht nur effi­zi­ent, sondern auch umwelt­scho­nend sein. In diesem Sinne werden Extru­der­zy­lin­der mit effi­zi­en­ter Iso­lie­rung aus­ge­stat­tet, um ein Über­hit­zen zu ver­hin­dern. Dies ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, ins­be­son­de­re wenn kein aktives Kühl­sys­tem zur Ver­fü­gung steht. Eine der Her­aus­for­de­run­gen besteht darin, Gra­nu­la­te mit vari­ie­ren­den Eigen­schaf­ten, bei­spiels­wei­se Recy­cling­ma­te­ri­al, zu ver­ar­bei­ten. Im her­kömm­li­chen Ansatz erfolgt die Ein­stel­lung des Extru­ders durch erfah­re­ne Mit­ar­bei­ter, basie­rend auf Rezep­tu­ren. Dabei sind Zeit­ver­än­de­run­gen auf­grund von Fehlern oder Ände­run­gen in der Gra­nu­lat­zu­sam­men­set­zung schwer zu berück­sich­ti­gen. Zudem erfor­dert die Erstel­lung der Rezep­tu­ren erheb­li­chen Aufwand.

Die moderne Extru­si­on ist ein äußerst kom­ple­xer und dyna­mi­scher Prozess. Das Ziel ist es, diesen Prozess zu erler­nen und die best­mög­li­che Ein­stel­lung kon­ti­nu­ier­lich anzu­pas­sen, um den Anfor­de­run­gen an Effi­zi­enz, Qua­li­tät und Nach­hal­tig­keit gerecht zu werden.

Inno­va­tio­nen im Bereich der Kunst­stoff­ex­tru­si­on ver­spre­chen eine viel­ver­spre­chen­de Zukunft, in der hoch­wer­ti­ge Kunst­stoff­pro­duk­te auf effi­zi­en­te und umwelt­freund­li­che Weise her­ge­stellt werden können. Die modell­ba­sier­te Rege­lung von Kunst­stoff­ex­tru­si­ons­ma­schi­nen ist ein Schritt in diese Rich­tung und ver­spricht, die Branche nach­hal­tig zu prägen.

www.pro2future.at

 

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