Astrid Kohl­mei­er|

Energie im Wandel: Bat­te­rien und Was­ser­stoff im Strom­sys­tem von morgen

Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steht das Stromnetz vor einer zentralen Herausforderung, denn Wind und Sonne liefern Strom nicht konstant, sondern abhängig vom Wetter.

In Spit­zen­zei­ten ent­steht mehr Energie, als das Netz auf­neh­men kann, weshalb Anlagen abge­re­gelt werden müssen. In anderen Momen­ten drohen Ver­sor­gungs­lü­cken. Damit die Ener­gie­wen­de gelingt, braucht es fle­xi­ble Spei­cher­lö­sun­gen, die Schwan­kun­gen aus­glei­chen und Ver­sor­gungs­si­cher­heit gewähr­leis­ten.

Bat­te­rie­spei­cher eignen sich nicht nur dazu, Strom­über­schüs­se vom Tag in die Nacht zu über­tra­gen, sondern auch, um kurz­fris­ti­ge Schwan­kun­gen aus­zu­glei­chen, die Netz­fre­quenz zu sta­bi­li­sie­ren und so zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit bei­zu­tra­gen. Für län­ger­fris­ti­ge Spei­cher­be­dar­fe, etwa zur Über­brü­ckung sai­so­na­ler Schwan­kun­gen zwi­schen Sommer und Winter, sind Bat­te­rien jedoch unge­eig­net.

Hier bietet Was­ser­stoff eine Lösung: Über­schüs­si­ger Strom kann zur Erzeu­gung von Was­ser­stoff genutzt werden, der sich über lange Zeit­räu­me spei­chern lässt. Bei Bedarf kann dieser wieder in Strom umge­wan­delt oder direkt zur Wärme- und Indus­trie­an­wen­dung genutzt werden. Grüner Was­ser­stoff fun­giert somit als sai­so­na­ler Ener­gie­spei­cher und ermög­licht eine bessere Inte­gra­ti­on erneu­er­ba­rer Ener­gien.

K1-MET unter­sucht gemein­sam mit der FH Ober­ös­ter­reich und dem Indus­trie­part­ner Power­link H2, wie Bat­te­rie­spei­cher und Was­ser­stoff­tech­no­lo­gien kom­bi­niert ein­ge­setzt werden können, um Schwan­kun­gen in der Strom­erzeu­gung aus­zu­glei­chen, kos­ten­güns­tig Was­ser­stoff zu pro­du­zie­ren und die Netz­sta­bi­li­tät zu erhöhen. In einer Demons­tra­ti­ons­an­la­ge in Ober­ös­ter­reich wird das System unter realen Bedin­gun­gen erprobt und opti­miert. Ziel ist es, fun­dier­te Sze­na­ri­en für eine nach­hal­ti­ge, stabile und wirt­schaft­li­che Ener­gie­ver­sor­gung zu ent­wi­ckeln.

Fazit: Die Inte­gra­ti­on von Bat­te­rie­spei­chern und grünem Was­ser­stoff in unser Ener­gie­sys­tem ist kein Zukunfts­sze­na­rio mehr, sondern eine Not­wen­dig­keit. Sie bietet nicht nur eine tech­ni­sche Antwort auf die Her­aus­for­de­run­gen der Strom­netz­schwan­kun­gen, sondern ist auch ein zen­tra­ler Bau­stein auf dem Weg zu einer kli­ma­neu­tra­len Indus­trie. Die Zukunft der Ener­gie­ver­sor­gung ist erneu­er­bar, spei­cher­bar – und Was­ser­stoff wird dabei eine tra­gen­de Rolle spielen.

www.k1-met.com

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