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Lu Yang. DOKU The Illu­si­on im Espace Louis Vuitton Venezia

Parallel zur 61. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia – sowie zum 20-jährigen Bestehen der Espaces Louis Vuitton und zum 10. Jubiläum von Hors-les-murs zeigt die Fondation Louis Vuitton DOKU The Illusion, eine Einzelpräsentation von Lu Yang.
Doku The Illusion, 2026 - Videoinstallation, colour, sound - ©Lu Yang
Fotocredit: Lu Yang

Lu Yang ist inter­na­tio­nal für immersi­ve Video­in­stal­la­tio­nen bekannt. Die oft post­apo­ka­lyp­ti­schen Uni­ver­sen wurzeln in der bud­dhis­ti­schen Phi­lo­so­phie – Traum und Wachen, Illu­si­on und Erwa­chen, die Mad­hya­ma­ka-Frage nach der Eigen­na­tur – und befra­gen die Wirk­lich­keit im digi­ta­len Zeit­al­ter. Manga, Video­spie­le und Anime liefern das formale Voka­bu­lar; aus dieser Bild­spra­che gehen hybride Wesen hervor, die starre Kate­go­rien von Iden­ti­tät und Kör­per­lich­keit über­schrei­ten.

Für den Espace Louis Vuitton Venezia hat Lu Yang eine Instal­la­ti­on aus Skulp­tu­ren und Video­werk geschaf­fen, deren Zentrum der neue Film DOKU The Illu­si­on bildet – das vierte Kapitel der 2019 begon­ne­nen DOKU-Serie. DOKU, eine vir­tu­el­le Figur mit dem digi­ta­li­sier­ten Gesicht der Künst­ler­per­son, durch­lebt Solo­aben­teu­er, in denen Lu Yang durch digi­ta­le Reinkar­na­ti­on neue Formen der Frei­heit erkun­det.

Die Instal­la­ti­on ver­wan­delt den Raum in ein kyber­ne­ti­sches Hei­lig­tum zwi­schen Kapelle und futu­ris­ti­schem Refu­gi­um; im Zentrum läuft der Film auf einer monu­men­ta­len, altar­ar­tig plat­zier­ten LED-Wand. Nach The Self (2022), The Flow (2023) und The Creator (2025) ver­bin­det dieses Kapitel Real­auf­nah­men mit KI-Bildern und ent­fal­tet sich vor tief­blau­em Himmel und den Land­schaf­ten der japa­ni­schen Izu-Halb­in­sel zu einem Road Movie.

Zwei Buddha-Skulp­tu­ren mit dem Rad des Lebens – Sinn­bild des Kreis­laufs des Daseins – emp­fan­gen die Besu­cher. Eine ver­spie­gel­te Decke wirft den vene­zia­ni­schen Boden zurück, sodass jede Sil­hou­et­te Teil der Instal­la­ti­on wird: ein Schwel­len­mo­ment, in dem Kon­tem­pla­ti­on und Auf­lö­sung ver­schmel­zen.

In diesem sakra­len Raum rast DOKU in einem roten Fahr­zeug – Symbol der Frei­heit – durch die Sze­ne­rie. Der Sound­track aus Hip-Hop, Klavier und tra­di­tio­nel­ler Musik ver­bin­det sich mit Stimmen, intimen Erzäh­lun­gen und Vibra­tio­nen – im Ein­klang mit dem Bien­na­le-Thema IN MINOR KEYS.

DOKU The Illu­si­on voll­zieht so die Bewe­gung, die Lu Yangs gesam­tes Werk trägt: vom Bild zur Erfah­rung, vom Körper zur Reinkar­na­ti­on, vom Sicht­ba­ren zur Frage nach dem Wirk­li­chen.

 

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