Hedi Grager|

Lebens­freu­de in vielen Tech­ni­ken

Abstrakte Acrylmalerei und aufwendige Collagetechniken sind das Ausdrucksmittel von Asma Kocjan. Gerne versucht sie sich auch an neuen Techniken. In allen ihren Bildern ist die Lebensfreude der gefragten Künstlerin spürbar.

Die Schaf­fens­zy­klen von Asma Kocjan, die in Wien und Prag Kunst stu­dier­te, sind geprägt von inten­si­ver Aus­ein­an­der­set­zung mit ver­schie­de­nen Themen. Ihre Werke wurden neben zahl­rei­chen Städten in Öster­reich u.a. schon in London, Berlin, Madrid, Palma de Mal­lor­ca, Ibiza, Vene­ti­en, Miami, Los Angeles und New York City aus­ge­stellt. Auch wenn das heurige Jahr noch jung ist, zeigte sie ihre Werke schon beim Wirt­schafts­bund Stei­er­mark und in der Vienna Gallery.

Die attrak­ti­ve Künst­le­rin arbei­te­te viele Jahre lang erfolg­reich als Model, war am Mai­län­der Lauf­steg sehr begehrt und auch für inter­na­tio­na­le Mode­zeit­schrif­ten wie die Vogue tätig. In dieser Zeit lernte sie nicht nur sich selbst gut zu ver­mark­ten, sie lässt diese Phase auch in ihre Col­la­gen und die Dar­stel­lungs­wei­se ihrer Figuren ein­flie­ßen. „Ich hatte Glück und konnte mit meinem ersten ‚Traum­be­ruf‘ den Grund­stein für meine immer in mir kei­men­de Beru­fung zur frei­schaf­fen­den Künst­le­rin legen“, erklärt Asma Kocjan.
Als Per­fek­tio­nis­tin befin­det sie sich in einem stän­di­gen Lern­pro­zess.

„Habe ich anfangs sehr abs­trakt gemalt, begann ich später, meine Figuren richtig ‚raus­zu­krat­zen‘.“ Sie lernte ver­schie­de­ne Schütt­tech­ni­ken, malt auch mal auf Papier und liebt es, immer wieder neue Tech­ni­ken aus­zu­pro­bie­ren. So kam ihr bei der Ansicht eines Kunst­scan­ners in New York die Idee, „mich im Röntgen-Scanner in Pose zu werfen“, lacht die Künst­le­rin, die diesen Zyklus „Trans­pa­ren­cy“ nannte. Ende 2023 stellte sie im Grazer Merkur Campus ihre Kunst­wer­ke „From Outside to Inside“ aus. Sehr beliebt sind ihre „Legends“, bei denen sie Bilder bekann­ter Per­sön­lich­kei­ten wie Wine­house, Monroe, Bowie u.v.m gekonnt über­ar­bei­tet. „Das Figu­ra­ti­ve stand bei mir immer im Fokus. Eines meiner Lieb­lings-Legends- Bilder ist übri­gens das von Romy Schnei­der, ich habe es Atmo­sphe­re genannt.“ Mit ihren „Legends“ und Gia­co­metti-artigen Figuren, die sich an der Grenze von Abs­trak­ti­on und Rea­li­tät bewegen, trifft die Künst­le­rin absolut den Puls der Zeit.

Natür­lich hat auch sie „müde“ Tage. „Aber ich habe wirk­lich das Glück, dass ich durch meine Arbeit immer wieder neue Energie bekomme. Unab­hän­gig davon benö­ti­ge ich aber Aus­zei­ten und muss weg. Und je weiter weg ich ver­rei­se, desto besser kann ich abschal­ten. Deshalb freue ich mich schon auf Bali im April.“ Reisen bedeu­tet für Asma Kocjan aber nicht nur Erho­lung, sondern ist auch eine wich­ti­ge Inspi­ra­ti­ons­quel­le. „Ich bekomme immer so viele Ideen, dass mein Leben sicher zu kurz ist, um alle umzu­set­zen“, lacht die unglaub­lich flei­ßi­ge Künst­le­rin, die von sich sagt: „Ich kann gar nicht anders, als kreativ sein.“ Ent­span­nung nach anstren­gen­den Tagen findet sie beim Yoga und bei einer Auszeit mit ihrem Partner.

Fix sind heuer schon eine Aus­stel­lung Ende September/Anfang Oktober im Private-Banking-Bereich der Raiff­ei­sen-Bank sowie eine Ein­zel­aus­stel­lung in der Galerie Ilka Klose in Würz­burg. Wei­ter­hin sind ihre Werke in ihrer Grazer Galerie „Bak­er­house Gallery“ zu sehen. „Eine neue Her­aus­for­de­rung sind Arbei­ten im Auf­trags­be­reich, bei denen natür­lich meine künst­le­ri­sche Frei­heit immer gegeben sein muss. Mein großer Traum ist aber eine eigene Aus­stel­lung, für die ich Räum­lich­keit und Ablauf selbst orga­ni­sie­re.“

Asma Kocjan
Atelier: Goe­the­stra­ße 9
8010 Graz
Tel.: +43 676 353 77 06
info@asma-art.at
www.asma-art.at

Weitere Beiträge

Mikro­plas­tik im Körper erfor­schen

Während man welt­weit ver­sucht, Kunst­stof­fe zu ver­mei­den, wird an der Mon­tan­uni Leoben Mikro­plas­tik gezielt erzeugt: für wis­sen­schaft­li­che Zwecke. Es gilt her­aus­zu­fin­den, was diese kaum sicht­ba­ren Teil­chen im mensch­li­chen Körper anstel­len. Dass die Organe solche Par­ti­kel spei­chern und der Mensch damit zuneh­mend zum „Homo Pla­s­ti­cus“ wird, ist bereits erwie­sen.

Story lesen

Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se erreicht starkes Jah­res­er­geb­nis 2025

Die Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se blickt auf ein äußerst erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr 2025 zurück. Mit einem Jah­res­über­schuss nach Steuern von 436 Mil­lio­nen Euro unter­streicht der Konzern seine hohe Ertrags­kraft und bestä­tigt seine stabile Markt­po­si­ti­on – trotz geo­po­li­ti­scher Unsi­cher­hei­ten und einer ver­hal­te­nen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung.

Story lesen

Lange Nacht der For­schung 2026

Am 24. April 2026 lädt die Lange Nacht der For­schung 2026 erneut dazu ein, Wis­sen­schaft, For­schung und Inno­va­ti­on aus nächs­ter Nähe zu ent­de­cken. Von 17 bis 23 Uhr öffnen Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men in ganz Öster­reich ihre Türen und bieten fas­zi­nie­ren­de Ein­bli­cke in die Welt von morgen.

Story lesen

Mikro­plas­tik im Körper erfor­schen

Während man welt­weit ver­sucht, Kunst­stof­fe zu ver­mei­den, wird an der Mon­tan­uni Leoben Mikro­plas­tik gezielt erzeugt: für wis­sen­schaft­li­che Zwecke. Es gilt her­aus­zu­fin­den, was diese kaum sicht­ba­ren Teil­chen im mensch­li­chen Körper anstel­len. Dass die Organe solche Par­ti­kel spei­chern und der Mensch damit zuneh­mend zum „Homo Pla­s­ti­cus“ wird, ist bereits erwie­sen.

Story lesen

Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se erreicht starkes Jah­res­er­geb­nis 2025

Die Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se blickt auf ein äußerst erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr 2025 zurück. Mit einem Jah­res­über­schuss nach Steuern von 436 Mil­lio­nen Euro unter­streicht der Konzern seine hohe Ertrags­kraft und bestä­tigt seine stabile Markt­po­si­ti­on – trotz geo­po­li­ti­scher Unsi­cher­hei­ten und einer ver­hal­te­nen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung.

Story lesen