Heike Götz|

Heimat auf dem Teller

Der Duft von frisch gebratenem Fisch über der Ägäis, das Klingen von Weingläsern zwischen den Rebhängen des Burgunds, klassische Tiroler Schmankerl auf 2.150 Metern Höhe – Kulinarik erzählt Geschichten von Orten, Menschen und Erinnerungen. Überall auf der Welt verbinden Köche regionale Traditionen mit modernem Zeitgeist und laden dazu ein, ihre Heimat mit allen Sinnen zu erleben.
Foto: Châteaux Sublime
Foto: TOP Hotel Hochgurgl
Foto: Landhaus Stricker
Foto: Myconian Sunrise

Auf 2.150 Metern Höhe ser­viert er seinen Gästen wohlig-warme Genuss­mo­men­te, inspi­riert von den Rezep­ten seiner Groß­mutter. Der gebür­ti­ge Zil­ler­ta­ler hat neben den unver­kenn­ba­ren Käse­spätz­le und dem Apfel­stru­del auch weitere klas­si­sche Tiroler Schman­kerl fest in sein Küchen­kon­zept ein­ge­bun­den. Regio­na­li­tät bildet dabei das Fun­da­ment seiner Küche.

Nicht nur die Rezepte, auch die Zutaten sind fest in der Region ver­wur­zelt: Mehl, Milch­pro­duk­te, Kar­tof­feln und Süß­was­ser­fi­sche stammen direkt aus der Tiroler Umge­bung. So machen sie die Gerich­te zu kuli­na­ri­schen Bot­schaf­tern der öster­rei­chi­schen Region. Weniger ein Fami­li­en­re­zept, dafür aber eine Fami­li­en­tra­di­ti­on, ist auch das Fondue, das wahl­wei­se mit Käse oder Fleisch in der urigen Mur­mel­stu­be ser­viert wird, und gesel­li­ge Abende ver­spricht. Weitere Infor­ma­tio­nen unter www.tophotelhochgurgl.com.

Land­haus Stri­cker: Sylter Früh­stück und Nord­see­kü­che mit Cha­rak­ter

In Nord­deutsch­land ist ein guter Start in den Tag tra­di­tio­nell herz­haft – meist mit Fisch und pas­sen­dem Schwarz- oder Voll­korn­brot. Die Vari­an­te des Land­haus Stri­cker: ein def­ti­ges Frie­sen­brot mit Nord­see­krab­ben. Ser­viert wird das typi­sche Insel-Früh­stück in einer der gemüt­li­chen Sitz­ni­schen der his­to­ri­schen Reet­haus-Tenne des Restau­rants siebzehn84. Um so richtig in Sylter Stim­mung zu kommen, bietet sich vorher ein aus­gie­bi­ger Spa­zier­gang durch die Dünen an – und das ganz ohne Zeit­druck, denn das Früh­stück gibt es bis 14 Uhr.

Auch im wei­te­ren Tages­ver­lauf lässt sich im typi­schen Insel­stil speisen. In der Küche von Holger Boden­dorf spielen frisch gefan­ge­ne Fische und Mee­res­früch­te aus der Nordsee die Haupt­rol­le, beglei­tet von inten­si­ven Fonds und feinen Saucen. Mal klas­sisch inter­pre­tiert, mal mit einem moder­nen Twist sind die Gerich­te immer der Saison ange­passt, etwa beim kross gebra­te­nen Wolfs­barsch mit Nuss­but­ter-Schaum oder beim Nordsee-Stein­butt mit Kürbis-Ingwer-Crème. Ein wei­te­res regio­na­les High­light ist das Salz­wie­sen­lamm, das auf den Küs­ten­wei­den der Insel grast. Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie unter www.landhausstricker.com

Relais & Châ­teaux Sublime: Anthro­po­lo­gie in der Küche

Im Herzen von Gua­te­ma­la-Stadt trifft moderne Küche auf vor­ko­lo­nia­le Gerich­te. Im Relais & Châ­teaux Sublime steht alles im Zeichen des his­to­ri­schen Wandels Gua­te­ma­las und der Geschich­te und Tra­di­ti­on der Region. Gemein­sam mit der Anthro­po­lo­gin Jocelyn Degol­la­do hat Küchen­chef Sergio Díaz ein kuli­na­ri­sches Angebot ent­wi­ckelt, das die unter­schied­li­chen Epochen sowie die kuli­na­ri­sche Viel­falt Gua­te­ma­las zele­briert.

Die Gerich­te stehen für eine neue Wert­schät­zung der lokalen Geschich­te von der prä­ko­lo­nia­len Zeit bis heute. Das Gericht Sololá, ein­ge­wi­ckel­ter Fisch aus dem Josper-Ofen mit fer­men­tier­tem Tomaten-Adobo, gerös­te­ter Tomate und Pepi­to­ria-Sauce ser­viert, steht wie die anderen Gerich­te der Karte für diese Phi­lo­so­phie. Mit dem Fokus auf alte, über­lie­fer­te Rezepte unter­stüt­zen Díaz und Degol­la­do jene lokalen Bauern, Sammler und Fischer, die selten gewor­de­nen Zutaten und Tra­di­tio­nen bewah­ren. Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie unter www.relaischateaux.com/de/restaurant/sublime-restaurant

Myco­ni­an Sunrise: Der Geschmack von Mykonos

Die Küche der Ägäis prägt das kuli­na­ri­sche Konzept des Myco­ni­an Sunrise Relais & Châ­teaux. Im ALMI­RI­KI lebt die Tra­di­ti­on der myke­ni­schen Sonn­tags­ta­feln fort – mit Fami­li­en­ge­rich­ten, die seit Gene­ra­tio­nen über­lie­fert und mit lokalen Pro­duk­ten der Saison neu inter­pre­tiert werden. Zu den Spe­zia­li­tä­ten zählen Fisch-Car­pac­cio mit Zitrone und Ingwer, wildes Gemüse mit Oli­ven­öl sowie gegrill­te Cala­ma­ri. Direkt am unbe­rühr­ten Sand­strand von Agrari, wo die Ägäis sanft ans Ufer rollt, lassen sich die Gerich­te mit einem Glas Ouzo, Tsi­pou­ro oder einem Signa­tu­re-Cock­tail genie­ßen – beglei­tet von grie­chi­scher Musik und der Brise des Meeres.

Bis zum Son­nen­un­ter­gang ist das ALMI­RI­KI der per­fek­te Ort, um in ent­spann­ter Atmo­sphä­re zu ver­wei­len. Wer tiefer in die lokale Ess­kul­tur ein­tau­chen möchte, kann dank der Myco­ni­an Coll­ec­tion an einem beson­de­ren Erleb­nis teil­neh­men: ein grie­chi­scher Koch­kurs auf der Rizes Farm. In ursprüng­li­cher Umge­bung lernen Gäste wie man Tzat­zi­ki, Hack­bäll­chen mit Ouzo oder süße myke­ni­sche Ravioli nach alten Fami­li­en­re­zep­ten zube­rei­tet. Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie unter www.sunrisemykonos.com

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