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Die Bären bremsen ein

Nach hitzigen Jahren an den Börsen hat sich nun ein Bärenmarkt eingestellt. Diese trägen Tiere zwingen zu Geduld. Ein guter Zeitpunkt, um das Thema Nachhaltigkeit auf dem Finanzmarkt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nach Jahren lauten Getöses auf dem Bullenmarkt haben sich mit den fallenden Aktienkursen nun die Bären breitgemacht. Börseexperten rechnen damit, dass die aktuelle Baisse länger anhalten wird. Dazu kommt, dass die Wirtschaft schon jetzt schwächelt, Energiekosten die Unternehmen enorm belasten, ebenso die gestiegenen Zinsen. Und die Lieferkettenproblematik, gerade im Halbleiterbereich, ist auch noch nicht behoben. Bei den Börsenfirmen wird es zu weiteren Gewinnrevisionen kommen, schätzen Experten. Für Anleger bedeutet das, Nerven zu bewahren und vielleicht auch das eigene Investmentverhalten zu reflektieren, Stichwort Nachhaltigkeit.

Dass es Teile der Finanzwelt damit nicht ganz so ernst nehmen, hat zuletzt der Chef der Weltbank, David Malpass, gezeigt. Bei seinem Auftritt in der New Yorker Klimawoche wurde der von Donald Trump ins Amt gesetzte Weltbankpräsident gefragt, ob er nicht der Meinung sei, das Verbrennen von Gas oder Öl würde massiv zur Klimaerwärmung beitragen. Nachdem er zunächst um den heißen Brei herumredete, schloss er mit einem: „Ich bin kein Wissenschaftler.“ Die Weltbank würde jedenfalls, so beklagen NGOs, über Hintertüren Weltregionen wie Afrika, Südamerika und Asien darin unterstützen, den fossilen Wirtschaftszweigen weiterhin ihre Zukunft zu sichern. Finanzexperten sind sich einig: Green Finance kann den Klimawandel nicht aufhalten, aber einen entscheidenden Beitrag zum Umbau der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit leisten.

Die Entwicklungen der letzten Monate haben nicht nur die Aktienmärkte auf den Kopf gestellt, auch in der Immobilienbranche zeigen sich neue Entwicklungen und Trends. Wer auf Edelsteine setzt, beäugte zuletzt skeptisch die politischen Unruhen, die in den Herkunftsländern herrschen. Nachhaltigkeit hat neue Aspekte erhalten, die in diesem Beitrag beleuchtet werden sollen. Und Hand aufs Herz: Was wäre Österreich ohne seine Klein- und Mittelbetriebe, das Rückgrat unserer Wirtschaft? Was bedeutet Stabilität, Enkeltauglichkeit und die langfristige Geldanlage im österreichischen Family Business?

Foto: AdobeStock (Lubos Chlubny)