Nachhaltige Urbanität

Der Zuzug in die städtischen Ballungsräume hält ungemindert an. Immer höher werden die Anforderungen an Flexibilität, Effizienz und Qualität von Wohnbauten sowie an deren Vernetzung mit der urbanen Umgebung. Die Grazer IMMOLA-Gruppe unter ihrem Gründer und Mastermind, dem Architekten Markus Lampesberger, trägt diesem Paradigmenwechsel im urbanen Wohn- und Siedlungsbau massiv Rechnung und leistet damit ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der boomenden steirischen Landeshauptstadt Graz.

Der Trend geht, auch politisch getrieben, nicht nur in Österreich ganz klar in Richtung Elektromobilität“, blickt Lampesberger in die nicht einmal mehr sehr ferne Zukunft, „denn die Umstellung hat im Grunde bereits begonnen.“ Abgesehen von den vergleichsweise nach wie vor eher niedrigen Reichweiten, die in den Städten allerdings kaum ins Gewicht fallen, stellt die Ladeinfrastruktur derzeit noch eine Achillesferse der Elektromobilität dar. Die IMMOLA-Gruppe setze daher, so Lampesberger, bei ihren urbanen Wohnprojekten verstärkt auf Elektromobilitäts-Infrastruktur wie E-Anschlüsse für Elektrofahrräder und Ladestationen für E-Autos. Nicht nur die Wohnungs-User, Käufer wie Mieter, sondern auch Anleger und Großinvestoren, ohne die eine angemessene und zeitgemäße Wohnversorgung in stark wachsenden Zentralräumen gar nicht mehr denkbar wäre, wissen dieses E-Commitment zu würdigen.

Neben der E-Mobility-Infrastruktur widmet die IMMOLA-Gruppe ihr Augenmerk auch verstärkt einer energetisch nachhaltigen, ressourcen- und umweltschonenden Warmwasser- und Wärmeversorgung mittels erneuerbarer Energie, etwa durch Solar- oder Abwärmeanlagen. Zum Referenzprojekt für dieses E-Engagement wird der gemeinsam mit der C&P Immobilien AG errichtete südliche Bauabschnitt des Brauquartiers Puntigam in der Triester Straße (nördlich der Brauerei Puntigam) mit 185 Wohneinheiten, Geschäftsflächen sowie einer Kinderbetreuungseinrichtung. Die Fertigstellung wird demnächst erfolgen.

Bierige Abwärme

Bereits bei der Auslobung des öffentlichen Wettbewerbs wurde besonderer Wert auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit gelegt. Der Siegerentwurf der Scherr + Fürnschuss Architekten ZT-GmbH trug dieser zentralen Vorgabe Rechnung. Ein Weg, der auch bei der Errichtung konsequent weiterverfolgt wurde.

So wurde von der Stadt Graz eigens für das neue Brauquartier Puntigam ein Mobilitätskonzept unter anderem mit Carsharing-Angeboten entwickelt. In jedem der Foyers befinden sich zudem Screens, auf denen die Abfahrtszeiten der unmittelbar am Quartier  vorbeiführenden öffentlichen Verkehrsmittel abzulesen sind. Ebenso steht den Bewohnern entsprechende EMobility-Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Aus der benachbarten Brauerei Puntigam wird, so Lampesberger, das Vorzeigequartier schließlich mit Abwärme aus dem biologischen Gärprozess versorgt. Bisher musste die bei der Vergärung der Bierwürze entstehende Wärme wieder weggekühlt werden, nun wird sie von der  KELAG Wärme GmbH, teilweise mit Unterstützung von Wärmepumpen, aufbereitet ins Brauquartier weitergeleitet. „Damit stellt das Brauquartier Puntigam ein in dieser Größenordnung bisher einmaliges Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung dar“, freut sich Lampesberger.

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