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Gina Drewes Bon­gui­le Coll­ec­tion: Mode, die Ver­bin­dung sicht­bar macht

Mit der Gina Drewes Bonguile Collection entsteht Mode, die über Ästhetik hinausgeht und eine persönliche Geschichte in eine konkrete Wirkung übersetzt.
Foto: Gina Drewes Bonguile Collection
Foto: Gina Drewes Bonguile Collection
Foto: Gina Drewes Bonguile Collection
Foto: Gina Drewes Bonguile Collection
Foto: Gina Drewes Bonguile Collection

Für ihr Label Monkey on my Should­er ent­wi­ckelt die Desi­gne­rin eine limi­tier­te Serie som­mer­li­cher Unisex-Sets, deren Erlöse teil­wei­se in ein Bil­dungs­pro­jekt in Mosam­bik fließen.

Ursprung in Mosam­bik

Der Aus­gangs­punkt der Gina Drewes Bon­gui­le Coll­ec­tion liegt in Vil­an­ku­los. Dort kam die Desi­gne­rin erst­mals mit dem Bon­gui­le Project in Kontakt, einer Vor­schu­le im Stadt­teil Quinto Con­gresso, die Kindern Zugang zu früher Bildung und sozia­ler Ent­wick­lung ermög­licht. Aus einer anfäng­li­chen Begeg­nung ent­wi­ckel­te sich eine nach­hal­ti­ge Ver­bin­dung, die über den Auf­ent­halt hinaus Bestand hatte.

Das Projekt wird von der Orga­ni­sa­ti­on ParCo getra­gen und betreut jähr­lich rund 70 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren. Neben grund­le­gen­der Bildung werden dort auch erste sprach­li­che Fähig­kei­ten ver­mit­telt, die für den wei­te­ren Bil­dungs­weg ent­schei­dend sind.

Stoff als Aus­druck von Haltung

Zurück in Europa begann die gestal­te­ri­sche Über­set­zung dieser Ein­drü­cke. Die Gina Drewes Bon­gui­le Coll­ec­tion basiert auf afri­ka­ni­schen Baum­woll­stof­fen, die nicht einfach über­nom­men, sondern in eine eigen­stän­di­ge Form­spra­che trans­for­miert wurden. Im Zentrum steht ein sen­si­bler Umgang mit kul­tu­rel­len Ein­flüs­sen.

Die Ent­wür­fe ver­ste­hen sich nicht als direkte Refe­renz, sondern als per­sön­li­che Inter­pre­ta­ti­on. Textile Kom­po­si­tio­nen werden zu visu­el­len Erin­ne­run­gen, die eine Ver­bin­dung wei­ter­tra­gen und gleich­zei­tig neue Per­spek­ti­ven eröff­nen.

Klare Sil­hou­et­ten, leben­di­ge Prints

Die Kol­lek­ti­on umfasst zehn soge­nann­te Surfer-Sets, die sich zwi­schen Alltag und Urlaub bewegen. Luftige Mate­ria­li­en treffen auf flie­ßen­de, bewusst redu­zier­te Schnit­te. Die Sil­hou­et­ten sind over­si­zed kon­zi­piert und passen sich den Trä­ge­rin­nen und Trägern an.

Die Prints ent­ste­hen aus einem Zusam­men­spiel von Farbe, Struk­tur und Rhyth­mus. Jedes Set wirkt eigen­stän­dig und fügt sich gleich­zei­tig in ein stim­mi­ges Gesamt­bild ein. Die Kol­lek­ti­on folgt keinem klas­si­schen Drop-Prinzip, sondern ent­wi­ckelt sich kon­ti­nu­ier­lich weiter.

Mode mit kon­kre­ter Wirkung

Ein zen­tra­ler Bestand­teil der Gina Drewes Bon­gui­le Coll­ec­tion ist ihr sozia­ler Anspruch. 35 Prozent des Rein­erlö­ses fließen direkt in die Zusam­men­ar­beit mit ParCo und unter­stüt­zen die Arbeit des Bon­gui­le Pro­jects vor Ort.

Die Kol­lek­ti­on ver­bin­det damit Design und Ver­ant­wor­tung auf eine Weise, die Mode als Medium für Ver­än­de­rung ver­steht. Nicht als kurz­fris­ti­ges State­ment, sondern als lang­fris­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen Krea­ti­vi­tät und gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment.

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