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Das Haus der Digitalisierung

Digitalisierung war und ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Die Pandemie hat diesen Trend weiter verstärkt. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe, die bisher teilweise gezögert haben, sehen die Dringlichkeit, die Möglichkeiten der Digitalisierung aktiv für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Das Land Niederösterreich setzt daher ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die digitale Transformation der heimischen Wirtschaft zu beschleunigen und die Betriebe auf ihrem Weg zu unterstützen. Das zentrale Projekt ist dabei das Haus der Digitalisierung, das von ecoplus in einem dreistufigen Entwicklungsprozess umgesetzt wird. Dabei greifen die einzelnen Schritte wie Puzzleteile ineinander.

2018 wurde ein intelligentes Netzwerk etabliert. Dieses lebende Netzwerk ist der gemeinsame Motor des Projektes. Es nutzt vorhandenes Know-how und setzt auf grenzüberschreitende Vernetzung und internationale Kooperationen, um relevante Entwicklungen im Bereich Digitalisierung rechtzeitig zu erkennen.

In einem zweiten Schritt wurde 2019 das virtuelle Haus der Digitalisierung als branchenübergreifende, strukturierte und virtuelle Informationsdrehscheibe des Projektes eingerichtet. Es stellt die Vernetzung von Unternehmen und das Service-Angebot des niederösterreichischen Digitalisierungsnetzwerkes in den Vordergrund. Das Haus der Digitalisierung bündelt damit Serviceleistungen von Partnern wie dem Land Niederösterreich oder der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Hier finden Unternehmen alle Serviceangebote auf einen Blick. Weiters werden tolle Digitalisierung-Projekte von niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang geholt. Das reale Haus der Digitalisierung ist das letzte Puzzleteil in diesem Prozess und wird die Herzkammer des Gesamtprojektes. Das Haus der Digitalisierung soll sich zum zentralen Anlaufpunkt für Digitalisierung in Niederösterreich entwickeln. Es wird der Digitalisierung in Niederösterreich ein Gesicht geben und die Projekte, Unternehmen und Menschen, die sich mit Digitalisierung beschäftigen, vor den Vorhang holen. Es informiert, inspiriert und vernetzt.

Auf 4.200 m2 Gesamtfläche entsteht bis 2023 in Kooperation zwischen ecoplus Digital und der Fachhochschul-Immobiliengesellschaft ein architektonisches Highlight am Campus Tulln. Im Gebäude wird es einen Eingangsbereich mit Infopoint, einen Showroom- und Veranstaltungsbereich, einen Bereich für die Erweiterung der Fachhochschule Wiener Neustadt, einen Gastrobereich mit Gastgarten, Büroeinheiten sowie Inkubator-Flächen geben.

Jährlich wird für den Showroom auf rund. 500m² ein Ausstellungsthema und dessen Inszenierung mit Kuratorinnen und Kuratoren erarbeitet. Innerhalb dieses Ausstellungsthemas gibt es die Möglichkeit, wechselnde Schwerpunkte zu integrieren. Der Showroom soll innerhalb eines halben Tags in Niederösterreich modernstes Veranstaltungszentrum umgebaut werden können – hier wird es ein neues Veranstaltungserlebnis mit eindrucksvoller Präsentationsmöglichkeit geben. Das Ausstellungsthema und die einzelnen Schwerpunkte reichen von innovativen Veranstaltungsformaten im Showroom, der Sky-Lounge im Obergeschoss oder der Gastronomieeinheit flankiert werden: vom Digitalisierungs-Café über KMU-Matchmaking bis zur Gala-Abendveranstaltung.

Im Haus der Digitalisierung werden neben der Fachhochschule Wiener Neustadt in erster Linie Serviceinstitutionen eingemietet sein, die KMU bei ihrer Transformation in Richtung Digitalisierung begleiten können. Vom Service und den Möglichkeiten im Haus der Digitalisierung und des wachsenden Digitalisierungsnetzwerkes Niederösterreich sollen alle Unternehmen profitieren – direkt im Haus der Digitalisierung, aber auch an ihren Unternehmensstandorten.

Zwischen dem Haus der Digitalisierung und der Stadt Tulln wird eine enge Kooperation gepflegt, die eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Zukunftsentwicklung ist. Tulln will gemeinsam mit dem Haus der Digitalisierung und seinen Partnern neben dem Schwerpunkt GREEN SMART CITY mit den Kernthemen Garten, Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit auch innovative Wege in Themen wie Bürgerbeteiligung, digitale Dienstleistungen, E-Government, usw. gehen und Projekte umsetzen.

Fotocredit: Architekten KronausMittererGallister + isochrom