JUST-Redaktion|

Ver­an­la­gun­gen in Immo­bi­li­en bleiben attrak­tiv

Die COVID-19-Pan­de­mie zieht auch am hei­mi­schen Immo­bi­li­en­markt nicht spurlos vorüber. Laut Deloit­te Styria bleiben Immo­bi­li­en aber auch in Kri­sen­zei­ten attrak­ti­ve Anla­ge­mög­lich­kei­ten.

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie unter­schied­lich sich die ver­schie­de­nen Asset­klas­sen ent­wi­ckeln können: Während es im Bereich Hotel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Retail zu deut­li­chen Preis­ein­brü­chen kam, haben Wohn­im­mo­bi­li­en eher zuge­legt. Im dritten Quartal 2020 beschleu­nig­te sich der Haus­preis­an­stieg in Öster­reich laut Euro­stat sogar auf 8,9 %. Im vierten Quartal 2019 lag dieser Wert noch bei 6,2 %.

Damit hat die Corona-Krise die Nach­fra­ge nach Woh­nun­gen nicht gedros­selt. Auf­fäl­lig ist aber eine Ver­knap­pung des Ange­bots: Makler klagen immer häu­fi­ger über Schwie­rig­kei­ten, aus­rei­chend attrak­ti­ve Objekte für ihre Kli­en­ten zu finden. Neben den Bal­lungs­zen­tren ist aktuell das Umland mit guter Ver­kehrs­an­bin­dung beson­ders gefragt. Die Nähe zur Natur hat in der Pan­de­mie zwei­fel­los an Wert gewon­nen. „In der Stei­er­mark ist dieser Trend beson­ders spürbar. Die Qua­drat­me­ter­prei­se schwan­ken aber immer noch stark – von rund 1.700 Euro für neue Eigen­tums­woh­nun­gen im Bezirk Murau bis hin zu rund 3.250 Euro in Graz“, so Fried­rich Möstl, Partner und Immo­bi­li­en­ex­per­te bei Deloit­te Styria.

Auch die Moti­va­ti­on der Immo­bi­li­en­in­ves­to­ren hat sich ver­än­dert: Während vor der Krise noch die Höhe der Rendite im Vor­der­grund gestan­den ist, gewin­nen Fak­to­ren wie die Sicher­heit der Ver­an­la­gung und das Wert­stei­ge­rungs­po­ten­zi­al an Bedeu­tung. Die Frage nach der rich­ti­gen Immo­bi­li­en­ver­an­la­gung für Inves­to­ren hängt stark vom Anle­ger­pro­fil ab. Manuela Bauer-Moser, Senior Mana­ge­rin bei Deloit­te Styria, emp­fiehlt pri­va­ten Anle­gern, sich an pro­fes­sio­nel­le, eta­blier­te Anbie­ter zu wenden. „Vor allem Bau­her­ren­mo­del­le sind nach wie vor attrak­tiv. Die steu­er­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen wurden aber zuletzt stark ver­än­dert und sollten jeden­falls vor einer Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dung mit einem Exper­ten bespro­chen werden“, ergänzt die Steu­er­be­ra­te­rin. Für insti­tu­tio­nel­le Anleger ist die wirt­schaft­li­che Analyse der Immo­bi­li­en durch eine Due-Dili­gence-Bewer­tung uner­läss­lich. Auch regio­na­le Kennt­nis­se und die 3‑L-Regel (Lage-Lage-Lage) sind wich­ti­ger denn je.

Foto: FRIED­RICH MÖSTL, Partner und Immo­bi­li­en­ex­per­te bei Deloit­te Styria.

Foto­credit: Barbara Majcan

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