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Neu­jahrs­emp­fang der WKO Stei­er­mark

Der Neujahrsempfang der WKO Steiermark brachte das „Who is Who“ aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Rund 250 hochrangige Gäste folgten der Einladung der Wirtschaftskammer Steiermark und nutzten den traditionellen Jahresauftakt für Austausch, Vernetzung und klare wirtschaftspolitische Botschaften.

 Im Zentrum stand der ein­dring­li­che Appell von WKO-Stei­er­mark-Prä­si­dent Josef Herk: „Wir brau­chen eine Allianz für Wachs­tum.“

Klar­text zum Jah­res­auf­takt: Refor­men statt Dau­er­kri­se

Prä­si­dent Josef Herk fordert Mut zur Ver­än­de­rung

In seiner Rede fand Prä­si­dent Josef Herk deut­li­che Worte zur aktu­el­len Lage Öster­reichs. Trotz des hohen Wohl­stands sei Unzu­frie­den­heit tief ver­an­kert:

„Als Gesell­schaft inves­tie­ren wir sehr viel Energie in fort­ge­setz­te Kritik – und erstaun­lich wenig in ihre Ver­än­de­rung.“

Herk betonte, dass der wirt­schaft­li­che Erfolg des Landes auf den Leis­tun­gen der arbei­ten­den Men­schen beruhe. Dieser pro­duk­ti­ve Kern schrump­fe jedoch zuneh­mend – mit gra­vie­ren­den Folgen für Wett­be­werbs­fä­hig­keit und Wohl­stand.

Drei Jahre Rezes­si­on als Weckruf

Stei­gen­de Arbeits- und Ener­gie­kos­ten sowie struk­tu­rel­le Fehl­an­rei­ze hätten Öster­reich in eine drei­jäh­ri­ge Rezes­si­on geführt. Immer weniger Erwerbs­tä­ti­ge müssten immer mehr Lasten tragen. Für Herk ist klar: Ohne tief­grei­fen­de Refor­men droht ein nach­hal­ti­ger Verlust an Stand­ort­qua­li­tät.

Allianz für Wachs­tum: Die zen­tra­len For­de­run­gen der WKO Stei­er­mark

Struk­tur­re­for­men und Pen­si­ons­sys­tem neu denken

Ein zen­tra­les Thema des Neu­jahrs­emp­fangs war die Pen­si­ons­re­form. Ange­sichts der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung sprach sich Herk für eine Annä­he­rung an das däni­sche Modell aus, bei dem das Pen­si­ons­an­tritts­al­ter auto­ma­tisch an die stei­gen­de Lebens­er­war­tung gekop­pelt ist.
Diese Lösung sei fair, ehrlich und würde dau­er­haft Druck aus dem System nehmen.

Leist­ba­re Energie als Stand­ort­fak­tor

Ein wei­te­rer Schwer­punkt lag auf dem Thema Ener­gie­kos­ten. Die WKO Stei­er­mark fordert:

  • rasche Umset­zung der ange­kün­dig­ten Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung

  • ein­heit­li­che und wett­be­werbs­fä­hi­ge Netz­kos­ten in ganz Öster­reich

Gerade stei­ri­sche Unter­neh­men seien aktuell durch über­durch­schnitt­lich hohe Netz­ent­gel­te belas­tet – ein klarer Wett­be­werbs­nach­teil für den Stand­ort Stei­er­mark.

Dere­gu­lie­rung, Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung und inter­na­tio­na­le Abkom­men

Herk bekann­te sich klar zu:

  • inter­na­tio­na­len Han­dels­ab­kom­men wie Mer­co­sur

  • kon­se­quen­ter Dere­gu­lie­rung und Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung

  • einer kri­ti­schen Über­prü­fung staat­li­cher Auf­ga­ben und Kom­pe­ten­zen auf allen Ebenen

Ohne Auf­ga­ben­kri­tik bei Bund, Ländern und Gemein­den seien stabile öffent­li­che Finan­zen nicht erreich­bar.

AREA SÜD und Kor­alm­bahn: Jahr­hun­dert­chan­ce für den Süden Öster­reichs

Neuer Wirt­schafts­raum als Wachs­tums­mo­tor

Beson­ders hob der WKO-Prä­si­dent die Bedeu­tung der Kor­alm­bahn hervor. Der ent­ste­hen­de Wirt­schafts­raum AREA SÜD biete enorme Chancen für Unter­neh­men, Arbeits­plät­ze und Inno­va­tio­nen.

„Für den Süden Öster­reichs ist das eine Jahr­hun­dert­chan­ce, die es 2026 zu ergrei­fen gilt.“

Hoch­ka­rä­ti­ge Gäste beim WKO-Neu­jahrs­emp­fang

Politik, Wirt­schaft und Sozi­al­part­ner­schaft vereint

Unter den Gästen befan­den sich unter anderem:

  • Staat­s­e­kre­tä­rin Barbara Eib­in­ger-Miedl

  • LH-Stell­ver­tre­te­rin Manuela Khom

  • Lan­des­rat Hannes Ames­bau­er (in Ver­tre­tung von LH Mario Kunasek)

  • AK-Prä­si­dent Josef Pesserl und IV-Prä­si­dent Kurt Maier

  • zahl­rei­che nam­haf­te Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer wie Jürgen Roth, Philipp Gady, Martin Schal­ler und Chris­ti­an Jauk

 

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