Im Zentrum stand der eindringliche Appell von WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Wir brauchen eine Allianz für Wachstum.“
Klartext zum Jahresauftakt: Reformen statt Dauerkrise
Präsident Josef Herk fordert Mut zur Veränderung
In seiner Rede fand Präsident Josef Herk deutliche Worte zur aktuellen Lage Österreichs. Trotz des hohen Wohlstands sei Unzufriedenheit tief verankert:
„Als Gesellschaft investieren wir sehr viel Energie in fortgesetzte Kritik – und erstaunlich wenig in ihre Veränderung.“
Herk betonte, dass der wirtschaftliche Erfolg des Landes auf den Leistungen der arbeitenden Menschen beruhe. Dieser produktive Kern schrumpfe jedoch zunehmend – mit gravierenden Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.
Drei Jahre Rezession als Weckruf
Steigende Arbeits- und Energiekosten sowie strukturelle Fehlanreize hätten Österreich in eine dreijährige Rezession geführt. Immer weniger Erwerbstätige müssten immer mehr Lasten tragen. Für Herk ist klar: Ohne tiefgreifende Reformen droht ein nachhaltiger Verlust an Standortqualität.
Allianz für Wachstum: Die zentralen Forderungen der WKO Steiermark
Strukturreformen und Pensionssystem neu denken
Ein zentrales Thema des Neujahrsempfangs war die Pensionsreform. Angesichts der demografischen Entwicklung sprach sich Herk für eine Annäherung an das dänische Modell aus, bei dem das Pensionsantrittsalter automatisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt ist.
Diese Lösung sei fair, ehrlich und würde dauerhaft Druck aus dem System nehmen.
Leistbare Energie als Standortfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Energiekosten. Die WKO Steiermark fordert:
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rasche Umsetzung der angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung
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einheitliche und wettbewerbsfähige Netzkosten in ganz Österreich
Gerade steirische Unternehmen seien aktuell durch überdurchschnittlich hohe Netzentgelte belastet – ein klarer Wettbewerbsnachteil für den Standort Steiermark.
Deregulierung, Entbürokratisierung und internationale Abkommen
Herk bekannte sich klar zu:
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internationalen Handelsabkommen wie Mercosur
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konsequenter Deregulierung und Entbürokratisierung
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einer kritischen Überprüfung staatlicher Aufgaben und Kompetenzen auf allen Ebenen
Ohne Aufgabenkritik bei Bund, Ländern und Gemeinden seien stabile öffentliche Finanzen nicht erreichbar.
AREA SÜD und Koralmbahn: Jahrhundertchance für den Süden Österreichs
Neuer Wirtschaftsraum als Wachstumsmotor
Besonders hob der WKO-Präsident die Bedeutung der Koralmbahn hervor. Der entstehende Wirtschaftsraum AREA SÜD biete enorme Chancen für Unternehmen, Arbeitsplätze und Innovationen.
„Für den Süden Österreichs ist das eine Jahrhundertchance, die es 2026 zu ergreifen gilt.“
Hochkarätige Gäste beim WKO-Neujahrsempfang
Politik, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft vereint
Unter den Gästen befanden sich unter anderem:
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Staatsekretärin Barbara Eibinger-Miedl
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LH-Stellvertreterin Manuela Khom
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Landesrat Hannes Amesbauer (in Vertretung von LH Mario Kunasek)
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AK-Präsident Josef Pesserl und IV-Präsident Kurt Maier
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zahlreiche namhafte Unternehmerinnen und Unternehmer wie Jürgen Roth, Philipp Gady, Martin Schaller und Christian Jauk





