Annette Zierer|

Stefan Szc­zes­ny: Solo­aus­stel­lung „Farbe & Zeich­nung im Licht des Südens“

2026 zelebriert der international bekannte deutsch-französische Künstler Stefan Szczesny seinen 75. Geburtstag mit zahlreichen Solo- und Sonderausstellungen in Galerien sowie Anfang September im Musée Salle Jean-Despas in Saint-Tropez.

Die Kunst­hal­le der LV 1871 in München widmet dem Münch­ner, der in Saint-Tropez lebt, zum Jubi­lä­um die Solo-Aus­stel­lung „Farbe & Zeich­nung im Licht des Südens“, die die Band­brei­te seiner Werke doku­men­tiert. Denn in München begann seine inter­na­tio­na­le Kar­rie­re und München ist seine Heimat.

Stefan Szc­zes­ny, der in München als Sohn des Schrift­stel­lers Gerhard Szc­zes­ny und der Dra­ma­tur­gin Martha Meuf­fels geboren wurde, stu­dier­te an der Aka­de­mie der Bil­den­den Künste München und gleich­zei­tig Kunst­ge­schich­te, Phi­lo­so­phie und Archäo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät München. Während seiner Stu­di­en­zeit arbei­te­te Stefan Szc­zes­ny als Kunst­kri­ti­ker und archäo­lo­gi­scher Zeich­ner. Er war Meis­ter­schü­ler von Günter Fruh­trunk.

Bereits 1979 stellte der Mit­be­grün­der der „Neuen Wilden“ im Münch­ner Len­bach­haus aus; 1984 zeigte er seine von der römi­schen Antike inspi­rier­ten Werke in der Münch­ner Glyp­to­thek. Nach dem Studium zog Szc­zes­ny zunächst nach Paris, erhielt das Villa-Massimo-Sti­pen­di­um in Rom und anschlie­ßend das Sti­pen­di­um der Villa Romana in Florenz. Beson­ders prägend war die Zeit in seinem New Yorker Atelier in Tribeca. Seit den Acht­zi­ger­jah­ren ver­bringt er jähr­lich längere Zeit in der Karibik.

Als Mit­be­grün­der und Prot­ago­nist der Kunst­be­we­gung „Neue Wilde“ trug Stefan Szc­zes­ny in den frühen 1980er-Jahren ent­schei­dend dazu bei, die expres­si­ve, figu­ra­ti­ve Malerei in den Mit­tel­punkt des Kunst­ge­sche­hens zu rücken. Sein Werk zeich­net sich durch kraft­vol­le Farben, expres­si­ve Formen und eine lebens­be­ja­hen­de Bild­spra­che aus. Mit seinem Œuvre zählt Szc­zes­ny zu den wich­tigs­ten Posi­tio­nen der zeit­ge­nös­si­schen Malerei und Skulp­tur in Europa.

Stefan Szc­zes­nys künst­le­ri­sche Band­brei­te umfasst Malerei, Zeich­nung, Skulp­tur, Keramik, Glas und groß­for­ma­ti­ge Instal­la­tio­nen. Als All­roun­der rea­li­sier­te er inter­na­tio­na­le Aus­stel­lun­gen und Archi­tek­tur­pro­jek­te wie große Kera­mik­wän­de für das WWF-Projekt „The Living Planet“ bei der Expo 2000 in Han­no­ver und die Umge­stal­tung der Insel Mainau zum Gesamt­kunst­werk im Jahr 2007.

Sein aktu­el­les Groß­pro­jekt im Auftrag der „UNESCO #Art4GlobalGoals Stilart“ star­te­te am Ludwig Museum Koblenz, segelte über den Düs­sel­dor­fer Rhein­ha­fen zum UNESCO-Haupt­sitz in Paris. 2027 geht das Projekt im Rahmen der Inter­na­tio­na­len Gar­ten­bau­aus­stel­lung Deutsch­land-Holland weiter mit einer Kunst-Segel­re­gat­ta von Duis­burg nach Rot­ter­dam.

Er wirkte als Her­aus­ge­ber an zahl­rei­chen Publi­ka­tio­nen zur Kunst der „Neuen Wilden“ mit, die bei DuMont und anderen nam­haf­ten Ver­la­gen erschie­nen. Zudem gab er die Künst­ler­zeit­schrift „Malerei – Pain­ting – Pein­ture“ heraus, für die er bekann­te Künst­ler dazu gewann, sich über ihre Arbeit zu äußern.

Stefan Szc­zes­ny grün­de­te 2020 in Saint-Tropez die „Szc­zes­ny Art Foun­da­ti­on“ (weitere Infor­ma­tio­nen: szczesnyartfoundation.com). Die gemein­nüt­zi­ge Stif­tung, die der Ver­mitt­lung, dem Erhalt und der wis­sen­schaft­li­chen Betreu­ung seines Œuvres dient, ver­folgt das Ziel, in Saint-Tropez ein Museum für sein umfas­sen­des Lebens­werk zu schaf­fen.

Zu Stefan Szc­zes­nys wich­tigs­ten Aus­stel­lun­gen zählten unter anderem Retro­spek­ti­ven im Rhei­ni­schen Lan­des­mu­se­um Bonn, in der Kunst­hal­le Mann­heim, der Kunst­hal­le Emden, der Kunst­hal­le Bremen und der Kunst­hal­le Köln, im Museum Linz, im Musée Mal­mai­son in Cannes, im Palais des Papes in Avignon sowie in der Kunst­hal­le für Moderne Kunst in Sevilla. Zahl­lo­se Gale­rie­aus­stel­lun­gen zeigten seine Werke in New York, London, Paris, Berlin, Zürich usw. Viele seiner Werke befin­den sich in öffent­li­chen und pri­va­ten Samm­lun­gen.

Im Kunst­foy­er der Lebens­ver­si­che­rung von 1871 werden regel­mä­ßig öffent­lich zugäng­li­che Aus­stel­lun­gen mit Werken renom­mier­ter Künst­le­rin­nen und Künst­ler sowie viel­ver­spre­chen­der Nach­wuchs­ta­len­te prä­sen­tiert. Infor­ma­tio­nen: www.kunst-im-foyer.de

Aus­stel­lung: 16. Sep­tem­ber 2026 – Ende Februar 2027

Kunst­foy­er der Lebens­ver­si­che­rung von 1871 a. G. München

Maxi­mi­li­ans­platz 5

80333 München

Öff­nungs­zei­ten: werk­tags von Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr

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