Österreichische Designer: Ausstellung in Graz

Die Ausstellung "Best of Austrian Design" zeigt 28 Projekte, die auf die Shortlist zum Staatspreis Design 2022 gesetzt wurden, sowie auch die Preisträger:innen.
Staatspreis Design: Die Gewinner und Gewinnerinnen 2023 stehen. Auf dem Foto zu sehen: v. l. Sandra Holasek, Günter Riegler, Stefanie Falle, Thomas Feichtner, Thomas Kohlert. Copyright: Miriam Raneburger
Staatspreis Design: Die Gewinner und Gewinnerinnen 2023 stehen. Auf dem Foto zu sehen: v. l. Sandra Holasek, Günter Riegler, Stefanie Falle, Thomas Feichtner, Thomas Kohlert. Copyright: Miriam Raneburger

Die eingereichten Designs reichten von einem vollelektrischen Feuerwehrfahrzeug über ein Lichtsystem und einen Stuhl bis hin zu einer Beinprothese für den Alpinsport. Alle Projekte standen für wegweisende Fortschrittlichkeit, gesellschaftliche Relevanz und Nachhaltigkeit. Als zentrale Themen unserer Zeit bildeten sie auch den Fokus der Beurteilung der 205 Einreichungen von insgesamt 171 Gestalter:innen. Der Staatspreis Design wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft vergeben. Ziel ist es, durch die Auszeichnung das Designbewusstsein in der österreichischen Wirtschaft zu heben, auf das hohe Niveau des Designpotenzials und auf österreichische Designer aufmerksam zu machen.

In der Ausstellung „Staatspreis Design 2022: Best of Austrian Design“ sind nun die Werke all jener Künstler:innen, die es auf die Shortlist geschafft haben zu sehen. Diese können Interessierte von 10. März bis 22. April 2023 im Designforum Steiermark besuchen.

Österreichische Designer: das „Best Of“

Die Arbeiten sind ein „Best Of“ der heimischen Kreativwirtschaft. Sie zeugen davon, wie gutes Design Mehrwert generiert und sich auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirkt. „Mit dem Staatspreis Design prämiert das Arbeits- und Wirtschaftsministerium die besten Designlösungen Österreichs. So vielfältig die ausgezeichneten Objekte und ihre Gestaltung sind, so geschlossen sind sie in ihrer exzellenten und zukunftsweisenden Qualität. Die Ausstellung macht all das sichtbar und erlebbar und ermöglicht spannende Begegnungen mit einem Thema von breitgefächerter Relevanz, vom Standortfaktor bis hin zum persönlichen Lebensalltag“, betont Thomas Kohlert, Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft.

Die Eröffnung der Ausstellung Best of Austrian Design. Copyright: Miriam Raneburger.
Die Eröffnung der Ausstellung Best of Austrian Design. Copyright: Miriam Raneburger.

Die Preisträger:innen

Der Staatspreis Design in der Kategorie Konsumgüter ging an Johannes Wacker, Bernhard Wolf und Roland Wolf. Für ROLF, die sogenannte Bohnenbrille für die ROLF – Roland Wolf GmbH. Als Gewinner in der Kategorie Investitionsgüter ging das Studio F. A. Porsche mit Tondach V11, der von der Wienerberger Österreich GmbH in Auftrag gegebenen und hergestellten Tondachziegel, hervor. Den Staatspreis in der Kategorie Produktgestaltung Interior gewann Thomas Feichtner gemeinsam mit Preciosa Lighting für das Lichtsystem „Fractal Light System“.

In der Sonderkategorie DesignImpact-Concepts überzeugte Bettina Löger mit der Produktionsmethode „3D Tufting“. Ruben Asuo erhielt die Auszeichnung für seinen Fußballschuh aus Ghana – „Gravel“. Der dritte Sonderpreis erging an Yasmin Hashw für „KADAM“, eine Beinprothese für den Alpinsport. Der Sonderpreis in der Sonderkategorie Spaces & Environment ging an die destilat Design Studio GmbH für die Gestaltung der Weinmanufaktur Clemens Strobl.

Österreichische Designer zeigen Projekte mit Steiermark-Bezug

Unter den Einreichungen finden sich einige Projekte mit Steiermark-Bezug wieder. So wurde beispielsweise das vollelektrisches Feuerwehrfahrzeug „RT – Revolutionary Technology“ in der Kategorie „Investitionsgüter“ nominiert. Dieses wurde von moodley industrial design GmbH in Zusammenarbeit mit Rosenbauer International AG entwickelt . Thomas Feichtner durfte sich neben dem Staatspreis für „Fractal Light System“ auch über eine Auszeichnung für den Stuhl „Asensio Chair“ für die Grüne Erde und eine Nominierung für das multifunktionale Arbeitstisch-System „STUDIO Workbench“ für die Bene GmbH in der Kategorie „Produktgestaltung Interior“ freuen. Jakob Glasner konnte in derselben Kategorie mit dem variablen Bett „f=mg“ überzeugen und erhielt eine Auszeichnung.

Einen Sonderpreis in der Sonderkategorie „DesignImpact-Concepts“ erhielten Ruben Asuo und Yasmin Hashw, Studierende an der FH Joanneum. In der Sonderkategorie „Spaces & Environment“ erhielten Kadadesign und Raunjak Intermedias eine Auszeichnung für „2020 / Fundamente“. Ihr Projekt umfasste eine Installation am Heldenplatz anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Beitritts Österreichs zur Europäischen Union.

„Kreativität und Design sind von enormer Bedeutung für Unternehmen. Sie schaffen einen erheblichen Mehrwert, indem sie Produkten das gewisse Etwas verleihen und somit einen direkten Einfluss auf deren wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Ausstellung verdeutlicht das eindrucksvoll. Darüber hinaus zeigen einige der steirischen Beiträge erneut die hervorragende Ausbildungsqualität im Bereich Design an der FH Joanneum auf“, so Sandra Holasek, Abgeordnete zum Landtag Steiermark.

Preisverleihung des Staatspreis Design

2022 fand die Preisverleihung des Staatspreis Design zum 49. Mal statt. In mehreren Runden präsentierten österreichische Designer ihre Werke und wurden von einer Fachjury bewertet. Diese bestand aus Gregor Eichinger, Sylvia Feichtinger, Wolfgang Held, Elisabeth Petermann und André Poulheim. Die Experten beurteilten unter anderen Kriterien wie gestalterische Qualität, Funktionalität, innovativer Charakter und Nachhaltigkeit.

Der Preis unterstreicht die hohe gesellschaftspolitische und kulturelle Relevanz von Design. Wirtschafts- und Kulturstadtrat Günter Riegler freut sich, dass die Ausstellung auch 2023 wieder in der „UNESCO City of Design“ Graz stattfindet: „Die gezeigten Projekte sind hervorragende Beispiele für kreative Lösungsansätze und Produktideen. Besonders erfreulich ist es, dass auch zwei Studierende der FH Joanneum für ihre Projekte „Gravel“ und „KADAM“ ausgezeichnet wurden. Das unterstreicht die Kompetenz der UNESCO City of Design Graz als Standort.“

„Der Staatspreis Design ist wichtig, um anhand von guten Beispielen die Relevanz von Design in Österreich sichtbar zu machen. Das gilt für die Wertschätzung von Designstudios und Kreativen ebenso wie für den Wert von Design in der heimischen Wirtschaft“, so Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria.

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