Thorwartl ist im Mühlviertel groß geworden, auf dem elterlichen Bauernhof. Dort gibt es, wie es sich für eine anständige Landwirtschaft gehört, natürlich auch einen Misthaufen. Und der stand jüngst im Mittelpunkt eines Forschungsvorhabens.
Ziel: den idealen Anstellwinkel eines Skis beim Carvingschwung zu ermitteln, sodass die „Brettln“ nicht wegrutschen und die Geschwindigkeit nicht abnimmt. Damit könnten Skii individuell an die Bedürfnisse eines jeden Wintersportlers bzw. einer jeden Wintersportlerin angepasst werden.
„Um jene Sensoren zu validieren, die die Orientierung des Skis auf der Piste und die Fahrgeschwindigkeit hochpräzise erfassen, haben mein Team und ich beim Misthaufen ein speziell entwickeltes Gerät aufgestellt, das Carvingschwünge und fein abgestufte gerutschte Schwünge simuliert“, erklärt Thorwartl. Videoanalysen, mit denen der Anstellwinkel bisher untersucht wurde, dürften damit bald Schnee von gestern sein. Dafür wurden Thorwartl und sein Team heuer beim International Congress on Science and Skiing im italienischen Wintersportort Val di Fiemme mit einem Young Investigator Award ausgezeichnet.




