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Neues Chris­ti­an Doppler Labor an der Mon­tan­uni eröff­net

Die Montanuniversität Leoben hat das neue Christian Doppler Labor für Reaktive Strömungen in der Produktion und Veredelung von grünem Stahl eröffnet.

Das am Lehr­stuhl für Simu­la­ti­on metall­ur­gi­scher Pro­zes­se ange­sie­del­te Labor wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Energie und Tou­ris­mus (BMWET) geför­dert und stärkt gezielt die Cir­cu­lar-Engi­nee­ring-Stra­te­gie der Uni­ver­si­tät. Es steht exem­pla­risch für die erfolg­rei­che Ver­bin­dung von uni­ver­si­tä­rer Spit­zen­for­schung und indus­tri­el­ler Anwen­dung im Rahmen der Chris­ti­an Doppler For­schungs­ge­sell­schaft.

Grüner Stahl als Schlüs­sel zur nach­hal­ti­gen indus­tri­el­len Trans­for­ma­ti­on

Die Stahl­in­dus­trie befin­det sich welt­weit in einer tief­grei­fen­den Trans­for­ma­ti­on hin zu emis­si­ons­ar­men und res­sour­cen­scho­nen­den Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen. Grüner Stahl gilt dabei als zen­tra­le Schlüs­sel­tech­no­lo­gie für eine nach­hal­ti­ge Indus­trie.

Hoch­tem­pe­ra­tur­pro­zes­se ver­ste­hen und gezielt steuern

Ein prä­zi­ses, modell­ba­sier­tes Ver­ständ­nis kom­ple­xer Hoch­tem­pe­ra­tur­pro­zes­se ist ent­schei­dend:
Dazu zählen Flüs­sig­keits­strö­mun­gen, elek­tro­ma­gne­ti­sche Effekte, Wärme- und Stoff­trans­port sowie che­mi­sche Reak­tio­nen, wie sie unter anderem in Licht­bo­gen­öfen auf­tre­ten. Diese Pro­zes­se bilden die tech­no­lo­gi­sche Grund­la­ge für Inno­va­tio­nen in der Stahl­her­stel­lung.

Prä­dik­ti­ve Modelle für effi­zi­en­te und emis­si­ons­ar­me Stahl­pro­duk­ti­on

Das neue Chris­ti­an Doppler Labor erwei­tert dieses Pro­zess­ver­ständ­nis sub­stan­zi­ell. Ziel ist es, Mecha­nis­men zu iden­ti­fi­zie­ren, die Effi­zi­enz, Pro­dukt­qua­li­tät und Emis­sio­nen beein­flus­sen, und daraus prä­dik­ti­ve nume­ri­sche Modelle zu ent­wi­ckeln. Diese Modelle unter­stüt­zen künftig die Aus­le­gung, Opti­mie­rung und den Betrieb indus­tri­el­ler Anlagen zur Her­stel­lung von grünem Stahl.

For­schungs­schwer­punk­te des Chris­ti­an Doppler Labors

Das CD-Labor ver­bin­det moderns­te nume­ri­sche Simu­la­tio­nen mit geziel­ten expe­ri­men­tel­len Unter­su­chun­gen.

Reak­ti­ve Strö­mun­gen und nach­hal­ti­ge Metall­ur­gie

„Unser Ziel ist es zu ver­ste­hen, wie geschmol­ze­ner Stahl mit seiner Umge­bung inter­agiert, wie Ver­un­rei­ni­gun­gen effi­zi­ent ent­fernt werden und wie Trans­port­phä­no­me­ne Pro­dukt­qua­li­tät, Ener­gie­ver­brauch und Umwelt­aus­wir­kun­gen beein­flus­sen“, erklärt Labor­lei­ter Priv.-Doz. Dr. Ebrahim Karimi Sibaki.
Damit leistet das Labor einen wesent­li­chen Beitrag zu Pro­zess­si­cher­heit, Ener­gie­ef­fi­zi­enz und der nach­hal­ti­gen Aus­rich­tung der Metall­ur­gie.

BMWET stärkt anwen­dungs­ori­en­tier­te For­schung und Wett­be­werbs­fä­hig­keit

Chris­ti­an Doppler Labors sind stra­te­gisch wich­ti­ge Instru­men­te für Uni­ver­si­tä­ten und den Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich. Sie ermög­li­chen fokus­sier­te For­schung an Zukunfts­the­men und sichern gleich­zei­tig den Wis­sens­trans­fer in indus­tri­el­le Anwen­dun­gen.

Indus­trie­stand­ort Öster­reich auf der Über­hol­spur

Bun­des­mi­nis­ter Wolf­gang Hatt­manns­dor­fer betont:
„Die Trans­for­ma­ti­on zu nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on bedeu­tet weniger Energie- und Roh­stoff­ver­brauch und damit echte Wett­be­werbs­vor­tei­le. Das neue Chris­ti­an Doppler Labor in Leoben schafft genau dieses Wissen und liefert eine zen­tra­le Grund­la­ge für eine zukunfts­fit­te, nach­hal­ti­ge Stahl­pro­duk­ti­on.“

Enge Zusam­men­ar­beit mit füh­ren­den Indus­trie­part­nern

Das Chris­ti­an Doppler Labor arbei­tet eng mit inter­na­tio­nal füh­ren­den Unter­neh­men der Stahl- und Anla­gen­in­dus­trie zusam­men.

INTECO: Effi­zi­en­te­re Pro­zes­se durch fort­ge­schrit­te­ne Model­lie­rung

INTECO Melting and Casting Tech­no­lo­gies GmbH unter­stützt bereits das dritte CD-Labor in Folge. Ziel ist die Model­lie­rung von Elek­tro­schla­cken-Umschmel­zungs- und Licht­bo­gen­ofen­pro­zes­sen, um Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Raf­fi­na­ti­ons­re­ak­tio­nen und Pro­zess­steue­rung weiter zu ver­bes­sern.

RHI Magne­si­ta: Inno­va­tio­nen für feu­er­fes­te Mate­ria­li­en

RHI Magne­si­ta, welt­weit führend bei feu­er­fes­ten Werk­stof­fen, bringt sein Know-how ein, um hoch­tem­pe­ra­tur­re­ak­ti­ve Strö­mun­gen besser zu ver­ste­hen und neue Lösun­gen für eine nach­hal­ti­ge­re Stahl­her­stel­lung zu ent­wi­ckeln.

Prime­tals Tech­no­lo­gies: Höchste Qua­li­tät in der Strang­gieß­tech­nik

Prime­tals Tech­no­lo­gies Austria GmbH fokus­siert auf kom­ple­xe Stahl­strö­mun­gen in der kon­ti­nu­ier­li­chen Gieß­form, inklu­si­ve Erstar­rung, Gas­bla­sen, Ein­schlüs­sen und Magnet­fel­dern. Ziel sind stabile Pro­zes­se und höchste Pro­dukt­qua­li­tät, etwa für inno­va­ti­ve Kon­zep­te wie Endless Strip Pro­duc­tion (ESP).

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