Mit der erfolgreichen Ausrichtung der internationalen Konferenz IC-MPPE 2026 sowie einer neuen COMET-Förderung in Millionenhöhe setzt das MCL wichtige Impulse für die Zukunft der Materialentwicklung und stärkt gleichzeitig den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Steiermark.
Internationale Spitzenforschung bei der IC-MPPE 2026 in Leoben
Mit der Durchführung der internationalen Konferenz „Integrated Computational Materials, Process and Product Engineering“ (IC-MPPE 2026) brachte das Materials Center Leoben führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt in die Obersteiermark. Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Ländern trafen sich im Live Congress Leoben, um aktuelle Entwicklungen in der Werkstoffforschung und Werkstofftechnik zu präsentieren und zu diskutieren.
Insgesamt wurden 69 wissenschaftliche Beiträge vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf digitalen und datengetriebenen Methoden in der Materialentwicklung sowie deren Einsatz für nachhaltige und effiziente industrielle Prozesse. Die hohe internationale Beteiligung unterstreicht die globale Bedeutung des Forschungsstandorts Leoben und bestätigt die Rolle der Steiermark als Innovationszentrum für moderne Materialtechnologien.
Digitale Werkstoffentwicklung als Schlüssel zur Industrie der Zukunft
Die Konferenz zeigte eindrucksvoll, wie digitale Simulationen, künstliche Intelligenz und datenbasierte Analysen die Entwicklung neuer Materialien beschleunigen. Diese Technologien ermöglichen eine effizientere Forschung, reduzieren Entwicklungszeiten und schaffen die Grundlage für nachhaltige industrielle Anwendungen in unterschiedlichsten Branchen.
COMET-Förderung stärkt das Materials Center Leoben
Parallel zum Erfolg der IC-MPPE 2026 konnte das MCL einen weiteren bedeutenden Meilenstein erzielen. Im Rahmen des COMET-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wurde das Forschungszentrum „IMI – Integrated Materials Intelligence“ als international herausragend bewertet und mit insgesamt 24 Millionen Euro ausgestattet.
Die Finanzierung erfolgt zur Hälfte durch öffentliche Fördermittel des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie der Länder Steiermark, Oberösterreich und Tirol. Die zweite Hälfte wird von mehr als 20 beteiligten Industriepartnern getragen.
IMI – Integrated Materials Intelligence beschleunigt Innovationen
Das neue Forschungszentrum baut auf den langjährigen COMET-Erfolgen des MCL auf und erweitert dessen Kompetenzen in der integrierten digitalen Werkstoffentwicklung. Ziel ist die Entwicklung innovativer Materiallösungen entlang des gesamten Stoffkreislaufs – von der Materialentwicklung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Wiederverwendung von Rohstoffen.
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie entstehen nachhaltige Lösungen für zentrale Zukunftsbereiche wie Mikroelektronik, Energieversorgung und Mobilität. Gleichzeitig wird der direkte Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen sichergestellt.
Advanced Materials als strategisches Zukunftsthema der Steiermark
Die aktuellen Erfolge des Materials Center Leoben stehen in engem Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung des Innovationsstandorts Steiermark. Seit 2026 treibt die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) mit dem Schwerpunkt „Advanced Materials“ einen gezielten Standortentwicklungsprozess voran.
Ziel dieser Initiative ist es, bestehende Kompetenzen in der Materialforschung stärker zu vernetzen, die internationale Sichtbarkeit des Standorts auszubauen und die wirtschaftliche Verwertung neuer Forschungsergebnisse zu fördern.
Warum Advanced Materials für Wirtschaft und Industrie entscheidend sind
Advanced Materials sind gezielt entwickelte Werkstoffe mit erweiterten Eigenschaften und Funktionen. Sie zählen zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien für die Transformation von Industrie, Energie und Mobilität. Besonders relevant sind dabei die Schnittstellen zwischen Materialentwicklung, moderner Produktion sowie digitalen Technologien wie Simulation, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz.
Die Steiermark verfügt in diesem Bereich über eine außergewöhnlich hohe Dichte an wissenschaftlicher Expertise und industrieller Kompetenz. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Montanuniversität Leoben, die gemeinsam mit dem Materials Center Leoben und weiteren Forschungseinrichtungen den Standort international prägt.
Leoben stärkt seine internationale Sichtbarkeit
Die erfolgreiche IC-MPPE 2026 und die neue COMET-Förderung für „IMI – Integrated Materials Intelligence“ verdeutlichen die internationale Strahlkraft des Materials Center Leoben. Gleichzeitig stärken diese Initiativen die Position der Steiermark als führende Region für Materialforschung, Werkstofftechnik und Advanced Materials in Europa.
Mit einer starken Vernetzung von Wissenschaft, Forschung und Industrie schafft Leoben optimale Voraussetzungen, um zukünftige Innovationen voranzutreiben und nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.



