JUST-Redaktion|

Euro-Platt­form für Tri­bo­lo­gie

Tribologie ist die Wissenschaft von Reibung, Verschleiß und Schmierung. In Wiener Neustadt wurde jetzt ein Joint Venture gegründet, das es Firmen ermöglicht, neue Maschinen und Anlagen schnell und günstig von Europas besten Tribologen untersuchen zu lassen.

Die i‑TRIBOMAT GmbH bietet über eine digi­ta­le Platt­form Ser­vices zur Cha­rak­te­ri­sie­rung von Werk­stof­fen, Ober­flä­chen oder Schmier­stof­fen an und ist mit den Part­nern das größte Tri­bo­lo­gie­zen­trum welt­weit. Geför­dert wurde das weg­wei­sen­de Projekt im Horizon-2020-Pro­gramm der EU über die Öster­rei­chi­sche For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG. Durch die Ver­net­zung der Test­in­fra­struk­tu­ren von fünf füh­ren­den euro­päi­schen For­schungs­zen­tren und die Ent­wick­lung neuer Ser­vices wird der Indus­trie eine kos­ten­ef­fi­zi­en­te Mög­lich­keit für Werk­stoff­cha­rak­te­ri­sie­run­gen platt­form­ba­siert zur Ver­fü­gung gestellt.

I‑TRIBOMAT ist damit mit mehr als 250 Exper­ten und der ver­netz­ten Test­in­fra­struk­tur der welt­größ­te Anbie­ter für tri­bo­lo­gi­sche Werk­stoff­cha­rak­te­ri­sie­rung. Statt lang­wie­ri­ger Ver­suchs­rei­hen mit Pro­to­ty­pen stellt i‑TRIBOMAT vir­tu­el­le Labo­ra­to­ri­en, sprich Simu­la­ti­ons­mo­del­le zur Ver­fü­gung, in denen Pro­gno­sen über die Lebens­dau­er und Effi­zi­enz schnell und kos­ten­güns­tig gestellt werden können.

„Unsere Kunden müssen nur noch eine Werk­stoff­pro­be ein­sen­den. Wir ana­ly­sie­ren diese und die Daten können direkt für Simu­la­tio­nen wei­ter­ver­wen­det werden“, schil­dert der Koor­di­na­tor des Pro­jek­tes, Franz Pirker. Er ist für Busi­ness Deve­lo­p­ment bei der AC2T rese­arch GmbH, dem COMET-Kom­pe­tenz­zen­trum für Tri­bo­lo­gie, zustän­dig.

„Alle Ser­vices werden platt­form­ba­siert der Indus­trie ange­bo­ten. Über ein Kun­den­por­tal können die ver­schie­de­nen Leis­tun­gen einfach über Klick & Collect kun­den­spe­zi­fisch zusam­men­ge­stellt werden“, erzählt Pirker. Das Angebot sei bran­chen­über­grei­fend für die gesamte Indus­trie inter­es­sant.

Die Band­brei­te der Test­mög­lich­kei­ten von i‑TRIBOMAT ist enorm. „Wir können Werk­stof­fe bei Tem­pe­ra­tu­ren von minus 269 Grad Celsius – also vier Grad über dem abso­lu­ten Null­punkt – bis zu 1500 Grad Celsius testen und damit die gesamte Band­brei­te indus­tri­el­ler Anwen­dun­gen abde­cken.“ Das sei möglich, weil mehr als 100 Test­stän­den bei i‑TRIBOMAT euro­pa­weit ver­netzt sind. Durch die hohe Anzahl von Test­mög­lich­kei­ten können, so Pirker, auch beson­ders eilige Auf­trä­ge abge­ar­bei­tet werden.

Öster­rei­chi­sche
For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG
För­der­ser­vice +43 (0) 5 7755–0
foerderservice@ffg.at
ffg.at

Die Öster­rei­chi­sche For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG ist die natio­na­le För­der­agen­tur für ange­wand­te For­schung und Ent­wick­lung in Öster­reich und unter­stützt öster­rei­chi­sche Unter­neh­men, For­schungs­in­sti­tu­tio­nen und For­schen­de mit einem umfas­sen­den Angebot an För­de­run­gen und Ser­vices. Die FFG steht im Eigen­tum der Repu­blik Öster­reich. Eigen­tü­mer­ver­tre­ter des Bundes sind das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Kli­ma­schutz, Umwelt, Energie, Mobi­li­tät, Inno­va­ti­on und Tech­no­lo­gie (BMK) und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Wirt­schaft (BMAW).

i‑tribomat.eu

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