JUST-Redaktion|

Ent­schlüs­se­lung der Wär­me­lei­tung kom­ple­xer Mate­ria­li­en an der TU Graz

Ein Team der TU Graz hat in Zusammenarbeit mit der TU Wien und der Universität Cambridge einen bedeutenden Durchbruch beim Verständnis des Wärmetransports in komplexen Materialien erzielt.

Durch selbst ent­wi­ckel­te Machine-Lear­ning-Work­flows fanden die For­schen­den heraus, dass die Wär­me­lei­tung in orga­ni­schen Halb­lei­tern viel kom­ple­xer ist als bisher ange­nom­men. Diese Erkennt­nis­se bieten neue Per­spek­ti­ven für die Ent­wick­lung maß­ge­schnei­der­ter Mate­ria­li­en mit spe­zi­fi­schen ther­mi­schen Eigen­schaf­ten.

Bisher wurde der Wär­me­trans­port in Mate­ria­li­en wie orga­ni­schen Halb­lei­tern wenig unter­sucht, obwohl die elek­tri­schen Eigen­schaf­ten dieser Mate­ria­li­en seit Jahr­zehn­ten erforscht werden. Das Team unter der Leitung von Egbert Zojer konnte nun den Mecha­nis­mus des Wär­me­trans­ports auf­klä­ren. Statt nur Kor­re­la­tio­nen zu ana­ly­sie­ren, setzten die For­schen­den auf Machine Lear­ning, um Kau­sa­li­tä­ten zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ver­ste­hen, wie Wärme inner­halb eines Mate­ri­als ver­teilt wird.

Dabei ent­deck­ten sie, dass der Tun­nel­trans­port von Pho­no­nen – Git­ter­schwin­gun­gen, die Energie über­tra­gen – eine ent­schei­den­de Rolle spielt. Dieser Mecha­nis­mus ist beson­ders in Mate­ria­li­en mit nied­ri­ger Wär­me­leit­fä­hig­keit von Bedeu­tung. Ein wich­ti­ger Faktor ist die Mole­kül­län­ge: Je größer die Mole­kü­le eines orga­ni­schen Halb­lei­ters, desto stärker wird der Tun­nel­trans­port.

Diese neuen Erkennt­nis­se erklä­ren nicht nur die unge­wöhn­li­che Tem­pe­ra­tur­ab­hän­gig­keit der Wär­me­leit­fä­hig­keit in bestimm­ten orga­ni­schen Halb­lei­tern, sondern eröff­nen auch neue Mög­lich­kei­ten für das Design von Mate­ria­li­en mit spe­zi­fi­schen ther­mi­schen Eigen­schaf­ten. Das For­schungs­team plant, dieses Wissen auf Mikro­po­rö­se Kris­tal­le (MOFs) anzu­wen­den, wo der Wär­me­trans­port eine noch größere Rolle spielt.

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