JUST-Redaktion|

“Dr. KI“ hilft beim Baby­wunsch

Für Paare, deren Kinderwunsch bislang unerfüllt blieb, ist die In-vitro-Fertilisation oft die letzte Hoffnung. Künftig soll künstliche Intelligenz (KI) die Chancen erhöhen, dass glückliche Eltern neun Monate nach der Befruchtung der Eizelle im Labor tatsächlich ein Baby mit nach Hause nehmen können.

Nur jede dritte künst­li­che Befruch­tung führt derzeit zu einer erfolg­rei­chen Schwan­ger­schaft. Für Betrof­fe­ne kann der Weg zum Wunsch­kind daher lang, belas­tend und teuer sein. For­scher am Soft­ware Com­pe­tence Center Hagen­berg (SCCH) tüfteln nun an einem spe­zi­el­len Algo­rith­mus: Er soll unter den Embryo­nen, die aus den befruch­te­ten Eizel­len im Labor ent­ste­hen, jene aus­wäh­len, die sich nach dem Ein­set­zen in die Gebär­mut­ter am wahr­schein­lichs­ten gut wei­ter­ent­wi­ckeln.

„Derzeit obliegt diese Ent­schei­dung auf Grund­la­ge einer mikro­sko­pi­schen Analyse einem Team aus Fach­leu­ten und ist daher sub­jek­tiv“, erklärt Thomas Ebner vom “Kin­der­wunsch Zentrum” am Kepler Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Linz, mit dem das SCCH zusam­men­ar­bei­tet. Hier soll nun „Dr. KI“ seine Exper­ti­se ein­brin­gen. SCCH-For­scher Florian Kromp: „Er über­prüft die Bilder und gibt eine verbale Ein­schät­zung ab. Die letzte Ent­schei­dung liegt frei­lich bei den Ärz­tin­nen und Ärzten.“

Trai­niert wird die KI laut SCCH-Geschäfts­füh­rer Markus Manz unter anderem dank einer inno­va­ti­ven Methode mit syn­the­tisch erzeug­ten Bild­da­ten von Embryo­nen im Früh­sta­di­um. Nun soll „Dr. K‑I“ weiter opti­miert werden. Derzeit steckt er ja noch gewis­ser­ma­ßen in den Kin­der­schu­hen.

www.scch.at

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