Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und WKK-Präsident Jürgen Mandl empfingen ihre steirischen Kollegen Landesrat Willibald Ehrenhöfer und WK-Steiermark-Präsident Josef Herk, um konkrete Maßnahmen zur Stärkung des gemeinsamen Wirtschaftsraums zu definieren.
Im Mittelpunkt stand die strategische Weiterentwicklung des Wirtschaftsraums Südösterreich sowie ein stärkerer gemeinsamer internationaler Auftritt.
Koralmbahn als Jahrhundertchance für Kärnten und Steiermark
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn rücken Kärnten und die Steiermark wirtschaftlich noch enger zusammen. Die beiden Bundesländer sehen darin eine einmalige Chance, den Süden Österreichs als starken, innovativen und international sichtbaren Wirtschaftsraum zu positionieren.
Bereits heute zählt der gemeinsame Wirtschaftsraum Kärnten–Steiermark zu den Top-Regionen Europas: Mit einer der höchsten Forschungs- und Entwicklungsquoten liegt er europaweit auf Platz zwei. Dieses Potenzial soll künftig auch in Wertschöpfung, Beschäftigung und Wirtschaftsleistung weiter ausgebaut werden.
Geschlossene Süd-Achse gegenüber dem Bund
Um diese Entwicklung erfolgreich voranzutreiben, wollen Kärnten und die Steiermark künftig geschlossen gegenüber der Bundesregierung auftreten. Infrastruktur, Fachkräfte, Innovation und internationale Positionierung stehen dabei im Fokus eines gemeinsamen Forderungspakets an den Bund.
Gemeinsame Vermarktung und internationale Sichtbarkeit
Wirtschaftsraum Südösterreich international positionieren
Ein zentrales Ergebnis des Treffens ist die verstärkte gemeinsame Standortvermarktung. Geplant sind:
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Gemeinsame Wirtschaftsmissionen
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Ein koordinierter Auftritt bei internationalen Branchentreffen
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Die Positionierung als Hydrogen Valley (Wasserstoff-Valley) mit internationaler Strahlkraft
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Eine gemeinsame Präsentation auf der EXPO 2027 in Belgrad
Insbesondere im Bereich Wasserstofftechnologie verfügen Kärnten und die Steiermark über umfassendes Know-how und ein breites Anwendungsportfolio, das international stärker sichtbar gemacht werden soll.
Harmonisierung von Förderinstrumenten
Darüber hinaus einigten sich die Partner auf eine engere Abstimmung von Förderprogrammen, unter anderem bei:
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Betrieblichen Photovoltaik- und Stromspeicheranlagen
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Investitionen in die Kreislaufwirtschaft
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Nachhaltigen Unternehmensprojekten
Infrastruktur als Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg
Logistik, Schiene und Güterverkehr ausbauen
Für die Wirtschaft ist klar: Die Koralmbahn entfaltet ihr volles Potenzial nur mit den richtigen Begleitmaßnahmen. Zu den zentralen Forderungen zählen:
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Der rasche Ausbau des Logistikcenters Fürnitz
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Eine leistungsfähige Güterbahntrasse im Zentralraum
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Bessere Anbindung der Betriebe an den Schienengüterverkehr
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Stärkung regionaler Bahnverbindungen, etwa in Südkärnten
Erfolgreiche Beispiele wie der Güterbahnhof Kühnsdorf oder der IC-Halt in Südkärnten zeigen bereits, wie gezielte Infrastrukturmaßnahmen ganze Regionen aufwerten können.
Zukunftsprojekte: Digitaler Wirtschaftsraum und Holzwirtschaft
Gemeinsamer digitaler Wirtschaftsraum
Ein strategisches Kernprojekt ist der Aufbau eines gemeinsamen digitalen Wirtschaftsraums. Die Ballungsräume Klagenfurt/Villach und Graz sollen künftig durch leistungsfähige Glasfaserverbindungen direkt vernetzt und als gemeinsamer Internetknoten an internationale Datenhighways angebunden werden.
Starke Holzwirtschaft entlang der Wertschöpfungskette
Auch in der Holzwirtschaft wollen Kärnten und die Steiermark ihre Rolle als waldreichste Bundesländer Österreichs weiter ausbauen. Ziel ist eine noch engere Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Holzindustrie – von der Forstwirtschaft bis zur innovativen Verarbeitung.
Gemeinsames Forderungspaket an den Bund
Um den Wirtschaftsraum nachhaltig zu stärken, wurde ein umfassendes Forderungspaket an die Bundesregierung geschnürt. Dieses umfasst unter anderem:
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Ausbau der Schienen- und Verkehrsinfrastruktur rund um die Koralmbahn
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Anbindung an zentrale Basisinfrastrukturen
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Weiterentwicklung des Logistikstandorts Südösterreich
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Konsequenter Ausbau der Breitband- und Glasfaserinfrastruktur
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Maßnahmen zur Attraktivierung des Wirtschafts- und Lebensstandorts
Starke Süd-Achse für Wachstum und Innovation
Kärnten und die Steiermark ziehen an einem Strang und leben den Gedanken einer gemeinsamen Wirtschaftsregion Area Süd. Mit der Koralmbahn als Rückgrat, klaren Zukunftsprojekten und einem geschlossenen Auftreten gegenüber dem Bund soll der Süden Österreichs langfristig als innovationsstarker, lebenswerter und international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum positioniert werden.





