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Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se: Vor­sor­ge­stu­die 2026

Die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank und Sparkassen sowie der Wiener Städtischen zeigt ein klares Bild: Immer mehr Menschen in der Steiermark zweifeln daran, ihren gewohnten Lebensstandard im Alter allein mit der staatlichen Pension sichern zu können.

Gleich­zei­tig wächst das Bewusst­sein, dass finan­zi­el­le Gesund­heit weit mehr bedeu­tet als reine Alters­vor­sor­ge – sie ist Grund­la­ge für Sicher­heit, Sta­bi­li­tät und selbst­be­stimm­te Ent­schei­dun­gen in unsi­che­ren Zeiten.

Finan­zi­el­le Gesund­heit gewinnt in der Stei­er­mark an Bedeu­tung

Finan­zi­el­le Gesund­heit umfasst heute nicht nur die Absi­che­rung im Alter, sondern auch die Fähig­keit, den Alltag zu bewäl­ti­gen, Krisen abzu­fe­dern und per­sön­li­che Ziele zu errei­chen. Vor dem Hin­ter­grund demo­gra­fi­scher Ver­än­de­run­gen und geo­po­li­ti­scher Unsi­cher­hei­ten steigt der Wunsch nach Ori­en­tie­rung und ver­läss­li­chen Partner:innen für lang­fris­ti­ge Finanz­ent­schei­dun­gen deut­lich.

Pes­si­mis­ti­sche Erwar­tun­gen an Wirt­schaft und Lebens­qua­li­tät

64 Prozent der Steirer:innen rechnen in den kom­men­den Monaten mit einer Ver­schlech­te­rung der wirt­schaft­li­chen Lage und der Lebens­qua­li­tät. Nur 16 Prozent erwar­ten eine Ver­bes­se­rung. Der Wunsch nach Sta­bi­li­tät, Sicher­heit und Ver­läss­lich­keit nimmt damit weiter zu – ein Trend, der sich auch klar in den Vor­sor­ge­schwer­punk­ten wider­spie­gelt.

Zen­tra­le Vor­sor­ge­the­men: Gesund­heit, Pension und Wohnen

Für sieben von zehn Befrag­ten steht die Gesund­heit an erster Stelle der Vor­sor­ge (+9 Pro­zent­punk­te gegen­über 2025).
Weitere wich­ti­ge Vor­sor­ge­zie­le in der Stei­er­mark sind:

  • Private Alters­vor­sor­ge: 62 % (+12 PP)

  • Wohnen: 59 % (+12 PP)

  • Finan­zi­el­le Reser­ven für Kri­sen­fäl­le: 55 %

  • Absi­che­rung der Familie: 53 %

Diese Zahlen zeigen: Vor­sor­ge wird breiter gedacht und stärker in den Alltag inte­griert.

Ver­trau­en in staat­li­che Pen­sio­nen sinkt weiter

Mehr als die Hälfte der Befrag­ten (54 %) gibt an, vor­zu­sor­gen, um den gewohn­ten Lebens­stan­dard im Alter halten zu können oder sich gegen Schick­sals­schlä­ge abzu­si­chern. Jede:r Zweite nennt den Ver­trau­ens­ver­lust in das staat­li­che Pen­si­ons­sys­tem als zen­tra­les Motiv.

Angst vor zu nied­ri­ger Pension wächst

73 Prozent der Steirer:innen bezwei­feln, künftig eine aus­rei­chend hohe staat­li­che Pension zu erhal­ten. Acht von zehn Befrag­ten beun­ru­higt zudem, dass bereits heute jeder vierte Steu­er­eu­ro in die Finan­zie­rung der öffent­li­chen Pen­sio­nen fließt. Jede:r Sechste geht sogar davon aus, auch in der Pension wei­ter­ar­bei­ten zu müssen.

Vor­sor­ge­instru­men­te: Klas­si­ker bleiben gefragt

Bei den genutz­ten Vor­sor­ge­for­men domi­nie­ren wei­ter­hin klas­si­sche Anla­ge­for­men:

  • Spar­kon­to: 42 % (erst­mals deut­lich rück­läu­fig, ‑17 PP)

  • Lebens­ver­si­che­rung: 41 % (+6 PP)

  • Bau­spa­ren: 23 %

  • Fonds­spar­plä­ne und Wert­pa­pie­re: 21 % bzw. 20 %

  • Immo­bi­li­en: 14 %

  • Gold: 11 %

Auf­fäl­lig ist der Trend weg vom reinen Spar­buch hin zu einem aus­ge­wo­ge­ne­ren Pro­dukt­mix.

Monat­li­cher Vor­sor­ge­be­trag wei­ter­hin hoch

Der durch­schnitt­li­che monat­li­che Vor­sor­ge­be­trag liegt öster­reich­weit bei 225 Euro. Männer inves­tie­ren im Schnitt 265 Euro, Frauen 179 Euro – ein deut­li­cher Unter­schied, der lang­fris­ti­ge Aus­wir­kun­gen auf die Pension haben kann.

Sorge vor Alters­ar­mut bleibt hoch

38 Prozent der stei­ri­schen Bevöl­ke­rung schät­zen ihr per­sön­li­ches Risiko, im Alter von Alters­ar­mut betrof­fen zu sein, als hoch ein. 88 Prozent sehen eine früh­zei­ti­ge private Vor­sor­ge als wirk­sams­te Gegen­maß­nah­me.

Private Vor­sor­ge hat höchs­ten Stel­len­wert

Für 92 Prozent der Befrag­ten in der Stei­er­mark – der höchste Wert bun­des­weit – hat private finan­zi­el­le Vor­sor­ge einen hohen oder sehr hohen Stel­len­wert. Gleich­zei­tig ist die Zufrie­den­heit mit dem staat­li­chen Pen­si­ons­sys­tem gering: Nur 51 Prozent zeigen sich zufrie­den, 40 Prozent sind unzu­frie­den.

Geringe Trans­pa­renz beim Pen­si­ons­kon­to

Obwohl das staat­li­che Pen­si­ons­kon­to seit 20 Jahren exis­tiert, kennt nur jede:r Sechste der Steirer:innen das eigene Gut­ha­ben. Von diesen sind ledig­lich 48 Prozent zufrie­den. Die erwar­te­te durch­schnitt­li­che Brut­to­pen­si­on liegt bei 2.023 Euro, mit deut­li­chen Unter­schie­den zwi­schen Männern (2.254 Euro) und Frauen (1.748 Euro).

Früh­zei­ti­ge Planung und Bera­tung werden immer wich­ti­ger

Die Vor­sor­ge­stu­die 2026 macht deut­lich: Private Alters­vor­sor­ge, finan­zi­el­le Bildung und per­sön­li­che Bera­tung gewin­nen massiv an Bedeu­tung. Regio­nal ver­an­ker­te Finanz­in­sti­tu­te wie die Stei­er­mär­ki­sche Spar­kas­se werden von vielen Men­schen als ver­läss­li­che Partner:innen wahr­ge­nom­men, um finan­zi­el­le Ver­sor­gungs­lü­cken früh­zei­tig zu erken­nen und lang­fris­tig gegen­zu­steu­ern.

Eine struk­tu­rier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit der eigenen finan­zi­el­len Gesund­heit schafft Sicher­heit – heute und in Zukunft.

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