Gleichzeitig wächst das Bewusstsein, dass finanzielle Gesundheit weit mehr bedeutet als reine Altersvorsorge – sie ist Grundlage für Sicherheit, Stabilität und selbstbestimmte Entscheidungen in unsicheren Zeiten.
Finanzielle Gesundheit gewinnt in der Steiermark an Bedeutung
Finanzielle Gesundheit umfasst heute nicht nur die Absicherung im Alter, sondern auch die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen, Krisen abzufedern und persönliche Ziele zu erreichen. Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und geopolitischer Unsicherheiten steigt der Wunsch nach Orientierung und verlässlichen Partner:innen für langfristige Finanzentscheidungen deutlich.
Pessimistische Erwartungen an Wirtschaft und Lebensqualität
64 Prozent der Steirer:innen rechnen in den kommenden Monaten mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und der Lebensqualität. Nur 16 Prozent erwarten eine Verbesserung. Der Wunsch nach Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit nimmt damit weiter zu – ein Trend, der sich auch klar in den Vorsorgeschwerpunkten widerspiegelt.
Zentrale Vorsorgethemen: Gesundheit, Pension und Wohnen
Für sieben von zehn Befragten steht die Gesundheit an erster Stelle der Vorsorge (+9 Prozentpunkte gegenüber 2025).
Weitere wichtige Vorsorgeziele in der Steiermark sind:
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Private Altersvorsorge: 62 % (+12 PP)
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Wohnen: 59 % (+12 PP)
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Finanzielle Reserven für Krisenfälle: 55 %
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Absicherung der Familie: 53 %
Diese Zahlen zeigen: Vorsorge wird breiter gedacht und stärker in den Alltag integriert.
Vertrauen in staatliche Pensionen sinkt weiter
Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) gibt an, vorzusorgen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können oder sich gegen Schicksalsschläge abzusichern. Jede:r Zweite nennt den Vertrauensverlust in das staatliche Pensionssystem als zentrales Motiv.
Angst vor zu niedriger Pension wächst
73 Prozent der Steirer:innen bezweifeln, künftig eine ausreichend hohe staatliche Pension zu erhalten. Acht von zehn Befragten beunruhigt zudem, dass bereits heute jeder vierte Steuereuro in die Finanzierung der öffentlichen Pensionen fließt. Jede:r Sechste geht sogar davon aus, auch in der Pension weiterarbeiten zu müssen.
Vorsorgeinstrumente: Klassiker bleiben gefragt
Bei den genutzten Vorsorgeformen dominieren weiterhin klassische Anlageformen:
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Sparkonto: 42 % (erstmals deutlich rückläufig, ‑17 PP)
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Lebensversicherung: 41 % (+6 PP)
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Bausparen: 23 %
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Fondssparpläne und Wertpapiere: 21 % bzw. 20 %
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Immobilien: 14 %
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Gold: 11 %
Auffällig ist der Trend weg vom reinen Sparbuch hin zu einem ausgewogeneren Produktmix.
Monatlicher Vorsorgebetrag weiterhin hoch
Der durchschnittliche monatliche Vorsorgebetrag liegt österreichweit bei 225 Euro. Männer investieren im Schnitt 265 Euro, Frauen 179 Euro – ein deutlicher Unterschied, der langfristige Auswirkungen auf die Pension haben kann.
Sorge vor Altersarmut bleibt hoch
38 Prozent der steirischen Bevölkerung schätzen ihr persönliches Risiko, im Alter von Altersarmut betroffen zu sein, als hoch ein. 88 Prozent sehen eine frühzeitige private Vorsorge als wirksamste Gegenmaßnahme.
Private Vorsorge hat höchsten Stellenwert
Für 92 Prozent der Befragten in der Steiermark – der höchste Wert bundesweit – hat private finanzielle Vorsorge einen hohen oder sehr hohen Stellenwert. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit dem staatlichen Pensionssystem gering: Nur 51 Prozent zeigen sich zufrieden, 40 Prozent sind unzufrieden.
Geringe Transparenz beim Pensionskonto
Obwohl das staatliche Pensionskonto seit 20 Jahren existiert, kennt nur jede:r Sechste der Steirer:innen das eigene Guthaben. Von diesen sind lediglich 48 Prozent zufrieden. Die erwartete durchschnittliche Bruttopension liegt bei 2.023 Euro, mit deutlichen Unterschieden zwischen Männern (2.254 Euro) und Frauen (1.748 Euro).
Frühzeitige Planung und Beratung werden immer wichtiger
Die Vorsorgestudie 2026 macht deutlich: Private Altersvorsorge, finanzielle Bildung und persönliche Beratung gewinnen massiv an Bedeutung. Regional verankerte Finanzinstitute wie die Steiermärkische Sparkasse werden von vielen Menschen als verlässliche Partner:innen wahrgenommen, um finanzielle Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen und langfristig gegenzusteuern.
Eine strukturierte Auseinandersetzung mit der eigenen finanziellen Gesundheit schafft Sicherheit – heute und in Zukunft.




