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Pensionslücke trifft Unternehmer besonders

„Es gibt nur einen Zeitpunkt, an dem es zu spät ist, sich mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen – morgen.“ Dieser Überzeugung ist Georg Zenker, Geschäftsführer der Grazer Vermögensberatung Bogen & Partner Wealth Managers GmbH. Der Private-Equity-Investor und Vermögensexperte betreut Klienten, die die 80 schon überschritten haben, und solche, die sich erst mit 70 dazu entschließen, ihr Vermögen professionell verwalten zu lassen.

Grundsätzlich ist die Pensionslücke, also der Unterschied zwischen aktivem Erwerbseinkommen und Pension, umso größer, je besser jemand verdient“, schildert Zenker. Das gelte besonders für erfolgreiche Unternehmer. „Auch sie müssen sich irgendwann die Frage stellen, wie viel sie brauchen und ab wann sie weniger oder gar nicht mehr arbeiten wollen.“ Die Situation im Alter sei für Unternehmer davon abhängig, ob ihre Firma in der Familie übernommen oder veräußert werden soll. „Bei einer Übergabe ist natürlich nicht so viel herauszuholen wie bei einem Verkauf“, sagt Zenker.

Ein Sonderfall ist die sogenannte „direkte Leistungszusage“. Dabei handelt es sich um eine Firmenpension für Geschäftsführer und leitende Angestellte. Ob eine solche für einen Unternehmer sinnvoll sei, müsse man im Vorfeld abklären – nicht nur mit dem Vermögens-, sondern auch mit dem Steuerberater. „Eine Pensionsverpflichtung belastet die Bilanzen eines Unternehmens, Rücklagen müssen gebildet werden. Im heutigen Marktumfeld ist es eher sinnvoll, diese zu veranlagen, aber das muss man im Einzelfall genau anschauen.“

Alternativ sei auch eine einmalige Ausschüttung denkbar, die dann wieder privat veranlagt werden könne. „Es gibt da kein richtig oder falsch, es hängt ganz von den Plänen des Begünstigten und der Gesamtsituation ab.“

Unabhängig davon, ob jemand ein Unternehmen führe oder angestellt sei, gebe es bei der Altersvorsorge zwei Varianten, weiß der Vermögensexperte: „Es macht einen Unterschied, ob jemand in jungen Jahren damit beginnt und laufend einzahlen kann oder ob er schon im fortgeschrittenen Alter ist, aber dafür auch über ein fortgeschrittenes Vermögen verfügt.“

Bei längeren Einzahlungszeiträumen könne man stärker auf schwankende Märkte und Aktien setzen, weil man mehr Zeit zum Reagieren habe. Eine längerfristige Veranlagung führt tendenziell nicht nur zu höheren Erträgen, sondern ermöglicht auch steuerliche Vorteile, sagt Zenker. Ab einem Alter von 40 Jahren werde die Sache schwieriger. „Dann ist zusätzlich zur laufenden Prämienzahlung eine Einmalzahlung für die Altersvorsorge notwendig, um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter halten zu können.“ Entscheidend sei völlig unabhängig vom Alter, mit dem Klienten eine genaue Analyse seiner Lebenssituation und seiner Bedürfnisse und Erwartungen durchzuführen.

Es gebe eine Unzahl von Vorsorgeprodukten auf dem Markt, darum zahle sich eine professionelle Begleitung auf jeden Fall aus, rät Zenker. „Man muss sich mit Experten zusammentun, was gibt es überhaupt und was ist für mich das Optimalste. Eines empfiehlt Zenker jedem, der sich für eine private Altersvorsorge entscheidet: „Man muss die Einzahlungen dafür als eigenen Topf sehen, als Teil der unvermeidlichen Fixkosten. Man darf dieses Geld nicht als Reserve für ein neues Auto oder einen Pool betrachten, sonst ist der Verlust vorprogrammiert.“

Kontakt:
https://www.bogen.co.at/

Foto: Georg Zenker, Geschäftsführer Bogen & Partner Wealth Managers

Fotocredit: Fischer

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