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Österreich wird zum Fachkräfte-„Hotspot“

Die Berufseuropameisterschaft EuroSkills macht Österreich von 22. bis 26. September zum Schauplatz der internationalen Nachwuchselite. Auf Basis einer breiten Unterstützung der nationalen und internationalen Sponsoren wird so dem Fachkräftemangel getrotzt.

Wenn vom 22. bis 26. September die erste österreichische Auflage von Euro­Skills über die Bühne geht, avanciert die Steiermark zum Schaufenster der europäischen Nachwuchstalente. Im Freiluftgelände des Grazer Schwarzl­sees rittern – auf rund 70.000 Quadratmetern Wettbewerbsfläche – rund 400 junge Fachkräfte in 48 Berufen um die Medaillen. Die bis zu 26-jährigen Teilnehmer sorgen für fliegende Funken in den Schweißkabinen, meisterhafte Tischlereiprodukte – oder etwa innovative CAD-Konstruktionen. Dass EuroSkills mit umfassenden Maßnahmen und einem ausgefeilten Präventions- und Sicherheitskonzept die Anforderungen an den Status quo erfüllt, injiziert nicht nur der europäischen Jugend Zuversicht. Sondern auch dem Wirtschaftsstandort, wie Euro­Skills-2021-Aufsichtsratvorsitzender und WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk betont: „Gerade in Zeiten eines dramatischen Fachkräftemangels ist es wichtig, den Young Professionals eine entsprechende Bühne zu bieten. Mit EuroSkills wollen wir unser Land nicht nur als europäischen Hotspot für Jungfachkräfte präsentieren, sondern auch eine breite Öffentlichkeit über die Vielfalt an beruflichen Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Davon profitieren nicht zuletzt auch unsere Unternehmen. Dafür tun wir alles, um eine bestmögliche Organisation des internationalen Großereignisses sicherzustellen“, sagt Herk.

Aushängeschild

Abhilfe versprechen zukunftsträchtige Maßnahmen wie eben EuroSkills, die die berufliche Ausbildung ins prestigeträchtige internationale Rampenlicht rücken – und mit der parallel stattfindenden Berufsinformationsmesse „Try-a-Skill“ Jugendliche in die vielfältigen Arbeitswelten eintauchen lassen. Das würde neues Bewusstsein für die Bedeutung von Fachkräften schaffen, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck: „EuroSkills holen die Nachwuchselite aus ganz Europa vor den Vorhang und sind ein wichtiges Aushängeschild, um die Berufsausbildung aufzuwerten und auf die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Fachkräften aufmerksam zu machen. Gerade jetzt sind gut ausgebildete Fachkräfte von besonderer Bedeutung für die Zukunft unseres Standorts und damit für Wohlstand und Wachstum.“

Sponsoren ermöglichen Event

Nicht zuletzt die Pandemie machte für EuroSkills eine engmaschige Koop­eration zwischen Institutionen sowie internationalen Partnern notwendig. Vom regionalen Dienstleister über das nationale Unternehmen bis hin zum mitteleuropäischen Konzern: Die Dichte an Sponsoren und Unterstützern ist immens. „Ohne unsere loyalen und tollen Partner und Sponsoren wäre ein Event wie EuroSkills schlichtweg nicht möglich. Sie schaffen die Grundvoraussetzungen für diesen internationalen Wettbewerb“, betonen Angelika Ledineg und Harald del Negro, Geschäftsführer der EuroSkills 2020 GmbH, unisono.

Zehn Millionen Euro

Insgesamt werden Materialien und Maschinen im Wert von rund zehn Millionen Euro von rund 150 verschiedenen Unternehmen gesponsert. Rund 420 Sattelschlepper – um noch 100 mehr als in ersten Planungen angenommen – zeichnen für die Anlieferung von Maschinen und beruflichen Utensilien verantwortlich. Insgesamt werden aus den drei – bereits befüllten – steirischen Logistik-Außenlagern mehr als 100.000 Artikel angeliefert. Hubwägen, E-Ameisen, Stapler und Golf-Carts werden die handlichen Komponenten aus den Lagern zu ihrem endgültigen Platz befördert. Der hohe Anspruch an die organisatorische und technische Qualität des Events ist für das Organisationsteam Grundvoraussetzung. Denn: „Aus Wettbewerbssicht ist ganz entscheidend, dass alle Professionisten die exakt gleichen Voraussetzungen vorfinden. In diesem Zusammenhang ist besonders komplex, dass jeder Wettbewerb bzw. Skill nicht nur unterschiedliches Equipment, sondern auch eine unterschiedliche Basisinfrastruktur benötigt. Die aus den 48 Berufen entstehende hohe Masse an unterschiedlichen Anforderungen macht die Vorbereitung daher besonders herausfordernd“, hebt der technische Verantwortliche Stefan Praschl hervor. Bedenken seien allerdings ungerechtfertigt: „Die detaillierte Planung und der hohe Zusammenhalt des Teams, aller Partner und Sponsoren ermöglichen eine echte logistische Meisterleistung. Das Team liegt voll auf Kurs und freut sich auf die Wettbewerbe“, so die beiden Geschäftsführer Ledineg und del Negro.

Heimvorteil für „Team Austria“

Das gilt auch für das „Team Austria“, hebt Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, hervor: „Die Vorfreude auf Euro­Skills 2021 mit Heimvorteil in Graz bzw. der Steiermark ist jetzt schon riesig. Unsere 111 Medaillen aus den vorangegangenen sechs Berufseuropameisterschaften verdeutlichen die bisherigen österreichischen Erfolge. Unsere ‚Skiller‘ sind Botschafter der beruflichen Leidenschaft und zeigen, welche großartige Chancen topausgebildeten Fachkräften offenstehen. Deshalb liegt uns als Wirtschaftskammer-Organisation der Bewerb so sehr am Herzen.“

Factbox:

Bei der Europameisterschaft der Berufe treffen rund 400 junge, fertig ausgebildete Fachkräfte aufeinander und rittern um eine der heiß begehrten Medaillen in rund 48 Berufen. Die Teilnehmer sind entweder ausgelernte Fachkräfte oder auch Absolventen einer berufsbildenden höheren Schule und höchstens 26 Jahre alt. Eröffnung und Schlussfeier von EuroSkills finden am 22. bzw. 26. September in der Grazer Stadthalle statt. Von 23. bis 25. September kämpfen die internationalen Teilnehmer am Gelände des Schwarzl-Freizeitzentrums in Premstätten bei Graz um Edelmetall. Parallel zu EuroSkills findet mit „Try-a-Skill“ Österreichs größtes Berufsinformationsevent direkt vor Ort statt.

Der Besuch erfolgt durch zugewiesene Eintrittsslots beginnend mit 08.30 – mit 3G-Nachweis.

Achtung: Eine Online-Anmeldung vorab unter euroskills2021.com ist erforderlich

Fotocredit: Kanizaj

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