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VHS – „Wir müssen auf den Zug aufspringen“

Für die VHS Steiermark ist es Gebot der Stunde, Lehrinhalte digital anzubieten. Allerdings als Zusatzangebot zu den herkömmlichen Kursen.

„Der Trend zur Digitalisierung ist ein Zug, auf den man aufspringen muss. Wir müssen aufpassen, dass dieser Zug nicht an Österreich vorbeifährt.“ Dieser Ansicht ist Martin Bauer, Chef der Volkshochschule Steiermark. Auch für die VHS sei es das Gebot der Stunde, Lehrinhalte zu digitalisieren und so zeitlich und örtlich flexibel anzubieten.

Gleichzeitig, so Bauer, müsse die VHS aber auch darauf achten, verstärkt Bildungsangebote in den Regionen zur Verfügung zu stellen, um so „die letzte Bastion der Erwachsenenbildung vor Ort zu bleiben“. Bildung vor Ort trage auch dazu bei, die Menschen in den Regionen zu halten und die dortige Wirtschaft zu stärken, ist der VHS-Chef überzeugt. „Alles kann man ohnehin nicht digital anbieten. Man kann nicht online lernen, mit einer Maschine umzugehen“.

Die VHS Steiermark setzt jedenfalls auf eine teilweise Digitalisierung des Bildungsangebotes, will das aber als Zusatz zu den traditionellen Kursen verstanden wissen. „Eine Strategie für Blended Learning wird gerade umgesetzt“, berichtet Bauer. Diese Art des Lernens sei zum Beispiel für den Bereich Sprachen sehr gut geeignet. Dennoch müsse auch das Lernen in Gruppen erhalten bleiben: „Es gibt Untersuchungen, denen zufolge die Inhalte beim Präsenzlernen, also persönlich in einem Kurs, besser und tiefer eingeprägt werden. Online-Lernen hingegen verankert sich nicht so schnell im Langzeitgedächtnis, die Vergessensrate ist höher.“

Der Austausch sowohl mit dem Lehrer als auch mit Mitlernenden sei sehr wichtig. Bauer: „Natürlich kann das auch online geschehen, aber dann muss es möglichst in Echtzeit, also nicht unbedingt per E-Mail passieren. Darum versuchen wir auch bei unseren digitalen Angeboten, dass der Lehrende für die Schüler erreichbar ist.“

Volkshochschule Steiermark
Hans-Resel-Gasse 6
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T: 05 77 99 2362
www.vhsstmk.at

Fotocredit: VHS

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