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Center of Excellence: WKO Steiermark startet neue Bildungsära

Immer mehr Betriebe klagen über einen akuten Fachkräftemangel,  während Digitalisierung und Industrie 4.0 unsere Arbeitswelt grundlegend verändern. Herausforderungen, für die es neue Qualifikationen brauchen wird, die wiederum zeitgemäße und moderne Infrastruktur brauchen. Aus diesem Grund hat das Wirtschaftsparlament der WKO Steiermark einen zukunftsweisenden Beschluss gefasst: Mehr als 33 Millionen Euro werden für den Bau eines „Center of Excellence“ zur Verfügung gestellt, dieses löst den Großteil der in die Jahre gekommenen WIFI-Werkstättengebäude ab. „Ich danke allen Fraktionen für die Unterstützung und freue mich sehr, dass wir dieses historische Projekt nun starten können“, betont WKO Präsident Josef Herk. Gewinner des gemeinsam mit der Stadt Graz initiierten Architekturwettbewerbs ist DI Christoph M. Achammer.

Mit dem vor kurzem abgeschlossenen Architekturwettbewerb, aus dem das Team von DI Christoph Achammer siegreich hervorgegangen ist, startet nun auf dem Areal der WKO Steiermark in Graz das Projekt „Center of Excellence“. Im Rahmen dessen sollen ab 2019 rund 11.400 Quadratmeter Bruttogeschoßflächen neu errichtet werden, sie bieten Platz für modernste Werkstätten und neue Qualifizierungsangebote. Darüber hinaus werden bestehende Flächen für ein Parkhaus adaptiert, wodurch 185 Pkw-Stellplätze neu entstehen. Inklusive der dafür notwendigen Infrastrukturmaßnahmen, sind mehr als 33 Millionen Euro für dieses historische Projekt veranschlagt. Mittel, die allesamt durch Rücklagen der WKO Steiermark gedeckt sind, wie Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg betonen: „Es ist eine Investition der steirischen Wirtschaft in die Zukunft der steirischen Wirtschaft. Denn wir befinden uns inmitten eines grundlegenden Wandels, ausgelöst durch die Digitalisierung. Diese verändert viele Arbeits- und Berufsfelder grundlegend, dafür heißt es gerüstet zu sein. Und zwar mit den besten Bildungs- und Qualifizierungsangeboten, angepasst an die Struktur unseres Wirtschaftsstandortes.“ Konkret werden im Center of Excellence folgende Technologiebereiche angesiedelt sein:

  • Mobilitätstechnik (PKW, LKW, Zweirad) inkl. alternative Antriebstechnologien
  • Werkstofftechnik (Metalltechnik, CNC-Technik, Schweißtechnik)
  • Elektrotechnik – Elektronik – Automatisierungstechnik
  • Energietechnik (Installationstechnik – Alternativenergien – Kältetechnik)
  • Holzbe- und –verarbeitungstechnik
  • Multifunktionale und technologieübergreifende Werkstätten und EDV-Räume

Zusätzlich werden im Center of Excellence Flächen für die praktische Ausbildung in Gastronomie und Tourismus sowie Lehrsäle vorhanden sein. Des Weiteren werden der FH Campus 02 Bereiche für ihre F&E-Aktivitäten zur Verfügung gestellt. Labors und Werkstätten werden vom WIFI Steiermark für Aus- und Weiterbildung (von Lehrlings-Zusatzausbildungen über Meisterschulen bis zu akademischen Lehrgängen) genutzt. Darüber hinaus sollen diese auch dem übertragenen Wirkungsbereich der WKO Steiermark für die Abhaltung von Lehrabschluss-, sowie Meister- und Befähigungsprüfungen, aber auch für Projekte der FH Campus 02 zur Verfügung stehen. Durch die bestmögliche Synergienutzung sollen auch die Regionen gestärkt werden, wo mit 14 „Center of Regional Education“ ebenfalls Schwerpunkte geplant sind.

Foto v.l.n.r: Bürgermeister Siegfried Nagl, Architekt Christoph M. Achammer und Präsident Josef Herk präsentieren den Siegerentwurf

Fotocredit: Fischer